Safarilink 5Y – SLO von Nairobi Wilson nach Sansibar, Tansania🇹🇿

Heute fliegen wir mit Safarilink von Nairobi Wilson nach Sansibar. Freut Euch mit uns auf eine besondere Aussicht und die wahrscheinlich kleinste Toilette der Welt in einem Flugzeug.

Abflug21.12.2023 – 14:00
Ankunft21.12.2023 – 15:40
Flugzeit1:40 h
VerspätungKeine
FlugzeugtypDe Havilland Dash 8 – 202
ReiseklasseEconomy
Plätze1 A & 1 B

Startflughafen

Auf unserer Weiterreise von Safari an den Strand fliegen wir heute mit Safarilink vom Nairobi Wilson Airport nach Sansibar. Wie auch schon in der Review unseres Fluges mit AirKenya nach Maasai Mara geschrieben ist der liebevoll auch einfach Wilson genannte Flughafen kein zentrales Gebäude, sondern jede Fluggesellschaft hat ein eigenes Gebäude und eine eigene Abfertigung. Das macht das ganze Erlebnis äußerst entspannt und sehr persönlich.

Anreise

Am besten reist ihr mit dem Auto an. Ihr könnt super günstig mit grab oder einem Taxi fahren. Das Flughafen Areal ist ziemlich weitläufig und außer mit den typischen kleinen privaten Bussen nicht angebunden.

Check-in & Kofferaufgabe

Wenn ihr beim Gebäude von Safarilink angekommen seid lauft ihr über einen kleinen Parkplatz und gleich hinter der Eingangstür werden Eure Koffer durch einen Scanner geschoben. Auch hier wird im Anschluss direkt Euer Gepäck gewogen. Auf den meisten Routen sind insgesamt (alle Gepäckstücke – auch Rucksäcke) 15 Kilo erlaubt. Auf einigen Ausnahmestrecken – unter anderem auch die nach Sansibar – dürfen aber 20 Kilo mitgenommen werden.

Ein paar Schritte weiter steht ihr schon am Check-in Schalter. Wir sind ja am 21.12. unterwegs und die Weihnachtsstimmung ist hier voll am Start. Die Damen am Counter tragen Rudolf Raindeer Glitzer Geweihe und sind allerbester Laune. Das einchecken macht richtig viel Spaß und gute Laune. Der Prozess läuft schnell und professionell ab. Das Visum wird schon mal gecheckt und wir konnten uns auf Nachfrage auch die Plätze in der ersten Reihe des Flugzeuges sichern. Die Koffer werden aufgegeben und später per Hand zum Flugzeug gebracht.

Wartebereich / Lounge

Der Wartebereich ist im gleichen Raum wie der Check-in Counter untergebracht und nur durch das einzige Gate voneinander getrennt. Hier findet ihr auch einen kleinen Shop und eine Bar zur Verpflegung. Im ersten Geschoss befindet sich auch noch eine richtige Lounge. Bei unserem Aufenthalt sag die aber eher geschlossen aus. Jedenfalls ist keiner die Treppe rauf oder runter gegangen… Soweit wir das absehen können gibt es bei Safarilink auch gar keine andere Reiseklasse als Economy.

Da wir noch nichts zu Mittag gegessen hatten entschieden wir uns für einen kleinen Snack von der Bar. Kaum hatten wir uns gesetzt und einen Schluck von unserem Getränk genommen wurden auch schon alle Fluggäste für unseren Flug aufgerufen – etwa 1 Stunde vor Abflug wohlgemerkt! Leicht irritiert sind wir zum Check-in zurück gegangen, wo uns mitgeteilt wurde, dass wir für die Ausreise noch zur Passkontrolle gehen müssen und das Gate und die Abfertigung im international Terminal durchgeführt wird. Dazu mussten wir zurück aufs Flughafengelände und durch eine weitere Kontrolle in den Wartebereich des anderen Terminals.

Hier saßen wir kurz und wurde auch dort wieder aufgerufen, um raus aufs Vorfeld, vorbei an ein paar Hangars in eine zentrale Kontrollbaracke rein zu gehen – alles wohlgemerkt begleitet von einem Safarilink Mitarbeiter. Nach der Kontrolle mussten wir wieder den ganzen Weg zurück in den internationalen Warteraum gehen.

Für leichte Verwirrung hat gesorgt, dass wir ja gleich nach dem Check-in Essen bestellt hatten. Das war aber noch gar nicht fertig, bis wir wieder los mussten. Nach ein wenig Diskussion wurde uns das Essen dann von einem weiteren Mitarbeiter in den zweiten Warteraum gebracht. Was dort wiederum für einige neidische Blicke gesorgt hat, denn hier gab es keine Möglichkeit sich weitere Verpflegung zu besorgen.

Boarding

Alle internationalen Flüge werden von diesem Raum aus geboarded. So wurden nach und nach immer mal wieder einzelne Flüge aufgerufen und durch den einzigen Ausgang direkt auf das Vorfeld zu ihren Flugzeugen gebracht. Nach etwa 20 Minuten wurden auch wir aufgerufen und erst alle Mitreisenden versammelt, um dann gemeinsam an Bord gehen zu dürfen.

Auf dem Vorfeld standen dann all unsere Koffer und Taschen in einer Reihe aufgestellt. Jeder musste sich zu seiner stellen und diese kurz berühren. Erst dann wurde sie auch verladen. Eine sehr charmante Art zu vermeiden, dass falsches Gepäck verladen oder einzelne Gepäckstücke vergessen werden.

Welcome

Vor dem Einsteigen wurde an der Treppe nochmal unsere Boarding Pässe kontrolliert und die Flugbegleiterin hat uns an Bord eher verhalten empfangen. Kurz nachdem alle sich gesetzt hatten bekamen wir ein Wasser gereicht.

