Lufthansa LH 590 von Frankfurt nach Nairobi, Kenia 🇰🇪

Abflug05.12.2023 – 11:10
Ankunft05.12.2023 – 21:00
Reisedauer7:50 h
VerspätungAbflug 35 Minuten verspätet
FlugzeugtypA 330 – 300
ReiseklasseBusiness
Plätze3A / 3 C

Startflughafen

Wir starten am Flughafen Frankfurt, auch Rhein-Main Flughafen genannt. Von hier aus gehen unzählige Flugverbindungen verschiedenster Airlines in die ganze Welt. Lufthansa nennt Frankfurt einer seiner zwei Heimatflughafen.

Anreise

Der größte deutsche Flughafen ist mit allen gängigen Transportmitteln problemlos zu erreichen. Die Fern- und Regiobahnen fahren den Flughafen direkt an. Vom Hauptbahnhof Frankfurt sind es mit der S-Bahn 12 Minuten Fahrzeit.

Für Autofahrer stehen ausreichend kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. In der Regel gilt: je weiter der Weg vom Parkplatz zum Terminal, desto günstiger die Gebühren. Wer schon frühzeitig weiß, wann und wie lange er verreisen wird kann Unterstellmöglichkeiten vorbuchen und so wahrscheinlich sogar noch etwas sparen. 

Für all diejenigen, die sehr früh morgens abfliegen und nicht mitten in der Nacht losfahren wollen, bzw. eine lange Transitzeit oder keine Möglichkeit haben morgens rechtzeitig zum Abflug am Flughafen zu sein, gibt es natürlich auch noch verschiedenste Hotels am und um den Frankfurter Flughafen. Auch hier gilt wie beim Parken: direkt am Terminal ist es teurer, als weiter entfernt.

Check-in & Kofferaufgabe

Für diesen Flug haben wir online über die App eingecheckt. Das funktionierte reibungslos und ohne Probleme. Zwingend notwendig ist allerdings, dass ihr für Kenia Eure Visums-Daten eingebt. Das fällt aber aufgrund eines Beschlusses der kenianischen Regierung mit Beginn 2024 weg (keine Visumspflicht mehr). 

Selbstverständlich könnt ihr auch über die Homepage oder ganz einfach vor Ort einchecken. Solltet ihr online alles abgeschlossen haben und trotzdem noch eine Bordkarte aus Papier haben wollen bekommt ihr diese auch immer noch am Schalter oder einem der Selfservice Kioske.

Die Koffer könnt ihr, auch wenn ihr schon eingecheckt seid am Schalter abgeben. Lufthansa investiert aber seit geraumer Zeit schon in Stationen, an denen ihr eigenhändig Eure Koffer mit Tags versehen und anschließend selbst aufgeben könnt.

Sicherheitskontrolle

In Frankfurt gibt es, je nach Abfluggate, 4 verschiedene Orte, an denen ihr durch die Sicherheitskontrollen gehen könnt. An einigen dieser Kontrollpunkte werden mittlerweile neue Scanner eingesetzt, die es mittels MRT Technologie ermöglichen, dass alle Flüssigkeiten und elektronischen Geräte einfach während der Kontrolle im Handgepäck verbleiben können. Das macht die Kontrolle schneller und führt zu weniger gestressten Fluggästen.

Bei uns ging die Kontrolle super schnell. Vor uns standen nur eine Handvoll anderer Fluggäste in der Schlange.

Wartebereich / Lounge

Da wir Business Class geflogen sind konnten wir bis zum Boarding in der Lufthansa Lounge bei Gate B40 warten. Die Lounge ist kreisrund und relativ groß. So findet ihr ausreichend Platz zum Sitzen und auch am Buffet ist nicht so viel los. An sich ist die Lounge ausgestattet wie alle Lufthansa Lounges weltweit und bietet auch beim Speise- und Getränkeangebot die gleiche Auswahl wie überall.

