Review #50
| Abflug geplant (tatsächlich) | 25.09. 19:30 (20:17) |
| Ankunft geplant (tatsächlich) | 26.09. 11:20 (11:50) |
| Flugzeit (tatsächlich) | 10:50 (10:33) |
| Verspätung | 47 Minuten bei Abflug 30 Minuten bei Landung |
| Flugzeugtyp (Kennung) | A330-900 neo (D-ARND) |
| Reiseklasse | Business |
| Platz | 6 A |
Inhalt
Anreise
Um an den Frankfurt Flughafen zu kommen gibt es bekanntermassen einige Möglichkeiten. So könnt ihr natürlich mit dem Auto anreisen, per ICE direkt zum Flughafen fahren oder eben auch über den Nahverkehr dort ankommen.
Startflughafen
Der Frankfurter Rhein-Main Flughafen besteht derzeit aus insgesamt zwei Terminals, wobei ein drittes bereits gebaut ist und aktuell für die Inbetriebnahme vorbereitet wird. Sobald das geschehen ist, wir man voraussichtlich das Terminal 2 für eine gewisse Zeit schließen um hier eine Generalüberholung durchzuführen. Könnte man ja eigentlich auch mal mit dem T1 machen, oder?
Als größter Flughafen des Landes werden hier aktuell rund 70 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt und Lufthansa nennt den Airport ihr Zuhause.
Check-in & Kofferaufgabe
Condor hat am Flughafen Frankfurt ihren eigenen und auch relativ großen Check-In Bereich im Terminal 1, Abschnitt C. Also ganz weit weg von der großen Konkurrenz der Lufthansa, die sich ja hauptsächlich in 1A und B breit macht. Hierbei gibt es diverse Self-Bag Drop Schalter, einige für die Economy Class und einige wenige für die Business Class. Als wir dort kurz vorbei geschaut haben war allerdings nicht besonders viel los. Da wir allerdings nur mit Handgepäck reisten konnten wir einfach online einchecken und die Bordkarte über die App herunterladen.
Sicherheitskontrolle
Die Sicherheitskontrolle könnt ihr in Frankfurt ja in jedem Terminalbereich nutzen und ich entschied mich für die Kontrolle im Abschnitt 1A, da man hier sämtliche Flüssigkeiten und auch Laptops im Koffer, bzw. der Tasche lassen kann, was natürlich das eigentliche Prozedere stark beschleunigt. Es war auch hier nicht besonders viel los und so war ich ziemlich schnell durch und auf dem Weg zur Lounge.
Lounge
Condor selbst besitzt keine eigenen Lounges und so ist es nicht verwunderlich, dass ihr in Frankfurt die vom Platzhirsch betriebenen Lounges der Lufthansa nutzen könnt. Allerdings nur die Business Class Lounges und nicht die Senator Lounges. Auch nicht mit entsprechendem Status bei Miles & More, da die Condor nicht Teil des Meilenprogramms und eben auch nicht der Star Alliance ist – genauer genommen sogar gar keiner Allianz angehört.
In Frankfurter Terminal 1B gibt es jedenfalls zwei Business Class Lounges, die sich in den jeweiligen Enden eine Etage höher befinden. Heißt: Sobald ihr von der Passkontrolle kommt, geht ihr in 1B nach links oder rechts, je nachdem zu welchem Gate ihr müsst. Dieser Flug wurde am Gate B48 abgefertigt und so ging ich also nach links zur Lounge. Da wurde Ende September 2024 noch das Oktoberfest Special mit einer Auswahl typisch bayerischen Speisen geboten.



Boarding
Und klar: nach der Lounge ist vor dem Boarding und so ging ich kurz vor Beginn des Boardings schon zum abfertigenden Gate. Spannend war hier am Gate zu sehen, dass kurz vor dem Boarding Condor eine mehr oder weniger richtig aggressive Upgrade Promotion fährt.
Was bedeutet, dass Euch beim Check-In am Schalter, hier am Gate und auch noch im Flieger die Möglichkeit angeboten wird für (ich glaube es waren 300 Euro p.P. / One-Way) in die Condor Business Class upgegradet zu werden. Auf der einen Seite ist das natürlich ein guter Preis, auf der anderen Seite schmälert das ein wenig den Wert des eigentlichen Tickets, oder? Was denkt ihr denn dazu und habt ihr diese Gate oder Check-In Upgrades vielleicht schonmal genutzt? Wenn ja, auf welcher Strecke und zu welchem Preis? Schreibt es gerne mal in die Kommentare!
Für uns ging das Einsteigen pünktlich los und da Condor keine Statusgäste hat startete der Boardingprozess in der Gruppe 1 auch direkt mit den Gästen der Business Class. Nach dem Gate ging es einen kurzen Flur entlang an dessen Ende über zwei Fluggastbrücken eingestiegen wurde. Business Class Gäste konnten die ersten nutzen und die Economy Class Gäste die zweite. So mussten nicht alle Economy Class Gäste durch die Business Class Kabine gehen und die Premium Gäste konnten es sich entspannt in ihren Sitzen bequem machen und sich einrichten.



