Unser Lufthansa Business-Class Flug von München nach Bangkok im A350-900 war insgesamt wirklich gut! Die Sitze sind zwar nicht mehr die neuesten, aber der exzellente Service und das freundliche Personal haben uns den Flug mehr als angenehm gemacht. Lest selbst, wie wir so einen rundum gelungenen Start in den Urlaub genießen konnten.
Review #1
| Abflug | 28.09.2023 – 22:10 Uhr |
| Ankunft | 29.09.2023 +1 – 14:55 |
| Flugzeugtyp | Airbus A350-900 |
| Verspätung | Keine |
| Reiseklasse | Business |
| Plätze | 6A & 6C |
Inhalt
Anreise und Check-In
Da wir von Frankfurt bereits mit Lufthansa LH 114 gestartet sind war für uns der Münchner Flughafen nur der Transit Ort.
Eingecheckt haben wir unproblematisch online und schon vor unserem ersten Flug nach München. Sitze hatten wir bereits vorher ausgewählt. Koffer haben wir keine aufgegeben. Wir sind nur mit kleinen Koffern in Kabinengröße gereist.
Lounge
Kaum aus der Passkontrolle raus, hatten wir noch Zeit für eine kleine Vormahlzeit in der Lufthansa Business Class Lounge bei Gate H24. Die Lounge bietet alles, was man sich so vorstellt bzw. von Lufthansa Lounges kennt. Der Style ist eben eher nüchtern und praktisch. Hier findet ihr ein paar warme und kalte Essensvarianten, sowie Softdrinks, Alkoholika und auch warme Getränke. Wer gerne vor dem Flug nochmal duschen möchte, kann auch das hier machen
Die Duschräume sind geräumig und bieten viel Platz zum Umziehen und die Möglichkeit den Koffer oder die Tasche abzulegen. Wir haben beide geduscht und sind direkt mit einem frischen Gefühl in den Flieger gestiegen. Allerdings ist die Lounge doch relativ klein für alle internationalen Flüge, die ab den H-Gates rausgehen zur späten Stunde. Kurz vor unserem Abflug, als wir die Lounge entsprechend verliessen, war es doch schon sehr voll.
Boarding
Einen kurzen Gang von der Lounge entfernt waren wir auch schon an unserem Gate H08 angekommen. Kurze Zeit nach unserer Ankunft startete auch schon der Boardingprozess. Das Flugzeug war mit zwei Fluggastbrücken mit dem Terminal verbunden und so sind wir an der ersten abgebogen und direkt in die Business Class Kabine eingestiegen.

An der Tür wurden wir von einer netten Flugbegleiterin empfangen und zu unserem Platz gewiesen. Am Sitzplatz angekommen verstauten wir unser Gepäck und machten es uns bequem. Das Willkommensgetränk bestehend aus der obligatorischen Auswahl zwischen Wasser, Orangensaft oder Sekt dauerte leider ein klein wenig und wurde auch erst auf unsere Nachfrage hin gebracht – dafür dann aber umso freundlicher. So lernten wir auch gleich unsere fantastische Flugbegleiterin auf diesem Flug kennen. Wir wählten beide den Sekt und stimmten uns auf den kommenden Flug und unseren Urlaubsstart ein.

Amenity Kit und Dinge am Platz
Am Platz wartete schon ein Amenity Kit auf uns, sowie eine Decke, ein Kissen und außerdem eine Matratzenauflage. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, wurden auch noch langärmelige Schlafanzugoberteile ausgeteilt, bei denen ihr aus verschiedenen Größen (S/M bzw. L/XL) wählen könnt.
Die Auflage stellt Lufthansa Euch auf interkontinentalen Nachtflügen von mehr als 10 Stunden zur Verfügung. Diese könnt ihr auf dem flachen Sitz ausbreiten, damit noch bequemer schlafen und auf einer hygienischen Sitzoberfläche schlafen. Das Kissen ist weich und bequem. Die Decke relativ dünn, aber groß und unserer Meinung nach total ausreichend für ihren Zweck. Es ist in einer Flugzeugkabine ja meistens eh nicht so wahnsinnig kalt.
Beim Amenity kit wartete eine Wiesn Special Edition auf uns, die wirklich nur ausgegeben wird, soalnge in München das Oktoberfest läuft und nur auf Intercontinental Flügen von und nach München. Das kit besteht aus einem Filzherz und ist mit den üblichen Annehmlichkeiten gefüllt. So enthält es Socken, eine Zahnbürste mit Zahnpasta, ein Minzbonbon, die Feuchtigkeitscreme und den Hygieneschutz für den Kopfhörer. Solltet ihr eine Augenbinde und Ohrstöpsel benötigen, dann findet ihr diese in den Business Class Waschräumen.

