Der erste Teil von Sansibar nach Addis Abeba war schon klasse – testet also mit uns jetzt auch den zweiten Teil der Reise. Ethiopian Airlines bietet eine riesige Lounge mit vielen Annehmlichkeiten und einen komfortablen Airbus A350-900 mit nagelneuer Business Class. Der Service war schnell und freundlich, das Essen gut, und die Sitze sehr bequem. Insgesamt können wir Ethiopian Airlines mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
Intro
Wie in unserem letzten Review schon geschrieben sollten wir ja auf dem Rückweg von unserem Weihnachts Safari & Beach Urlaub in Kenia und Tansania mit Discover Airlines direkt von Sansibar nach Frankfurt fliegen. Nachdem unser Flug aber ganz kurzfristig am Flughafen gestrichen wurde gab es für eine Umbuchung auf Ethiopian Airlines mit einem Zwischenstopp in Addis Abeba. Der erste Flug von Sansibar zum Heimatflughafen der Airline hat uns schon sehr begeistert. Wenn Euch auch dieser Teil der Strecke interessiert lest dazu auch unsere Review oder schaut das Video auf unserem YouTube Kanal.
Jetzt fliegen wir nach einem kurzen Transit weiter mit Ethiopian Airlines von Addis Abeba nach Frankfurt und schauen für Euch, ob auch dieser Flug uns begeistern kann.
| Abflug (Soll) Ist | 27.12.2023 – (00:05) 00:27 |
| Ankunft (Soll) Ist | 27.12.2023 – (06:25) 06:04 |
| Flugzeit | 6:37 h |
| Flugzeugtyp | Airbus A350-900 |
| Verspätung | Bei Abflug 22 Minuten Dafür 21 Minuten früher gelandet |
| Reiseklasse | Business Class |
| Plätze | 6A & 7C (7D) |
Inhaltsverzeichnis
Anreise
Wir sind ja mit einem Zubringerflug in Ethiopian Airlines auf der 777-200LR von Sansibar nach Addis Abeba geflogen und können deshalb nicht so richtig was zur Anreise an den Bole International Airport (ADD) sagen.
Startflughafen
Wir befinden uns für dieses Review nur im Transitbereich des internationalen Teils des Flughafens. Nach der Pass- und Zollkontrolle haben wir erstmal die Anzeigentafel gecheckt und waren total überrascht, was Ethiopian Airlines für ein riesiges Lininennetz aufgebaut hat. Der Bole International Airport ist der Heimatflughafen und damit auch Hub der Fluggesellschaft. Von hier aus fliegt die Airline wirklich in die ganze Welt und betreibt damit genau wie Lufthansa offensichtlich ein sehr erfolgreiche Strategie der Zubringerflüge auf den Kurzstrecken, um die Langstreckenflüge erfolgreich zu füllen.
Der Flughafen an sich ist seiner Aufgabe entsprechend wirklich groß und total modern. Es gibt alles, was man sich wünscht und braucht und ganz im Gegensatz zu einigen europäischen Airports ist hier alles sauber, ordentlich und bestens organisiert.


Check-in & Kofferaufgabe
Wir haben aufgrund der Kürze der Umbuchung unsere Boardingpasses für den Weiterflug nach Frankfurt erst in Addis Abeba erhalten. Das hat die nette Dame am Empfang der Lounge für uns ganz unproblematisch erledigt. Gepäck hatten wir nicht aufgegeben und von daher auch kein Thema damit, ob es bis zur finalen Destination durchgecheckt ist.
Lounge
Ethiopian Airlines bezeichnet seine Business Class als Cloud 9. Als Gäste in dieser Reiseklasse dürfen wir auch in die Sheba Cloud Nine Lounge.



Die Lounge an sich ist riesig. Es gibt super viele verschiedene Sitzmöglichkeiten. Ihr könnt wählen, ob ihr lieber an Tischen, auf Sessel oder in Entspannungsliegen sitzt. Dazu ist das Buffet super groß und das Essen echt lecker. Ihr könnt lokale Spezialitäten und internationale Gerichte probieren. Das Getränkeangebot ist im normalen Rahmen, aber es gibt auch eine Bar, an der ihr Getränke bestellen könnt.
Außerdem gibt es einen extra Bereich für Familien mit kleinen Kindern, ein Kino, Raucher-, Beet- und Meetingräume, sowie Massagemöglichkeiten und Duschen. Alles in Allem ein super großes Angebot bei dem für jeden etwas dabei sein sollte.