Start & Routing

Da der Flughafen sehr klein ist und die Maschinen nicht so viele Fluggäste fassen können läuft alles meist sehr schnell und unkompliziert ab. Kaum saßen alle, war auch schon die Tür zu und wir rollten los. Bis zur Startbahn sind es maximal 2 Minuten – und los geht’s!

Wir fliegen wieder raus über den Nairobi Nationalpark in Richtung Süd-Ost. Vorbei am Kilimanjaro und immer gerade aus zum Flughafen Sansibar. Leider habe ich keine Routmap für diesen Flug finden können. Wenn ihr eine kennt – lasst es mich gerne wissen und schreibt es in den Kommentar. Ich freue mich!

Kabine & Sitz

Die DH Dash 8 mit der wir auf diesem Flug unterwegs sind hat auch schon mal bessere Tage gesehen. Aber naja. Wir hatten es nicht wirklich anders erwartet. Die Kabine besteht nur aus Economy Plätzen und ist in einer 2 – 2 Konfiguration bestuhlt. Wobei die letzte Reihe eine durchgehende 5er Reihe ist und somit der Fluggast auf dem mittleren Sitz super Beinfreiheit hat und freie Sicht den ganzen Gang runter.

Wir saßen auf der linken Seite in der ersten Reihe und hatten den gesamten Einsteigebereich für unsere Beine. auf der rechten Seite war die Beinfreiheit ein wenig eingeschränkt wegen diverser Einbauteile.

Entertainment

Gab es nicht. War ja auch nicht zu erwarten und ist meiner Meinung nach auch gar nicht notwendig, denn auch hier gilt: das beste Entertainment ist die Aussicht. Der Flugkapitän hat die Fluggäste auf die fantastische Aussicht auf den Kilimanjaro aufmerksam gemacht und sobald ihr über Wasser fliegt könnt ihr die traumhaften Strände und kleine Inseln entdecken.

Essen, Trinken & Snacks

Der Bereich beschränkt sich auf eine Flasche Wasser. Aber auch das ist ja bekanntlich mehr, als bei einigen europäischen Airlines. Also total in Ordnung.

Waschräume

Okay. Und hier wird es skurril…. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen werden, aber diese Toilette ist wirklich noch kleiner, als in allen Flugzeugen in denen ich jemals gereist bin. So klein sogar, dass sich das Waschbecken außerhalb befindet. Hier ist es für korpulentere Personen echt fast unmöglich zur Toilette zu gehen!

Service

Einen Service an sich gab es nicht. Die Flugbegleiterin hat direkt nachdem die Anschnallzeichen gelöscht waren den Vorhand vorgezogen, um ein wenig Privatsphäre zu haben. Das ist auch den gesamten Flug so geblieben. Irgendwie schade, aber auch verständlich.

Ankommen

Wir kamen genau zur geplanten Zeit auf Sansibar an und konnten kurz vor der Landung noch die wunderschönen Inseln vor der Hauptinsel beim Überflug von oben bewundern. Wir bekamen eine Vorfeldposition zugewiesen und der Bus wartete beim Aussteigen schon auf uns.

Zielflughafen

Am Abeid Amani Karume International Airport auf Sansibar angekommen mussten wir erste einmal durch eine Art Zelt zur Passkontrolle laufen. Diese war eigentlich ganz gut aufgestellt, aber einige Passagiere von einem anderen Flug hatten offensichtlich noch kein Visum und hielten wörtlich alle anderen Reisenden auf. So verzögerte sich die Einreise um gute 20 Minuten. Einmal an der Reihe ging alles aber ganz schnell.

Unsere Koffer waren schon auf dem Gepäckband angekommen und so konnten wir direkt zügig den Flughafen verlassen.

Und noch ein kurzes Wort zur Weiterreise: hier stehen zwar einige Taxifahrer parat, aber die solltet ihr meiden. Da ist die Gefahr über den Tisch gezogen zu werden ziemlich groß. Das trifft mit Sicherheit nicht auf alle zu. Aber Vorsicht ist dennoch geboten. Wir haben uns einen Fahrer vororganisiert und wurden dann am Flughafen abgeholt. Tatsächlich ist auf Sansibar der Transport ziemlich teuer. Solltet ihr also bei Euren Planungen mit auf dem Schirm haben. Apps wie grab oder ähnliches funktionieren hier nicht. So müsst ihr also entweder über getyourguide oder das Hotel Fahrer buchen.

Kosten

Hier mussten wir beide stark sein. Mit 310 Euro pro Person und zwar für one way war der Preis für einen nichtmal 2-stündigen Flug schon sehr hoch. Noch dazu, dass wir wirklich frühzeitig gebucht haben und es keinerlei Service oder Verpflegung für diesen Preis gibt. Übrigens waren alle anderen Airlines mindestens genauso teuer oder hatten unmögliche Flugzeiten.

Fazit

Der Flug ist okay und wenn ihr von Kenia nach Sansibar wollt ist das die schnellste Methode. Der Preis ist wirklich heftig für das, was ihr bekommt. Dafür ist das Ausreiseprozedere umso interessanter.

Punkte

Wir vergeben heute für den Flug mit Safarilink von Nairobi nach Sansibar 8 von 10 möglichen Punkten. Wir ziehen einen Punkt für den Preis ab und dann noch einen, weil die Verpflegung bei dem Preis wenigstens ein klein wenig besser sein sollte.

Empfehlung

Wir können den Flug für Singles, Paar und Familien empfehlen. Einschränkungen gibt es jetzt nicht wirklich für irgendeine der Gruppen.

YouTube Review

Für mehr tolle Aufnahmen und Fabis Meinung zu diesem Flug schaut doch gerne auch mal auf unserem YouTube Kanal vorbei.


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