Kabine und Sitz
Zwischen der ersten und der zweiten Tür befinden sich mit 6 Reihen die größere Hauptkabine und nach der zweiten Tür nochmal eine kleine Kabine mit 2 Reihen der Business Class bei der die Sitze in einer 2 – 2 – 2 Konfiguration angeordnet sind.
Dem folgen 3 Reihen der Premium Economy mit einer 2 – 3 – 2 Bestuhlung und von den Reihen 16 bis 42 befindet sich die Economy Class, bei der die Sitze dann in einer 3 – 3 – 3 Konfiguration verbaut sind.
Eine First Class hat Lufthansa in diesem Flugzeugtyp (noch) nicht verbaut, kommt aber mit dem neuen Allegris Produkt hoffentlich später in 2024.

Die aktuelle (und alte) Bestuhlung der Business Class Kabine des A350 – 900 der Lufthansa entspricht weiter dem bekannten Sitz und System.
In der Business Class sind die Sitze in Zweier Paaren eingebaut, wobei die Sitze in den beiden seitlichen Reihen jeweils leicht schräg zum Fenster hin ausgerichtet sind und in der mittleren Reihe ebenfalls leicht schräg einander zugewandt eingebaut sind. Diese Konfiguration löst ja immer wieder größere Kontroversen aus, die auch dazu geführt haben, dass Lufthansa die alten Sitze in den nächsten Jahren sukzessive durch eine komplett neu gestaltete Kabine ersetzen wird.
Für Business- und Alleinreisende mag das super sein. Für Paare oder Fluggäste, die zu zweit reisen ist, die alte Sitzanordnung aber schöner, wenn man am Fenster zusammen sitzen möchte. Und ja. Die Sitze sind alt – keine Frage. Aber! Man hat viel Platz, kann trotzdem nah beieinander sitzen und der Gast, der nicht direkt am Fenster sitzt, kann ebenfalls noch auch noch aus dem Fenster sehen.
Unsere Sitze waren 6A & 6C. Ganz hinten links in der Hauptkabine. Hier saßen wir zwar nah an der Galley, aber gestört hat uns das nicht. Während der gesamten Zeit an Bord gab es keine störenden Geräusche oder besonders großes Hin- und Her der Besatzung oder der Gäste. Dafür hatten wir einen tollen Überblick über die gesamte Kabine und dadurch ein noch großzügigeres Gefühl während unserer Zeit an Bord.

Am Sitz finden sich einige Features. Auch hier könnt ihr auf den Bildern und vor allem in unserem YouTube Beitrag noch mehr sehen.
Schön ist die doppelte Armlehe in der Mitte zwischen den beiden Sitzen. Hier können super Getränke und kleinere Gegenstände, wie Mobiltelefone oder ähnliches abgestellt werden. Der Tisch und die Fernbedienung für den Monitor und das Entertainment System sind ebenfalls in der mittleren Armlehne untergebracht.
Selbstsverständlich lässt sich der Sitz auch zu einer vollkommen flachen Liegefläche ausfahren. Mit der Matzratzenauflage ist das Ganze auch recht bequem. Allerdings fand ich in dieser Position fiel das Alter der Sitze besonders auf. Die individuell regulierbare Sitzhärte funktionierte bei mir nur bedingt und dadurch lag ich teilweise auf der harten Plastikverschalung auf. Das schien aber nur bei meinem Sitz ein Problem zu sein, da Fabi keinerlei Probleme mit seinem Sitz hatte.
Aufbewahrungsmöglichkeiten gibt es eher weniger. Einen Laptop gut zu verstauen ist schwierig. Es gibt ein kleines Fach unterhalb des Monitors, hier passt aber ein regulär großer Laptop nur rein, wenn das Fach offen bleibt. Ein besonders liebevolles Detail ist der Haken, an dem die Brille oder auch die Jacke verstaut werden können, wenn sie nicht gebraucht werden.
Entertainment
Der Monitor für das Entertainment System ist im Vordersitz eingebaut. Er lässt sich leicht zur Seite neigen und somit die leichte Schrägstellung der Sitze ausgleichen. Ihr könnt aus einer ganzen Reihe von Möglichkeiten auswählen. Es gibt eine breite Auswahl an Filmen, Serien und Audio-Programmen, sowie die Spiele und Informationsmöglichkeiten über den Flug. Zum Beispiel den aktuellen Standort, Flughöhe, Reisegeschwindigkeit und vieles Mehr. Im Link könnt ihr Euch noch weiter informieren.
https://www.lufthansa-inflightentertainment.com/de/
Essen, Trinken & Snacks
Unsere kulinarische Reise begann schon direkt nach dem Start. Zum ersten Getränkerunde werden warme Nüsse gereicht. Kurz nach dem Start wurden unsere Essenswünsche entgegengenommen.
Für welche Gerichte wir uns genau entschieden haben, das guckt ihr Euch idealerweise im Video an.
Der Service startet eine knappe Stunde nach dem Start und ging dann aber flott voran. Zum Essen ließen wir uns Weine empfehlen und waren begeistert. Die Gläser wurden stets nachgefüllt und zum Nachtisch wurde uns mit äußerst freundlichem Nachdruck auch noch hervorragender Portwein eingeschenkt.
Wer möchte kann auch eine schnelle Expressmenü Variante wählen. Dabei bekommt man alle Teile des kalten Menüs auf einem Tablett serviert und muss so nicht zwischen den Gängen auf den Service warten.
Zum Frühstück konnten wir wieder aus zwei Varianten wählen. Dazu konnten wir aus diversen Kalt- und Heißgetränken wählen. Der Espresso wird tatsächlich mit einer eigenen Espresso Maschine zubereitet und ist sehr zu empfehlen!
Zwischen den Mahlzeiten bestückt die Crew die Gally mit Wasser, Wein und kleinen Snacks, bei denen man sich selbst bedienen kann. Selbstverständlich werden aber auch während des gesamten Fluges die Gläser stets nachgeschenkt und Service ist nie weit.
Waschräume
Die Toiletten waren in einer normalen widebody Flugzeug Ausführung für die Business Class Kabine doppelt vorhanden. Sie waren in einem ordentlichen Zustand und sauber. Allerdings muss erwähnt sein, dass zwei Toiletten für die gesamte Business Class durchaus zu den Stoßzeiten nach dem Abendessen/vor dem Schlafengehen und vor allem morgens vor der Landung durchaus zu kleinen Staus und einigen Wartezeiten führen kann.
Lufthansa Service
Lufthansa mag aktuell eine etwas veraltete Business Class Kabine haben, aber der Service und die Crew sind (meist) fantastisch. Auf diesem Flug hatten wir das Vergnügen von einem richtigen Münchner Original bedient worden zu sein. Unsere Flugbegleiterin war vom ersten Moment an professionell, aber vor allem herzlich, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und, wenn möglich, für einen kleinen Plausch zu haben. Sie hat der Airline Klasse und Charm verpasst und es war wirklich eine wahre Freude mit ihr fliegen zu dürfen. Niemals in meinem Leben wurde ich so charmant zu einem Glas Portwein überredet!
Ankunft in Bangkok (BKK)
Der Flughafen Bangkok Suvarnabhumi ist ein riesiges Gebäude (neuerdings auch mit Satellitenterminal), aber die Ausschilderung ist super und wenn Bangkok Eure Enddestination ist, könnt ihr direkt zur zentralen Passkontrolle gehen. An dieser Stelle ein super Tip für Euch: Für Business oder First Class Reisende gibt es ein paar extra reservierte Schalter. Direkt rechts neben dem Eingang zur zentralen Passkontrolle am Fuße des Aufgangs Richtung Gepäckbänder befindet sich ein kleines Hinweisschild mit einer Dame, die den Zugang überprüft.
Wir haben den Zugang nur durch Zufall gesehen, haben kurz unseren Boardingpass vorgezeigt und konnten dann an der riesigen Schlange vorbei direkt zu den Zollbeamten gehen. Vor uns waren dann lediglich etwa 10 andere Gäste und wir waren binnen weniger Minuten fertig.
Weiterreise
Vom Flughafen Bangkok Suvanabhumi aus sind wir weiter nach Siem Reap geflogen, um das Weltkulturerbe Angkor Wat zu besichtigen. Dort haben wir im wunderschönen Zannier Phum Baitang und im Park Hyatt Siem Reap übernachtet und sind dann noch zum entspannen und baden nach Krabi weitergereist, wo wir das fantastische Pimalai Resort & Spa, sowie das Sofitel Krabi Phokeethra besuchen konnten.
Fazit, Punkte und Empfehlung?
Lufthansa bietet ein gutes Streckennetz und erneuert gerade seine Flotte, sowie in naher Zukunft auch die Sitze für alle Kabinen. Aktuell seid ihr aber noch auf relativ alten Sitzen unterwegs. Die Crew an Bord ist allerdings phänomenal. Die Airline kann die kleinen Defizite wirklich mit ihren Mitarbeitern ausmerzen.
Für diesen Flug vergeben wir also insgesamt 10 von 10 möglichen Punkten und können die Fluggesellschaft echt empfehlen.
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