Da wir schon den ganzen Tag unterwegs waren und genug Zeit hatten haben wir beide die Möglichkeit genutzt und die Duschen ausprobiert. Die Räume sind ziemlich eng, aber es ist alles vorhanden, was notwendig ist. Und frisch geduscht in einen Nachtflug zu starten ist einfach immer richtig toll.



Boarding
Unser Gate war B5, aber Ethiopian Airlines hält für seine Premiumgäste am Heimatflughafen eine tolle Besonderheit bereit. Wenn ihr als Business Class oder Platinum bzw. Gold Star Alliance Status Gäste reist könnt ihr quasi gegenüber der Lounge bei Gate A12 in einem extra eingerichteten Wartebereich Platz nehmen und werdet dann mit einem eigenen Bus direkt zum Flugzeug gebracht. Das erspart Euch die langen Schlangen am eigentlichen Gate und ihr könnt längere Zeit in der Lounge verbringen.
Unser Flugzeug stand auf einer Außenposition, wir hätten also sowieso mit dem Bus über das Vorfeld fahren müssen. Noch dazu richtet sich die Fluggesellschaft im Timing des Busses danach, dass die Premiumgäste die letzten im Boardingprozess sind. Dementsprechend war nach uns schon Boarding completed! Auch das verschafft Euch noch mehr Zeit in der Lounge. Generell hat schon sehr viel von einem First Class Feeling!





Welcome
In der Kabine wurden wir von einer freundlichen Flugbegleiterin begrüßt und zu unseren Plätzen gewiesen. Da wir ja als Letzte geboardet haben ging der Service (wie auch schon beim letzten Flug) Schlag auf Schlag. Wir wurden direkt gefragt, ob wir einen Welcome Drink haben möchten und wurden mit einem Glas Champagner begrüßt. Kurz danach bekamen wir auch gleich ein kaltes Tuch und die Menükarte gereicht.
Das späte Einsteigen hat viele Vorteile, aber auch einen kleinen Nachteil. Vor dem Start bleibt nicht besonders viel Zeit anzukommen und sich einzurichten, geschweige dessen das Willkommensgetränk entspannt auszutrinken. Kaum saßen wir wirklich wurde der Flieger auch schon für den Start vorbereitet. Das ganze Prozedere ist natürlich sehr Zeiteffektiv, hatte für uns aber auch die Nachteile, dass wir weder eine leere Kabine fotografieren konnten, noch wirklich Zeit hatten Fotos vor dem Start bei heller Kabine zu machen.

Start & Routing
Aus Addis Abeba flogen wir nördlich bis nach Saudi Arabien und dort an die Küste des Roten Meeres entlang über den Sinai, quer über das Mittelmeer bis nach Griechenland. Von dort quer über Europa bis nach Frankfurt ohne irgendwelche Zwischenfälle. Der gesamte Flug war angenehm ruhig und entspannt – ohne jegliche Turbulenzen.

Kabine & Sitz
Im nagelneuen A350-900 hat Ethiopian Airlines eine versetzte 1 – 2 – 1 Bestuhlung verbaut. Die Sitze sind also jeweils an den Fensterseiten zum Gang oder zum Fenster hin und in der Mitte jeweils im Wechsel als Doppelsitz oder Einzelsitz zum Gang angeordnet.