Boarding

Der Flughafen Frankfurt ist ziemlich groß und ihr solltet auf jeden Fall genug Zeit für weitere Strecken bis zu Eurem Gate einplanen. Unser Abfluggate war B48 und dementsprechend war unser Fußweg in diesem Fall von der Lounge zum Gate glücklicherweise nicht besonders weit.

Als wir 10 Minuten vor Start des Boarding Prozesses am Gate ankamen war dort schon ziemlich viel los. Der Einsteigeprozess startete dann 15 Minuten nach der ursprünglich geplanten Zeit für Familien mit kleinen Kindern und Personen, die Assistenz beim Einsteigen benötigen. Kurze Zeit danach durften parallel auch die Businessclass Gäste und Status Kunden am zweiten Durchgang des Gates einsteigen.

Die Business Class Gäste konnten dann über die vordere der beiden Brücke einsteigen, für die Economy Gästen war die hintere vorgesehen.  

Welcome

An Bord wurden wir von den Flugbegleiterinnen begrüßt und nach einem kurzen Check der Bordkarte der Weg zu unseren Sitzplätzen gewiesen.

Kurz nachdem wir unser Handgepäck verstaut hatten, konnten wir zwischen Wasser, Orangensaft und Sekt als Welcome Drink wählen. Ebenso wurden die Menükarten verteilt.

Gleich nach dem Start wurden dann auch noch kleine heiße Handtücher verteilt.

Start & Routing

Gestartet sind wir mit etwa 35 Minuten Verspätung. Ob der günstigen Winde versprach der Kapitän allerdings trotzdem eine pünktliche Landung.

Die Flugstrecke führte uns von Frankfurt in Richtung Süden entlang der adriatischen Küste, über das Mittelmeer nach Ägypten und entlang des Nils, weiter an der Küste des roten Meeres über Addias Abeba bis nach Nairobi. 

Bildquelle: Flightradar24

Kabine & Sitz

Bei Lufthansa sind auf diesem Fluggerät weiterhin die „alten“ Non-Allegris Sitze verbaut. In der Businessclass Kabine der A330-300 sind sie in einer 2-2-2 Konfiguration angeordnet. Dementsprechend haben Gäste am Fenster keinen direkten Gangzugang – alle anderen schon.

Dem Sitz fehlen leider größere Verstaumöglichkeiten. Unterhalb des kleinen Ottomanen zum Ablegen der Füße gibt es die Möglichkeit Schuhe oder kleinere Taschen zu verstauen und direkt daneben gibt es ein Staufach für kleinere Gegenstände. Das ist dann aber auch schon alles. Einen Laptop oder ähnliches in dieser Größe kriegt man aber leider nirgends unter. Darüber hinaus gibt es lediglich noch ein Fach für Zeitschriften unterhalb des Monitors.

In der Mittelkonsole zwischen den beiden Sitzen findet sich eine Abstellmöglichkeit für Getränke, sowie das Bedienfeld für die Verstellmöglichkeiten der Sitze. Hier könnt ihr Euren Sitz in eine der drei voreingestellten Positionen fahren, oder individuell einstellen. Hier lässt sich auch der Härtegrad variieren.

Ebenfalls in der Mittelkonsole ist der Tisch verbaut. Wenn ihr die Abdeckung anhebt, lässt sich der Tisch mit einem leichten Druck ausfahren. Einmal auf- und ausgeklappt lässt sich dieser von Euch weg und zu Euch hin verschieben. Außerdem mittels eines kleinen Knopfes an der Konsolenseite auch seitwärts schwenken. Das ist ein ziemlich tolles Feature – gibt es Euch doch die Möglichkeit auch bei gedecktem Tisch aufzustehen, ohne diesen hoch- oder einklappen zu müssen.

Die verkabelte Fernbedienung für das Entertainment System findet ihr ebenfalls unter der Abdeckung.

