Swiss Business LX 180 von Zürich nach Bangkok, Thailand 🇹🇭 – ein solides Flugerlebnis mit Raum für Verbesserungen

Swiss Business Class auf der 777-300ER: Solide Leistung, die uns aber nicht vollends überzeugt hat – von Sitzkomfort bis Service gibt es durchaus noch Luft nach oben.

Review #40

Abflug – geplant (aktuell)16.08.2024 – 17:55 (18:30)
Ankunft – geplant (aktuell)16.08.2024 – 9:40 (9:58)
Flugzeit – geplant (aktuell)10:45 (10:28)
Verspätung35 Minuten bei Abflug
18 Minuten bei Ankunft
FlugzeugtypBoeing 777-300 ER
ReiseklasseBusiness
Plätze11 D & 11 G

Startflughafen

Der Flughafen Zürich Kloten ist für uns ja nur ein Transitflughafen. Von daher können wir zur Anreise bzw. Anbindung nichts wirklich sagen. Das Hauptterminal wurde vor einigen Jahren um einen Satelliten erweitert. Dort werden nur Non-Schengen Flüge abgefertigt. Zu erreichen ist das neuere Terminal per „Heidi Express“ – eine unterirdische Bahn, die beide Terminals vollautomatisch verbindet und mit einem Gruss von Heidi die Fluggäste aus der Schweiz verabschiedet.

Check-in & Kofferaufgabe

Da wir unsere Koffer schon jeweils am Startflughafen aufgegeben haben kamen wir mit dem Check-in Bereich nicht in Berührung. Wir bewegten uns lediglich im Transitbereich. Unsere Gepäckstücke waren bis zur finalen Destination Bangkok durchgecheckt.

Wartebereich / Lounge

Als einer der diversen Vorteile der American Express Platinum Karte haben wir als Benefit einen Priority Pass dazu erhalten und konnten somit im Bereich E (dem Satelliten) zwischen zwei Lounges wählen.

Primeclass Lounge

Als erstes entschieden wir uns für die Primeclass Lounge und wurden dort sehr freundliche empfangen. Die Räume sind ganz neu und sehr schön gestaltet, alles ist sauber und ordentlich. Leider war das angebotene Essen aber durchweg enttäuschend.

Die angebotenen Nudeln frisch aus der Küche waren total verkocht und schmeckten nach gar nichts, die Schnitzel waren labberig und hatten sehr viel von Pappe. Dazu gab es TK Gemüse und einfachen Reis. Alles ohne irgendeine Soße. Dazu obwohl im Wärmebehälter aufbewahrt leider, wenn überhaupt, lauwarm.

Das restliche Buffet bestand aus sehr ausgesuchtem Salat und wenigen seltsam anmutenden Süßspeisen. Wenn ich dem ganzen Essen Punkte vergeben müsste, würde ich 0 vergeben.

Die Getränke waren in großen Gebinden in Kühlschränken vorhanden, man durfte die großen Flaschen allerdings nicht mit an den Platz nehmen und musste sich sein Getränk vor Ort einschenken. Platz dafür gab es aber leider nicht wirklich. Dazu gab es einige Spirituosen und eine Kaffeemaschine.

Sehr positiv war allerdings die sehr großzügige Terrasse auf einer Seite der Lounge, die mit schönen Sitzmöbel bestückt war und gerade bei den heißen Augusttemperaturen zum Aufhalten einlud.

Aspire Lounge

Da uns das Essensangebot der Primeclass Lounge gar nicht zugesagt hat sind wir in die angrenzende Aspire Lounge gewechselt. Diese sehr schöne Lounge bietet noch gemütlichere Möbel, ist allerdings auch sehr viel kleiner. Zugegebenermaßen war das Essen jetzt auch hier nicht der Bringer, aber wenigstens nicht ganz so schrecklich, wie in der vorherigen Lounge. Uns hat es hier besser gefallen – der Raum war besser klimatisiert und es war weniger los.