Fabi wurde auf 6A direkt am Fenster und ich auf 7C auf einen Fensterplatz mit mehr Abstand zum Fenster gebucht. Zum Start blieb ich auch auf diesem Platz, aber da es sowieso ein kompletter Nachtflug war und ich den Sitz irgendwie sehr auf dem Präsentierteller empfand habe ich mich später für das Essen und zum Schlafen auf 7D gesetzt. eigentlich der gleiche Sitz nur spiegelverkehrt, aber hat sich für mich komischerweise besser angefühlt.
Die Mittelsitze können bei bedarf zusätzlich in der Mitte mit einem Trenner ein wenig privater gemacht werden.
Am lagen für uns schon ein Kissen, eine Decke und eine Flasche Wasser, sowie die Kopfhörer bereit. Slipper gab es leider keine.
Die Plätze direkt am Fenster bzw. in der Mitte sind super privat und angenehm. Hingegen die zum Gang hin gelegenen Sitze fühlen sich wirklich sehr offen und im Vergleich wirklich extrem wenig abgeschottet an.
Grundsätzlich sind die Sitze aber super. Es gibt viele Verstaumöglichkeiten und auch Steckdosen zum Laden von elektronischen Geräten sind verbaut.
Selbstverständlich lässt sich der Sitz auch per Knopfdruck in eine komplett flache Liegefläche verwandeln. Der Platz für die Füße ist gut – in Reihe 1 aber noch größer. Solltet ihr also große Füße haben oder mehr Raum zum schlafen benötigen versucht einen Platz von der ersten Reihe zu ergattern. Die Armlehnen lassen sich auf einer Seite komplett versenken und auf der anderen Seite nach oben klappen. Das vergrößert im Oberkörperbereich noch den Platz beim Liegen.
Die Positionen des Sitzes lassen sich ganz einfach über nur drei Köpfe in Start-, Lounge- und Liegeposition verstellen.
Leider gibt es keine individuellen Luftdüsen über die die Temperatur in der Kabine wenigstens ein wenig reguliert werden kann.












Der Tisch ist unterhalb des Monitors eingebaut und lässt sich per Druck ausfahren. Ihr könnt ihn zu Euch hin und weg bewegen und auch um 90 Grad drehen. So habt ihr auch bei gedecktem Tisch die Möglichkeit einfach aufzustehen.



Entertainment
Das Entertainment System war deutlich einfacher zu bedienen als auf dem ersten Flug von Sansibar nach Addis Abeba. der Bildschirm ist sehr berührungsempfindlich und lies sich super einfach bedienen. Euch steht eine Riesenauswahl an Filmen, Serien, Musik, Spielen und Infos zum Flug zur Auswahl. Auch Internet gibt es an Bord. Die Preise lagen bei 25 Dollar für den gesamten Flug und 5 Dollar für eine Stunde.



Amenities
Kurz vor Abflug durften wir ein Amenity Kit wählen. Ethiopian Airlines bietet zwei Farben an, die auch im Logo vorkommen. Der Inhalt ist identisch. Also eher nicht nach weiblichen und männlichen Merkmalen ausgewählt.
Gewinnspiel
Wir verlosen zwei grüne und ein rotes Amenity Kit unter unseren Lesern. Wenn ihr teilnehmen möchtet schreibt für das grüne Kit einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag oder für das rote einen unter unseren Instagram Post. Ihr könnt auch gerne an beiden Verlosungen teilnehmen – das erhöht Eure Chance zu gewinnen! 😉


Essen, Trinken & Snacks
Kurz nach dem Start wurden wir nach unserer Wahl für die Hauptspeise gefragt und es gab eine erste Getränkerunde. Wie auch auf unserem Zubringerflug war die Crew sehr effektiv und der Service lief super schnell durch.






Die Vorspeise wurde mit dem Salat und einer Brötchenauswahl ohne Tablet direkt auf den Tisch serviert. Gleich im Anschluss wurde die Hauptspeise serviert. Die Getränke wurden immer freundlich nachgefüllt. Die Nachspeise wurde vom Wagen aus angeboten und wir hätten frei wählen können. Ich konnte allerdings nach dem Essen in der Lounge, der üppigen Vor- und Hauptspeise und auf Grund der späten Stunde wirklich nicht noch mehr essen!
Super fanden wir, dass die Kabine schon während des Abendessens zielich dunkel war, sodass die einen schlafen und die anderen eben essen konnten.



Frühstück
Vor der Landung gab es die Auswahl aus Kaffee oder Tee, sowie aus einigen Gebäckstücken. Ein richtiges Frühstück gab es allerdings nicht. Ehrlicherweise war das für mich okay, es war ja wirklich noch sehr früh am morgen. Aber das kann durchaus auch eine Enttäuschung sein – seltsam ist es allemal.