Achtung! Direkt unter Konsole an der Lehne befindet sich eine kleine Ausbuchtung, die dazu einlädt Sachen (z. B. Wasserflaschen) zu verstauen. Wenn ihr den Sitz aber in eine andere Position fahrt fallen die verstauten Gegenstände unter die Sitzlehen in die Elektronik!

Wie die meisten gängigen Sitze in der Businessclass lassen sie sich auch diese elektronisch in ein fast 2 Meter langes, komplett flaches Bett verwandeln.

Wir haben nach dem Mittagessen eine Runde Powernap eingelegt und uns super erholt.

Nettes Feature meiner Meinung nach: ein Haken zum Verstauen der Brille.

Entertainment

Der Monitor auf diesem Fluggerät ist leider kein Touchscreen und lässt sich nur mittels der Fernbedienung bedienen. Das System bietet Filme, Serien, Spiele und Musik, sowie Informationen zum Flug mit Karte und weiteren Werten.

Der Monitor befindet sich im Rücken des Vordersitzes und lässt sich leicht zur Seite klappen und damit in einen besseren Winkel ausrichten.

Entertainment System an Bord

Amenities

Am Sitz lagen für uns schon jeweils eine Decke und ein großes weiches Kissen bereit. Ebenso eine kleine Flasche Wasser und ein amenity kit in Form eines kleinen weihnachtlichen Säckchen mit Zahnbürste und -pasta, Schlafmaske, Socken und Cremes der Marke L´Occitane, sowie ein Pfefferminzbonbon. Wenn ihr eines dieser besonderen amenity Kits gewinnen möchtet schaut weiter unten in diesem Beitrag unter Gewinnspiel nach, wie ihr teilnehmen könnt!

Eine Schlafauflage, Slipper und ein Schlafoberteil von „van Laak“ gibt es bei Lufthansa in der Business Class nur auf Nachtflügen ab 10 Stunden Länge. Dementsprechend standen uns diese erweiterten amenities nicht zur Verfügung.

Essen, Trinken & Snacks

Mit dem ersten Getränkeservice direkt nach dem Start wurden unsere Essenwünsche aufgenommen. Wir entschieden uns aus den drei Optionen einmal für die Entenbrust als Vorspeise und die weihnachtliche Gans, sowie die vegetarische Variante, die in beiden Gängen ganz herbstlich mit Kürbis zubereitet wurde. Für uns beide gab es als Dessert den Käsekuchen.

Sobald der Hauptgang in der Vorbereitung war, kam die Flugbegleiterin vorbei und hat unseren Tisch mit einer kleinen Stofftischdecke gedeckt. Der erste Gang wird mit Salat und kleinem Teller mit Butter, sowie dem Besteck und der gewählten Vorspeise auf einem Tablett serviert. Kleiner Funfact: in der Serviette befindet sich ein kleines Knopfloch, mit dem man diese am Hemdknopf befestigen kann. Sobald das Vorspeisentablett abgeräumt wurde, wird die Hauptspeise als Tellergericht gereicht. Wir sind für das Mittagessen bei Wasser und Champagner geblieben. Als Nachgang wurden auch noch je zwei Pralinen in der Weihnachtsedition gereicht.

Knapp eindreiviertel Stunden vor der Landung gab es einen zweiten Essensservice. Wir wählten jeweils eine der beiden Möglichkeiten. Zum Abendessen tranken wir den ausgezeichneten Pfälzer Riesling. Auch hier war der Service wieder ausgezeichnet und die Gläser wurden stets aufgefüllt.

Grundsätzlich war alles okay. Aber so richtig lecker war es leider auf diesem Flug nicht. Das haben wir schon sehr viel besser erlebt. Das Highlight war dann tatsächlich am Ende der Käsekuchen.