Welcome
Ich wurde an der Tür freundlich begrüßt und zu meinem Platz gewiesen. Und schon kurz nachdem ich mich gesetzt hatte, gab es auch schon ein erfrischendes Tuch.

Start & Routing
Wir sind auf Grund von verspäteter Crew rund eine dreiviertel Stunde zu spät abgehoben in Richtung Bangkok und machten uns dann auch direkt auf den Weg in Richtung Starbahn West. Grobe Flugroute könnt ihr einmal dem Bild unter diesem Text entnehmen.

Quelle: flightradar24
Kabine & Sitz
Condor teilt diesen neuen Flieger in drei Klassen auf, wobei sich das eigentliche Produkt in der Economy und Premium Economy nicht direkt durch den Sitz, sondern lediglich durch den Sitzabstand unterscheidet. Jedenfalls gibt es hier eine 2 – 4 – 2 Konfiguration in beiden Klassen, hinten im Flieger verjüngt sich die Maschine, sodass dort in der Economy Class nur noch eine 2 – 3 – 2 Bestuhlung möglich ist.
In den acht Reihen Business Class sieht das allerdings ganz anders aus, denn hier gibts in der ersten Reihe den sogenannten Prime Suite, wie ihn die Condor selbst nennt. Das ist der ganz normale Sitz mit noch mehr n bisschen mehr Platz und einem richtigen Ottomanen für die Füße auf voller Sitzbreite. Dieser Sitz ist dann auch immer aufpreispflichtig.
Die Sitze sind in der Business Class bei Condor in einer 1 – 2 – 1 Konfiguration angeordnet. Immer abwechselnd entweder näher am Gang, oder näher am Fenster. In der Mitte ebenfalls im Wechsel zusammen und am Gang gelegen. Kann man sich so ein bisschen vorstellen wie bei der Thai Airways in deren Business Class in der 777-300 ER.

Quelle: aeroLOPA
Der Sitz
Mein Platz für diesen Flug ist 6A, also ein Einzelsitz auf der Fensterseite und auch direkt am Fenster gelegen mit der Ablagefläche als Trennung zum Gang. Am Sitz befindet sich schon bei Eurer Ankunft eine Decke, ein Kissen, eine Matratzenauflage und die Slipper. Letztere dann sogar im gestreiften Condor Design.
Der Tisch befindet sich angewinkelt unter dem Fernseher und den klappt ganz easy per Knopfdruck nach unten. Der Knopf war zwar ein bisschen schwer zu drücken, das System ist aber ultra praktisch, weil ihr den Tisch auch ganz zu Euch heranziehen, aber auch wieder wegschieben könnt.
Um den Sitz dann in die für euch passende Position einzustellen gibt es sechs unterschiedliche Tasten, die in die seitliche Konsole verbaut sind. So gibt es 3 voreingestellte Positionen und 3 Knöpfe mit denen ihr den Sitz individuell einstellen könnt.
Ebenso befindet sich am Platz, eine Leselampe, ein Set Noise-Cancelling Kopfhörer, eine Flasche Wasser und das Amenity Kit. Wie in vielen anderen Business Class Produkten so bietet auch Condor in seinen neuen A330 – 900 neo einen Dreipunktgurt, der auch zum Start und zur Landung voll geschlossen sein muss. Während des Fluges könnt ihr aber die Oberkörpergurt aushaken und lediglich den Beckengurt nutzen.
Unter der Ablage des Vordersitzes befindet sich Eure Fußablage und darunter ist ein Stauraum für Schuhe oder ähnliches verbaut. Eine weitere kleine Verstaumöglichkeit bietet die seitliche Konsole auf Kopfhöhe. Seitlich an der Ablagefläche stehen Euch diverse Lademöglichkeiten zur Verfügung.