Waschräume
Die Kabine war etwa zur Hälfte mit Gästen besetzt und die Waschräume auch zu den Stoßzeiten sehr wenig frequentiert. Die Ausstattung war sehr standardmäßig und nicht wirklich anders, als in der Economy Class. Es gab lediglich eine Feuchtigkeitscreme und ein Parfum in den Toiletten. Alles andere Notwendige steht ja auch in den Amenity Kits zur Verfügung.




Service bei Ethiopian Airlines
Die Flugbegleiterinnen (und es waren auf beiden Flügen ausschließlich Damen) waren immer sehr freundlich und aufmerksam. Der Essensservice war auch auf diesem Flug wirklich sehr schnell. Sie waren äußerst professionell, aber irgendwie nicht so zugänglich, wie zum Beispiel bei Lufthansa. Ein kurzer Plausch oder eine kleine persönliche Note wäre super gewesen.
Trotzdem haben sie einen super Job gemacht und wir haben uns toll aufgehoben gefühlt.
Ankommen
Etwa 40 Minuten vor der Ankunft in Frankfurt wurde die Kabine für die Landung vorbereitet. Es gab eine kurze Durchsage aus dem Cockpit und wir waren gute 20 Minuten früher dran als geplant.
Unser Flug bekam eine Position am Terminal zugewiesen und wir konnten ziemlich schnell durch die vordere Tür aussteigen. Durch die neue vollautomatische Passkontrolle waren wir in unter einer halben Stunde nach Aussteigen schon vor dem Flughafengebäude auf dem Weg zu unserem Auto.
Zielflughafen
Zum Flughafen Frankfurt Main muss ich nicht mehr viel sagen. Als Main Hub von Lufthansa ist die Airline hier natürlich in großem Umfang vertreten. Der Airport hat zwar auch weite Wege, aber eigentlich kommen wir immer relativ schnell durch – vor allem wenn ihr kein Gepäck aufgegeben habt.
Fazit
Der Flug mit Ethiopian Airlines war auch auf der Langstrecke super. Die Kabine war nagelneu und die Sitze gut. Es gibt leider durchaus Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten, aber wenn ihr wisst, wo ihr sitzen möchtet und den Platz dann auch bekommt ist alles super. Der Service war professionell und wirklich sehr schnell und aufmerksam. Das Essen okay. Fabi hat es nicht geschmeckt, ich fand es okay. Und die Erfahrung mit der Lounge in Addis Abeba haben den Flug nochmal so richtig abgerundet.
Zusammengenommen ein gelungener Flug.
Punkte
Im Ranking gibt es für diesesen Flug 9 von 10 möglichen Punkten. Wir ziehen einen halben Punkt für das nicht ganz so gelungene Essen ab und einen weiteren halben Punkt für den (meiner Meinung nach) ungünstigen Sitzplatz meinerseits.
Empfehlung
Wir können Ethiopian Airlines wirklich mit besten Gewissen vollumfänglich empfehlen! Die Kabine bietet für Soloreisende und Paare gleichermaßen tolle Sitze. Familien können hier sicherlich auch eine tolle Zeit haben.
Airline Homepage
Try them?
Yes! Unbedingt. Ethiopian Airlines ist unserer Meinung nach der versteckte Edelstein der Star Alliance!
YouTube Review
Auf für diesen Flug hat Fabi natürlich eine Review auf unserem YouTube Kanal für Euch gemacht. Schaut rein für weitere Infos zu unserer Reise.
Entdecke mehr von Get Me EVRYWHRE
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Das es kein richtiges Frühstück gab, lässt sich bei ca. 6:30h Flugzeit noch verschmerzen. Die Sitze sind echt gut….besser als die komplizierte Allegris-Vielfalt, die aus meiner Sicht nur dem Geld-Verdienen dient, weil ja bis auf wenige Ausnahmen die Sitze aufpreispflichtig werden.
„Unternehmensneutrale“ Bewertungen und persönliche Eindrücke, besten Dank 👍