Auch hier gibt es eine wirklich tolle Terrasse mit einer fantastischen Aussicht auf das Vorfeld um den Satelliten herum.

Zur Toilette müsst ihr aber die Lounge verlassen und in den öffentlichen Bereich gehen.

Boarding

Unser Flug wurde an Gate E46 abgefertigt, das sich nur einige wenige Gehminuten von der Lounge befindet. Wir starteten etwas später, als zur ursprünglich angesagten Zeit, aber immer noch total im Rahmen. Die jeweiligen Boarding Gruppen waren mit einzelnen Aufstellern ausgeschildert, wurden einzeln aufgerufen und auch eingehalten. Das ist ja leider eher die Ausnahme, aber dafür umso toller, wenn es klappt!

Auch unsere Boarding Gruppe Nummer 2 wurde ordentlich, schnell und ohne weiter Vorkommnisse abgefertigt. Nach dem Gate ging es eine relativ lange Rampe runter und dann über einen einzelnen Finger für alle Passagiere zum Flieger.

Welcome

An der Tür wurden wir von einer Flugbegleiterin in die jeweiligen Gänge gewiesen und auch von einem großen Willkommensgruß der Swiss empfangen. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten wurde uns ein Willkommensgetränk angeboten, bei dem wir zwischen Champagner und einer nicht alkoholischen Variante aussuchen durften. Dieses wurde mit einer kleinen Schale gesalzene Cashewnüssen serviert. Kurz vor dem Start kam eine Flugbegleiterin mit einem heißen Tuch für jeden Gast durch die Kabine.

Start & Routing

Da in Zürich für einen komplett ausgebuchten Flieger mit 4-Klassen-Konfiguration leider nur ein Finger zum Boarden zur Verfügung gestellt wurde mussten die Fluggäste aus dem gesamten Flugzeug durch die Business Class und an uns vorbei nach hinten gehen. Das hat für ziemlich lange Unruhe gesorgt, ist ja aber leider in dieser Sitzkonfiguration nicht anders möglich.

Aufgrund schwerer Gewitter in Bayern und der Umgebung wurde unser Start erst um eine Stunde nach hinten geschoben und wir konnten dann aber doch schon 30 Minuten nach eigentlich geplantem Abflug los.

Wir sind dann in östlicher Richtung los über Österreich, den Balkan und quer über das schwarze Meer. Über Turkmenistan und denn südlich quer über Indien, den Golf von Bengalen bis nach Bangkok. Trotz des verspäteten Starts und des Umweges um Afghanistan und den Iran sind wir mit nur knapp 20 Minuten Verspätung gelandet.

Swiss LX 180 Zürich Bangkok
Quelle: flightradar24

Kabine & Sitz

Kabine

Die 777-300 ER der Swiss Airlines ist mit 4 Klassen ausgestattet, wobei auffällt, dass über die Hälfte des gesamten Fluggerätes mit Premium Sitzen gefüllt ist. Swiss ist dabei eine der wenigen Airlines, die überhaupt noch eine richtige First Class anbietet und dann auch gleich mit 8 Sitzen. Danach kommen ganze 62 Plätze in der Business Class und 24 in der Premium Economy. Erst danach kommen die 226 Sitze der Economy Class.

Die Business Class ist dabei immer abwechselnd in einer 1 – 2 – 2 oder 2 – 2 – 1 Sitzkonfiguration eingebaut. Das hat diverse Auswirkungen. Die single Sitze – auch Throne genannt – haben zwar sehr viel Privatsphäre und unglaublich viel Stauraum, sind dafür aber auch sehr einengend im Kopfbereich. Die Sitze der 2er Anordnung an den Fensterseiten sind beide gleich groß mit eher geringem identischem Stauraum. Die 2er Sitze in der Mitte alternieren immer mit einem, der identisch ist mit den Sitzen an den Fenstern und einem, der mehr Stauraum und Ablagefläche, sowie mehr Privatsphäre mit sich bringt.

Ich saß auf 11 G und damit auf einem Standardsitz. Diesen werde ich hier beschreiben. Fabi saß auf 11 D und hatte also den Sitz mit mehr Platz. Wenn ihr dazu mehr erfahren möchtet schaut unbedingt auch die YouTube Review dazu an.

Solltet ihr also einen Sitz bei Swiss in der Business Class buchen schaut einfach genau, welchen ihr Euch aussucht, je nachdem was für Euch am Besten ist. Die Throne sind dabei allerdings in der Reservierung vor Check-in kostenpflichtig. Sollte jedoch noch einer frei sein während ihr regulär eincheckt könnt ihr diesen auch kostenfrei bekommen.

Die Swiss Business Class ist in zwei Kabinen aufgeteilt. Es gibt im Bereich vor der zentralen Galley eine mini Kabine mit nur 2 Reihen und danach eine relativ große mit 10 ganzen und einer halben Reihe. Die Reihen sind zwischen Fenster und Mittelsitzen um eine halbe Reihe versetzt, was dazu führt, dass Reihe 6 nur für die Plätze D & G existiert.

Die große Kabine fühlt sich dabei nicht riesig, aber offen und luftig an. Die Overhead bins sind in den Kabinenhimmel eingelassen und sorgen damit noch zusätzlich für Weite. Eigene Luftdüsen gibt es leider in diesem Flugzeug nicht.

Sitz

Als wir an unseren Sitzen ankamen lagen bereits eine Decke, ein Kissen, das amenity kit, eine Flasche Wasser, die Kopfhörer verpackt in eine Plastiktüte und ein Kleiderbügel zur Nutzung bereit.

Wenn ihr eine Jacke tragen solltet und diese aufgehängt werden soll könnt ihr einfach den Bügel nutzen und ein Crewmitglied wird diese dann im Schrank für Euch verwahren. Kurz vor der Landung wird sie dann proaktiv wieder an Euch ausgegeben.

Der Gurt ist in der 777-300 ER von Swiss ein Dreipunktgurt, der zum Start und zur Landung auch getragen werden muss. Für den restlichen Flug könnt ihr den oberen Teil einfach aushaken und lediglich den Beckengurt tragen.

Unter der Armlehne der Mittelkonsole ist das Bedienelement für die Steuerung des Monitors zu finden. Damit könnt ihr auch das Kabinenpersonal rufen und die Lampe an der Kabinendecke steuern. Mit den fest installierten Knöpfen lässt sich der Sitz in verschiedene Positionen fahren und die Festigkeit des Polsters verändern. Außerdem gibt es eine Massagefunktion und die Lendenstütze kann justiert werden. Die Lampe am Sitz kann ebenfalls hier an- und ausgeschalten, sowie in der Helligkeit verstellt werden.

Im Sichtschutz zum Nachbarplatz ist eine Leseleuchte eingebaut, die sich per ausklappen einschalten und durch drehen verstellen lässt. Oben im Divider sind zwei kleine Aufbewahrungsschalen eingelassen.

Zum Verstauen von persönlichen Gegenständen könnt ihr am Platz auch das Fach nutzen im dem die Inflight Magazine aufbewahrt werden. Außerdem sind in der Mittelkonsole zwei Fächer verbaut, die sich per Schieber entweder oben oder unten verschließen lassen. Hier ist genügend Platz um unten Schuhe und oben noch das amenitie kit oder ähnliches unterzubringen. Außerdem ist hier die Lademöglichkeit für elektronische Geräte eingebaut. Ganz unten findet ihr die Schwimmweste.

Außerdem gibt es unterhalb des Monitors noch ein kleines Fach für Pass, Geldbörse, Handy oder ähnliches.

Bett

Der Sitz lässt sich natürlich auch über das Bedienfeld per Knopfdruck zu einem komplett flachen Bett ausfahren. Der Fußraum ist in den Vordersitz eingebaut und komplett umschlossen. Die seitliche Armstütze lässt sich versenken und schafft so mehr Platz zum Schlafen im Schulterbereich.

Der Sitz ist mit Luft gepolstert und jedenfalls bei mit hatte das zum Ergebnis, dass im Liegen meine Schulter und meine Hüfte auf der harten Unterlage auflagen. Die Luftpolster haben sich von Zeit zu Zeit justiert und wieder aufgeblasen. Das hat den Schlafkomfort jetzt leider auch nicht wirklich erhöht.

Leider werden bei Swiss auch auf langen Nachtflügen keine Matratzenauflagen oder Slipper ausgegeben. Ich persönlich finde es ja echt super unhygienisch auf einem Sitz zu schlafen in den vor mir schon hunderte, wenn nicht tausende andere Fluggäste geschwitzt haben. Und ohne Slipper und nur mit den Socken aus dem amenity kit zur Toilette zu gehen ist auch ehrlich gesagt nicht wirklich toll. Frei nach dem Motto: „The liquid on the bathroom floor is not water!“ vermeide ich es so weit es nur geht ohne Schuhe in Flugzeugen zur Toilette zu gehen.

Entertainment

Bei Swiss ist das Entertainment, wie bei allen Airlines, auf den Monitor fokussiert. Ihr könnt Filme und Serien ansehen, wobei hier die Auswahl nicht wirklich besonders groß und aktuell war. Außerdem könnt ihr natürlich auch Musik hören und den Flug auf der Flightmap in verschiedenen Perspektiven verfolgen. Steuern könnt ihr den Monitor über Berührung oder das unter der Armlehne verstaute Kontrollelement. Beides funktioniert gut und schnell.

Amenities

Auf unserem Swiss Flug beinhaltete das amenity kit Socken, eine Schlafmaske, Ohrenstöpsel, eine Zahnbürste mit -pasta und Lipbalm. Außerdem eine kleine Karte mit Gewinnspiel. Die Hülle lässt sich umdrehen und zu einer kleinen Tasche verwandeln. Slipper, oder ein Schlafoberteil wurden, wie gesagt, nicht bereitgestellt.

Swiss LX 180 Zürich Bangkok

Essen, Trinken & Snacks

Da wir ja zur späten Abendessenszeit zu unserem Nachtflug nach Bangkok gestartet sind hat Swiss Abendessen und Frühstück angeboten. Nach dem Start gab es direkt eine Getränkerunde und es wurden unsere Essenswünsche abgefragt. Die Menükarten wurden schon vor dem Start ausgegeben und so hatten wir ausreichend Zeit ein Gericht zu wählen.

Der Tisch ist in der Mittelkonsole im Sichtschutz zwischen den beiden Sitzen verbaut. Ihr zieht den Tisch raus, klappt ihn nach unten zur Seite und dann auf. Die Fläche lässt sich dann nach vorne und hinten verschieben, aber nicht zur Seite drehen. Das macht das Aufstehen aus einer nicht aufrechten Sitzhaltung leider ziemlich unmöglich. Die Größe ist aber gut und er ist ziemlich stabil konstruiert.

Abendessen

Swiss bietet eine Auswahl von zwei Vorspeisen und vier Hauptgerichten. Das ist echt im Vergleich zu anderen Airlines mindestens eine mehr als üblich und bei 62 Sitzen in der Business Class muss die Airline auch eine ordentliche Menge an Gerichten verladen, um möglichst für alle Wünsche die richtige Anzahl parat zu haben.

Zur Vorspeise konnten wir zwischen Forelle und Blumenkohl wählen. Beides kommt mit dem Besteck, einem Saisonsalat inkl. Dressing, dem Käse, der Butter und den Gewürzen auf einem Tablett. Dazu könnt ihr aus einer Auswahl an frischen Brötchen und Broten wählen.

Wenn ihr fertig seid wird der Teller mit der Vorspeise abgeräumt und die Hauptspeise serviert. Beim Hauptgang gab es die Wahl zwischen Rinderfilet mit Polentaschnitte, Pouletbrust mit Gnocchetti, Brasse mit Tomatensauce mit Gnocchi oder Pasta mit Pestorahmsauce. Hier sollte wirklich jeder ein leckeres Abendessen finden.

Zur Vorspeise und zum Hauptgericht gab es für Fabi und mich das gleiche, wir haben beide den Blumenkohl und das Rinderfilet gewählt. Die Vorspeise war lecker, aber ehrlicherweise war die Polenta irgendwie geschmacksneutral und die Wahl der Sauce zum Rind gewöhnungsbedürftig. Fabi fand sein Fleisch leider zäh. Bei mir ging es.

Zum Dessert wurde ein Gourmet Eclair mit Himbeeren und karamelisierten Pistazien gereicht. Dazu gab es noch kleine Täfelchen Schweizer Schokolade und als krönenden Abschluss nach dem Service für jeden Gast auch noch eine Lindorkugel, die man sich aus unterschiedlichen Sorten selbst wählen konnte. 

Frühstück

Gute 90 Minuten vor Landung wurde uns dann das Frühstück serviert. Noch vor dem Start wird bei Swiss der Ankreuzbogen ausgeteilt, der ausgefüllt wieder eingesammelt wird und ihr Euch morgens nicht noch groß entscheiden müsst. Euer Frühstück kann dann direkt serviert werden, nachdem ihr kurz gefragt wurdet, ob ihr zum Essen bereit seid. Natürlich kann so die Galley auch schon frühzeitig alles vorbereiten und der Service geht morgens direkt schneller.

Wir haben eine wilde Mischung gewählt und Fabi dazu noch als warme Variante die Quiche. War alles lecker, aber auch nicht herausragend.

Snacks

Nach dem Abendessen baut die Crew in der Galley kleine Snacks auf, von denen ihr Euch jederzeit bedienen könnt. Außerdem gehen die Flugbegleiter auch nochmal durch die Kabine und verteilen kleine Schokoladen.

Waschräume

Für die Business Class Gäste hält Swiss Airlines in der 777-300 ER insgesamt drei Toiletten bereit. Alle befinden sich bei der Galley an den Türen. Zwei davon rechts im Fluggerät, eine links. Auf unserem Flug war die Business Class bis auf zwei Plätze voll besetzt und so kam es zu den Stoßzeiten nach dem Essen und kurz vor der Landung zu einigen Wartezeiten.

Die Toilettenräume an sich sind nicht wirklich anders, als in anderen Klassen. Es gibt eine Wickelunterlage, die herutergeklappt werden kann und den einzigen Unterschied machen die zur Verfügung stehende Gesichtscreme, Handlotion und Face Mist – alles von der Marke Söder.

Service

So sehr wir immer über den Lufthansa Service schwärmen so sehr sind wir bei Swiss verhalten. Ehrlicherweise habe ich mich sehr auf diesen Flug gefreut und konnte die schweizer Gastfreundschaft gar nicht erwarten. Irgendwie ist die aber nicht bei uns angekommen. Grundsätzlich war der Service gut, aber der Funke ist nicht übergesprungen. Meine Flugbegleiterin war nett und es hat alles gut geklappt, aber auf Fabis Seite war es irgendwie schwierig. Aus unerfindlichen Gründen wurde er total oft vergessen oder – sicherlich unabsichtlich – ignoriert. Der kleine Plausch, den wir an Bord so schätzen ist gar nicht erst zustande gekommen.

Ankommen

Schon etwa eine halbe Stunde vor der Landung wurde auf unseren Monitoren angezeigt, dass wir im Satelliten an Gate S107 ankommen werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kabine dann auch schon auf die Ankunft in Bangkok vorbereitet und es gab wie üblich eine kurze Durchsage aus dem Cockpit zur aktuellen Lage und dem Wetter am Zielort.

Kurz darauf sind wir sicher und trotz verspätetem Abflug fast noch pünktlich gelandet. Nach einem nicht allzu langen Taxi haben wir am neuen Satellitenterminal in Bangkok unsere finale Parkposition erreicht. Die Fluggastbrücke wurde ziemlich schnell angefahren und so waren wir recht flott ausgestiegen.

Zielflughafen

Der Flughafen Bangkok Suvanabhumi ist mit Abstand der größte Thailands und der Heimatflughafen für die StarAlliace Airline Thai Airways. So gut wie aus allen flugtechnisch erreichbaren Hauptstädten der Welt gibt es Verbindungen hier her.

Die Wege sind relativ weit, aber gut ausgeschildert und viele Korridore mit den ikonischen Laufbändern ausgerüstet. Vom Sateliten kommt ihr mit einer unterirdischen Bahnverbindung in das Hauptterminal, wo auch die Einreise stattfindet. Und hier ein pro Tip: ganz rechts neben der Hauptschlange zur Immigration gibt es ganz klein ausgeschrieben eine Priority Passkontrolle, die Ihr als Business Class Fluggäste nutzen könnt. Hier geht es immer ziemlich schnell und bei uns waren eigentlich immer höchstens 4 andere Passagiere vor uns. Im Vergleich zur Schlange der anderen Gäste ein riesen Vorteil.

Direkt hinter der Einreise steht ihr auch schon in der Halle mit den Gepäckbändern. Diese ist wirklich enorm groß, aber super gut organisiert. Bis ihr durch seid sind Eure Gepäckstücke auf jeden Fall schon da! In unserem Fall wurde das Gepäck auf Band 9 für uns ausgegeben.

Ab- und Weiterreise

Angebunden ist der Flughafen super mit der Bangkok Airport Rail Link Bahnverbindung direkt in die Innenstadt. Selbstverständlich könnt ihr aber auch einfach ein Taxi oder ein grab nehmen. Letzteres hat mittlerweile einen eigenen pickup point zu dem Ihr Euch begeben müsst und von dem ihr dann abgeholt werdet.

Wir haben das direkt so gemacht und sind per grab zu unserem ersten Hotel in Bangkok, dem Kimpton Maa-Lai gefahren.

Fazit

Ich muss leider wirklich ein durchwachsenes Fazit für diesen Swiss Flug ziehen. Er war jetzt nicht schlecht, hat aber die Erwartungen wirklich nicht erfüllen können. Vor allem der Sitz und die fehlenden Amenities sind echt schade. Da habe ich mehr erwartet. Der Service war solide, aber eben auch nicht mehr. Das mag vielleicht an der sehr großen Business Class liegen, aber das sollte trotzdem bei den Fluggästen eigentlich nicht ankommen. Alles in allem war der Flug also wirklich eher so lala.

Punkte

Dieser Swiss Flug von Zürich nach Bangkok bekommt von uns 7 von 10 möglichen Punkten.

Wir ziehen einen Punkt ab für den Service, der einfach nicht so besonders freundlich und dazu auch ein wenig unkoordiniert war. Ein weiterer Punkt wir abgezogen, weil Swiss weder eine Matratzenauflage, noch Slipper, oder ein Schlafoberteil in der Business Class austeilt. Darüber hinaus geht ein letzter Punkt dafür drauf, dass der Swiss Sitz beim Schlafen einfach ziemlich unbequem und eng gestaltet ist. Die Kissen waren echt nicht toll und Fabi hatte im Liegen keinen Platz für seine Knie. Auf meiner Seite konnte ich meine Knie nur zu einer Seite legen. Dazu ist die Liegefläche auch nicht ausreichend für große Personen.

Airline Homepage

Swiss Airlines

Empfehlung

Swiss bietet in seiner Business Class in der Boeing 777 – 300 ER ein solides Produkt, das wir allen Gruppen okay empfehlen können. Geschäftsreisende, Paare, Alleinreisende und Familien sind hier gleichermaßen gut aufgehoben. Ihr solltet Euch gut überlegen, wo und wie ihr sitzen möchtet, aber eigentlich gibt es für jeden Geschmack auch einen passenden Sitz.

YouTube Review


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