Bett
Auf diesem Fluggerät ist es in der Condor Business Class zum ersten Mal möglich den Sitz mit nur einer Taste in ein komplett flaches Bett umzuwandeln. In den älteren Maschinen, war das ja immer nur eine schräge Liegefläche. Mit diesem Flugzeugtypen geht das also bei Condor erstmalig und enttäuschte nicht. Für das Bett legt ihr dann einfach die Matratzenauflage auf Euren Sitz. Geholfen wird Euch dabei bestimmt, wenn ihr fragt. Bei mir war das aber pro aktiv jetzt nicht der Fall.


Entertainment
Das Onboard Entertainment hat mir bei meinem Flug persönlich sehr gut gefallen. Sehr leicht zu bedienen per Touchscreen, war alles da was man braucht an Filmen, Serien, Moving Map etc. Das einzige was ich mir hier noch gewünscht hätten, wären vielleicht noch ein paar Videos zu Condor an sich, was ja bei Lufthansa, Thai oder Turkish in ihre Entertainment Programmen auch angeboten wird. Ihr könnt den Monitor aber auch über ein kleines mobiles Bedienelement steuern, dass in der seitlichen Konsole bei der Ablagefläche zu finden ist.
Übrigens fand ich das Safety Video von Condor richtig blöd. Seht Euch das bitte mal in Ausschritten auf der YouTube Review an. Das sieht so kindisch aus und mag zwar dem alten Produkt von Condor als Familien Ferienflieger entsprechen, aber dem neuen Produkt wird es nicht gerecht.


Amenities
Condor bietet seinen Business Class Gästen eine vierteilige Serie mit unterschiedlichen Geschenken – das finde ich super – bei mir gab es eine äußerst nützliche Thermostasche! Aber beim eigentlichen Amenity Kit bin ich ein bisschen ambivalent.
Mit dem Inhalt bin ich komplett fein, aber die Papierverpackung, in der die eigentlichen Artikel aufbewahrt werden zerstört die Wertigkeit ein bisschen. Das ist ökologisch natürlich ne gute Idee – versteht mich da bitte nicht falsch, aber wenn ich Business Class fliege erwarte ich da aber etwas hochwertigeres.

Essen, Trinken & Snacks
Leider hat auf diesem Condor Flug der Service wirklich ewig gedauert. Die netto Flugzeit waren 10,5 Stunden und wenn der erste Service erst nach drei Stunden absolviert ist, dann lief hier prozessual einiges schief. Denn bis es dann wieder Frühstück gibt beträgt die potentielle Restschlafenszeit noch nichtmal mehr ganze sechs Stunden.
Abendessen
Etwa eine Stunde nach dem Start ginge es los mit warmen gemischten Nüssen und dem Cocktailservice, gefolgt von der Vorspeise. Diese wird auf einem Tablett mit sämtlichen Beilagen und auch dem Käse Gang serviert. Das fand ich ziemlich komisch und auch ein wenig unpraktisch. Eigentlich gehört der Käse ja zum Nachtisch und wenn ich ihn erst nach der Hauptspeise essen möchte habe ich auf dem Tisch ein größeres Platzproblem.
Darüber hinaus waren die gesammelten Vorspeisen mit Salat und Brotauswahl so viel, dass all dieses Essen schon gereicht hätte, um komplett satt zu werden. und klar – das ist Meckern auf hohem Niveau, aber trotzdem. So viel Essen wäre einfach gar nicht notwendig.
Für den Hauptgang werden 3 Optionen angeboten, die Nachspeise hat keine Alternative. Beide Gänge waren sehr lecker und haben natürlich dann trotzdem noch reingepasst und wurden aufgegessen! 😉















Frühstück
90 Minuten vor der Landung war dann Zeit fürs Frühstück und da gibt’s, wenn wir einmal auf die Karte blicken nur die Waffeln und ein hartgekochtes Ei als warme Speise. Zumindest letzteres war ok, die Waffeln haben aber leider vollends versagt – die waren irgendwie völlige Matschepampe. Zusätzlich zum standardmäßigen Croissant gab es noch eine kleine Auswahl an Brötchen. Eine Auswahl wurde nicht gegeben und es kam einfach alles auf einem Tablett ungeachtet, ob einzelne Gäste Teile des Frühstückes gegebenenfalls gar nicht möchten.


Waschräume
Condor bietet seinen Business Class Gästen in diesem A330 -900 drei Toilettenräume. Einen Waschraum vorne beim Cockpit und zwei im hinteren Teil der Kabine, jeweils eine rechts und eine links. Die Räume waren schön groß und es gab Gesichts- bzw. Feuchtigkeitscreme, was heutzutage ja in den Business Class Toiletten schon mehr oder weniger Standard ist.
Für einen genaueren Blick in die Waschräume guckt Euch bitte einfach unser YouTube Video an.
Condor Service
Ich muss echt sagen, dass ich vom Service ein wenig enttäuscht gewesen bin – der war jetzt nicht unfreundlich, aber herzig ist auch anders. Dazu noch etwas langsam, sodass die Schlafenszeit ein wirklich minimiert wurde. Interessanterweise wurde das Lächeln auch mehr, als die Crew gemerkt hat, dass ich hier Fotos und kleine Videos mache.
Zielflughafen
Angekommen bin ich im neuen Satellitenterminal in Bangkoks Hauptstadtflughafen Suvarnabhumi. Hier fährt euch dann die Bahn in weniger als fünf Minuten ins Hauptterminal, in dem ihr dann, dank des Business Class Tickets, auch den Fast Track nutzen könnt. Das beschleunigt die Einreise auf wirklich weniger als 5 Minuten und so könnt ihr super schnell Euer Gepäck entgegennehmen und auf in die Stadt sie und das Land zu erkunden. Aber selbst ohne Fast Track dauert die Einreise in 95% der Fälle nicht länger als 10 Minuten. Glaubt uns.

Punkte
Für diesen Condor Flug DE 2363 vergeben wir 7 von 10 möglichen Punkten.
Da hätten wir zum einen Punkt Abzug für die Armlehne am Sitz, die einen wirklich schon sehr einschränken kann, wenn ihr groß gewachsen seid. Ebenfalls ziehen wir einen Punkt ab für den etwas lieblosen Service und nochmals einen für die inkonsistente Qualität beim Essen. Abgesehen davon ist die Condor Business Class aber wirklich ein tolles Produkt und auch der Flieger war sehr leise, neu und effizient was sein Verbrauch angeht. Das bringt uns als Gäste erstmal nicht so wahnsinnig viel, die Umwelt freut es aber und wenn die Airline dann auch noch den geringeren Verbrauch an Kerosin preislich an die Gäste weitergeben sollte, dann wird´s top!
Empfehlung
Empfehlen können wir Euch die Condor Business Class definitiv. Es kommt aber auch so ein bisschen drauf an, wie ihr reist. Als Paar wäre es doch ganz cool, wenn ihr zusammensitzen könnt und entsprechend auch die jeweiligen Sitze in der Mitte bucht. Für Allein– oder Geschäftsreisende empfehlen wir eher die Sitze am Gang oder dann am Fenster (wobei auch hier eher der Fenster-Gang-Sitz gemeint ist und nicht der direkte Fenster Sitz), aufgrund des Mehrangebotes an Platzes.
Airline Homepage
Fazit
Also fangen wir mal mit dem Hardprodukt, dem Sitz, an. Der ist echt gut, hat aber einen entscheidenden Nachteil, wenn ihr so wie ich am Fenster sitzen solltet. Denn da lässt sich leider, leider, leider die linke Armlehne, im Gegensatz zur Armlehne bei der Lufthansa im A350, nicht herunterfahren. Das kann dann doch schon etwas einengend wirken. Super ist aber, dass der Tisch sich so flexibel justieren lässt und auch die Qualität des Hauptganges war echt gut. Servicetechnisch wäre da bestimmt noch mehr drin gewesen und ich kann ja schon einmal spoilern – ich fliege dieses Produkt auch wieder zurück und da war das ganze dann ein wenig besser.
Unser Aufenthalt in der Phang Nga Bay
Wir haben uns für diesen Aufenthalt für die Phang Nga Bay entschieden und Hotel auf Koh Yao Yai und Koh Yao Noi ausgewählt. Den Rückflug habe ich ebenfalls, wie auch diesen Hinflug mit Condor durchgeführt. Als Hotels haben wir uns das Anantara Koh Yao Yai Resorts & Villas, das Cape Kudu auf Koh Yao Noi, sowie die TreeHouse Villas ebenfalls auf Koh Yao Noi ausgewählt. Zusätzlich haben wir auch noch im Hyatt Regency Phuket gewohnt.
Wie immer bleibt es spannend. Bleibt also dabei!
YouTube Review
Guckt Euch gerne auch das Video zum Beitrag auf YouTube an, denn da gibts noch mehr Video zum Text 😉
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