Snacks

Leider gab es auf unserem Flug zwischen Mittag- und Abendessen keine weitere Snackmöglichkeit. In der Galley stand lediglich Wasser, Wein und Saft zum Selfservice bereit. Auf Nachfrage bekamen wir aber selbstverständlich alle Getränke sehr freundlich serviert. Außer den Cashewnüssen, die noch vom Begrüßungsgetränk übrig waren, gab es aber leider keine alternativen Snacks.

Waschräume

Die Toilettenräume sind nicht groß zu unterscheiden von anderen Fluggeräten. Der Raum ist klein und funktional. Da es sich um einen Tagflug handelte lagen keine Zahnputzkits aus. Diese gab es in den Amenity Kits. Ohrstöpsel, Mundspülung, Schlafmasken und Handdesinfektionstücher standen aber zur Verfügung. Neben der Seife aus dem Spender gab es auch noch Hand- und Bodylotion.

Leider wurden die Toilettenräume, wie so oft, nicht besonders hygienisch und pfleglich von den Mitreisenden behandelt und so tat die Crew ihr Möglichstes, alles sauber und ordentlich zu halten.

Service

Wenn Lufthansa mit einem punkten kann, dann mit dem Personal. Wir hatten wieder mal eine fantastische Flugbegleiterin. Sie war wahnsinnig freundlich, fröhlich, aufmerksam und schnell. Der Service ging ihr sehr flüssig von der Hand. Sie hatte für jeden Gast immer ein offenes Ohr und ein Lächeln auf den Lippen.

Als sie gesehen hat, dass wir den Sonnenuntergang fotografiert haben, hat sie uns angeboten ihre privaten Bilder aus dem Cockpit zu teilen. Wir kamen ein wenig mit ihr ins Gespräch und unterhielten uns über unsere Aufenthalte und Kenia. So sollte Service sein. Persönlich und professionell. Wirklich toll!

Ankommen

15 Minuten vor der Landung gab es letzte Informationen aus dem Cockpit zu Wetter und restlicher Flugzeit und im Anschluss die obligatorische Aufforderung des Pursers die Kabine für die Landung vorzubereiten.

Unserer Maschine wurde leider einen Außenparkposition zugewiesen da der vorhandene Finger nicht genutzt werden konnte. Dementsprechend mussten Treppen an das Flugzeug gefahren werden. Es gab kurzfristig ein Problem mit der Hydraulik, aber nach etwa 10 Minuten Wartezeit konnten wir aussteigen und wurden mit einem Bus zum Terminal gefahren.

Zielflughafen

Der Flughafen Nairobi Jomo Keniatta befindet sich offensichtlich gerade im Umbau. Die Pass- und Visakontrolle fand in einem provisorischen Gebäude statt. Für Businessclass Gäste war dabei eine eigene Warteschlange reserviert. Nach der Kontrolle gelangt man zur Gepäckausgabe und kurz dahinter auch gleich zum Ausgang. Dort müssen alle Handgepäckstücke durch einen einzigen Sicherheitsscanner. Das führt zu ein wenig Chaos, aber wenn ihr das geschafft habt: Welcome to Kenia!

Fazit

Das Fluggerät war jetzt nicht besonders neu, aber noch okay. Das Essen hat uns diesmal leider so gar nicht überzeugt, aber der Service war wieder einmal wirklich Klasse! 

Punkte

Wir vergeben für diesen Flug mit Lufthansa im A330-300 von Frankfurt nach Nairobi 9 von 10 möglichen Punkten. Dazu ziehen wir jeweils für das nicht so wirklich leckere Essen und die aktuell noch ein wenig antiquierten Sitze ab.

Empfehlung

Unbedingt. Go there! Lufthansa kann man immer machen.

YouTube Review

Für noch mehr spannenden Content schaut natürlich wie immer auch gerne unsere YouTube Review.


Entdecke mehr von Get Me EVRYWHRE

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

1 Comment

Kommentar verfassen

No More Posts To Load

Entdecke mehr von Get Me EVRYWHRE

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen