Ein Hong Kong Airlines Business-Class-Flug mit großem Sitz, aber kleinen Highlights – vom zähen Check-in bis zur komplett ausgefallenen Bordunterhaltung. Statt Luxus gab’s viel Luft nach oben und eine Crew hinter dem Vorhang. Klingt schräg? War’s auch. Aber lest am besten selbst!
Review #66
| Abflug – geplant (aktuell) | 04.01.2025 – 8:15 (8:27) |
| Ankunft – geplant (aktuell) | 04.01.2025 – 13:20 (12:58) |
| Flugzeit – geplant (aktuell) | (4:30) |
| Verspätung | bei Abflug 12 Minuten zu spät bei Ankunft 22 Minuten zu früh |
| Flugzeugtyp (Kennung) | A 330 – 300 (B-LHI) |
| Reiseklasse | Business |
| Plätze | 16 A & 17 C |
Disclaimer:
Leider wurden uns zwischen diesem Flug und der Veröffentlichung bei einem Einbruch der Laptop und unsere externe Datenbank mit sämtlichen Bilder des Fluges gestohlen. Glücklicherweise hatten wir aber alle Videos schon auf einem anderen Rechner gesichert.
Deshalb bleibt uns für diesen Beitrag leider nichts anderes übrig, als mit Screenshots aus den Videos zu arbeiten. Dementsprechend bitten wir beide die Qualität zu entschuldigen, die unserem Anspruch eigentlich nicht genügt und auch nicht mit dem Niveau der anderen Reviews mithalten kann. Trotzdem wollten wir Euch diese Review nicht vorenthalten.
Vielen Dank für Euer Verständnis & trotzdem viel Spaß beim lesen und entdecken!
Inhalt
Anreise
Zum Flughafen Denpasar (DPS) gelangt ihr in den allermeisten Fällen per grab / Taxi oder per privat organisiertem Transfer vom Hotel. Wir haben uns ganz unkompliziert, wie immer, wenn möglich, ein grab per App bestellt und brauchten aber trotz der frühen Stunde und der Nähe unseres Hotels zum Flughafen und der Abkürzung über die mautpflichtige Straße gute 25 Minuten vom Hyatt Regency Bali. Bedenkt immer, dass auf Bali quasi immer viel Verkehr ist und fahrt frühzeitig in Richtung Airport los!

Startflughafen
Der balinesische Flughafen Ngurah Rai Airport liegt in der Inselhauptstadt Denpasar und ist einer der größten Indonesiens. Er wird immer weiter und weiter ausgebaut, läuft aber schon seit einiger Zeit an der absoluten Kapazitätsobergrenze. So müssen die allermeisten ankommenden Flüge vor dem Flughafen noch ein oder oft sogar mehrere Runden drehen, bis sie landen können. Der Ausbau ist quasi endlos und immer wenn ihr nach ein paar Monaten wieder hier seid ist irgendetwas anders. Die Mischung aus 90er Jahre Charm, renoviert und ganz neu ist durchaus interessant, aber manchmal auch kurios.

Quelle: Bali-airport.com
Check-in & Kofferaufgabe
Am Flughafen Ngurah Rai angekommen werdet ihr an der Drop off Zone rausgelassen und geht dann in die Flughafenhalle mit Shops und Cafés. Am Ende dieser Halle müsst ihr dann nochmal durch eine Kontrolle. Hier wird Euer Flug abgefragt und alle Eure Gepäckstücke müssen ein erstes Mal durch einen Scanner. Pro Tip übrigens: Es gibt hier zwei Durchgangsmöglichkeiten. Die meisten Passagiere nutzen den linken und stehen unnötig lange in der Schlange. Ihr könnt aber auch durch den rechten gehen – letztendlich kommt ihr in der gleichen Schalterhalle raus. Und vor allem für Flüge mit Hong Kong Airlines kommt ihr beim rechten Durchgang direkt bei der richtigen Schalterreihe raus.
Schaut aber am besten, dass ihr in die eigentliche Schalterhalle nicht so wahnsinnig früh rein geht – hier ist es ziemlich eng und Sitzmöglichkeiten gibt es nur wenige. Verpflegung ist hier nicht mehr verfügbar.




Hong Kong Airlines bietet am Flughafen in Bali insgesamt 6 Check-in Schalter. Dabei sind 4 für Economy Class Gäste gedacht. Einer für Gäste mit Status oder online Check-in und ein letzter für alle Business Class Gäste.
Die Schlange am Business Class Schalter war nicht besonders lange, aber der Check-in Prozess für die beiden Parteien vor uns hat ziemlich lange gedauert und so haben wir bestimmt eine viertel Stunde lang gewartet, bis wir an der Reihe waren. Auch bei uns war der Prozess offensichtlich ziemlich umfangreich und hat sich ziemlich in die Länge gezogen.
Am Ende hatten wir aber unsere Boardingpässe in der Hand und unsere Koffer waren mit Priority Tag versehen auf dem Weg zum Flugzeug.


Sicherheitskontrolle
Zur zentralen Sicherheitskontrolle gelangt ihr am hinteren Teil des Raumes hinter einer Stellwand. Erst müsst ihr Euren Boardingpass scannen und dann Flüssigkeiten und elektronische Geräte aus Eurem Handgepäck nehmen bevor es durch einen Scanner läuft. Danach geht ihr lediglich durch einen Metalldetektor – einen anderen Scanner gibt es auf diesem Flughafen nicht.
Nach der Sicherheitskontrolle kommt ihr zur Passkontrolle, die ganz neu auch mit automatischen Kontrollschleusen ausgestattet ist. Diese könnt ihr auch mit neuen deutschen Pässen nutzen. Solltet ihr noch einen älteren Pass haben könnt ihr aber natürlich auch durch die gut alte Kontrolle mit einem Zollbeamten gehen – das dauert dann allerdings ein wenig länger.
Bei uns waren an der Sicherheitskontrolle nur zwei andere Fluggäste vor uns und bei der Ausreise gar niemand. Dementsprechend schnell waren wir durch und konnten durch die endlose Schlange an Duty Free Shops gehen.

Wartebereich / Lounge
Wir waren etwas spät dran und konnten für Euch dieses Mal leider keine Lounge ausprobieren. Aber natürlich habt ihr die Möglichkeit als Business Class Passagier die Premier Lounge zu nutzen. Als Priority Pass Inhaber könnt ihr allerdings auch die Concordia Lounge kostenfrei besuchen. Wir haben den Priority Pass als zusätzliches Benefit weil wir uns die Amex Platinum Card leisten, die eben unter anderem mit diesem, aber auch einigen anderen Benefits daher kommt. Solltet ihr mehr zur Amex Platinum Karte und den Vorteilen wissen wollen schreibt uns das gerne einfach in die Kommentare oder eine Mail. Wir helfen gerne weiter und können auch sagen, wann sie sich für Euch lohnt und wann nicht.
Boarding
Das Boarding unseres Hongkong Airlines Fluges lief über Gate 2, welches besonders praktisch direkt gegenüber des Ausgangs des Shoppingbereiches liegt. Sehr pünklich startete die Airline mit dem Einsteigeprozess und rief nach Gruppen auf. Dazu waren erst die Business Class und Status Gäste aufgefordert einzusteigen und danach die anderen Gruppen der Economy Class. Als wir ankamen war das Boarding allerdings schon im vollen Gange und wir ein wenig verwirrt. Als Business Class Gäste durften wir natürlich jeder Zeit einsteigen und sind dementsprechend auch direkt durch das Gate in Richtung Flieger gestartet.
Nach dem Scannen des Boardingpasses geht es eine Rolltreppe nach unten in die Fluggastbrücke. Diese teilt sich in zwei Finger, wobei der erste für Business Class Gäste reserviert ist und zum vorderen Eingang des Flugzeuges führt.





Welcome
Wir wurden sehr freundlich an Bord von einer Flugbegleiterin begrüßt und nach einem kurzen Blick auf unsere Bordkarte zu unseren Sitzen gewiesen. Einige Minuten nachdem wir uns gesetzt hatten konnten wir als Willkommensgetränk zwischen stillem Wasser und Orangensaft wählen.
Schon vor dem Start gab es die ersten Informationen aus dem Cockpit zur aktuellen Lade- und Zeitsituation, dass es auf Grund des Wetters wahrscheinlich nach dem Start erstmal ein wenig turbulent werden wird, der geplanten Flugzeit und dem Wetter in Hongkong.

Start & Routing

Für uns ging es an diesem Tag in der Hong Kong Airlines A330 – 300 quasi die ganze Zeit gerade aus immer in Richtung Norden. Von Denpasar aus ging es in eine Rechtskurve und dann einmal quer über Borneo und vorbei an den Philippinen über das Südchinesische Meer bis nach Hong Kong.
Quelle: Flightradar24
Kabine & Sitz
Hong Kong Airlines bietet in ihrem A330 – 300 eine 1 – 2 – 1 Sitzkonfiguration über 8 Reihen in einer Kabine ganz vorne im Flugzeug. Dabei sind die Sitze versetzt eingebaut – das heißt in den Fensterreihen sind Einzelsitze verbaut, die abwechselnd direkt am Fenster und zum Gang platziert sind. In den geraden Reihen sitzt ihr direkt am Fenster, habt viel mehr Privatsphäre und den besseren Blick aus dem Fenster. Auf den Gangplätzen kommt ihr einfacher zu Eurem Platz.
Auf den Mittelsitzen wechseln sich die Sitze immer ab. Sie sind abwechselnd in der Mitte zusammen, oder etwas auseinander verbaut. Somit sind erstere ideal für Paare oder zwei Personen, die gemeinsam reisen und letztere liegen direkt am Gang und sind wohl am besten für Alleinreisende geeignet.

Quelle: aeroLOPA
Individuelle Luftauslässe gibt es am Sitz in dieser Hong Kong Airlines Maschine leider nicht.
Normalerweise ist die vordere, also die Business Class Kabine von der Economy Class weiter hinten mit einem Vorhang abgetrennt. Dieser war zwar vorhanden, aber leider nicht zugezogen. Dafür aber während des gesamten Fluges der Vorhang zur vorderen Galley. Die Crew wollte also wohl eher für sich sein. Jeder Gang zur Toilette wurde leider auch mit eher strafenden Blicken quittiert und wir fühlten uns eher wie Eindringlinge, als zahlende Fluggäste.



Sitz
Ich saß auf 16 A am Fenster und Fabi hinter mir auf 17 C am Gang. Diese Review wird aufgrund der leider fehlenden Bilder eine Mischung aus beiden Sitzen sein. Schaut also für noch mehr Infos unbedingt auch unseren YouTube Beitrag.
Der Zugang zu meinem Sitz war tatsächlich zwar direkt vom Gang aus möglich, aber doch relativ schmal – ich würde irgendwas über 30 Zentimeter schätzen. Das war für mich jetzt kein Problem, aber für kräftigere Personen kann das durchaus herausfordernd sein.
Auf dem Sitz angekommen ist der Platz aber sehr geräumig und die Bank für die Füße in weitem Abstand zum eigentlichen Sitz. Ihr habt also super viel Freiraum für die Füße. Unterhalb der Fußbank befindet sich Stauraum für Schuhe oder ähnliches. Dieser ist allerdings nicht mehr zugänglich, wenn der Sitz nach vorne in die Liegeposition gefahren ist.

Neben zwei Sitztaschen für Magazine befindet sich nur noch unter der festen Armlehne eine kleine Verstaumöglichkeit. Laptops oder größere Dinge finden hier direkt am Sitz leider keinen Platz. In der Seitenkonsole verbaut findet ihr das Bedienelement für die Verstellmöglichkeiten des Sitzes. Ihr könnt, wie eigentlich bei allen Airlines zwischen drei voreingestellten Positionen wählen, oder die einzelnen Sitzteile individuell verstellen.
Direkt darunter ist die verkabelte Fernbedienung für das IFE verbaut. Mit dieser könnt ihr auch nach den Flugbegleitern rufen und die Lampe in der Kabinendecke bedienen.



Unten vorne in der Sitzkonsole findet ihr eine Steckdose, direkt neben Eurer Schulter eine Leselampe und neben dem hochgeklappten Tisch könnt ihr an einem integrierten Haken auch Eure Jacke aufhängen.


Der Tisch ist am vorderen Sitz verbaut und lässt sich einfach durch Drehen und nach unten klappen bedienen. Er lässt sich dann auch Richtung Monitor drehen, sodass ihr auch bei gedecktem Tisch aufstehen könnt. Sehr praktisch!


Mittelsitz
Die mittleren Sitze sind wie bereits beschrieben auch abwechselnd direkt nebeneinander oder durch die beiden Mittelkonsolen getrennt eingebaut. Die beieinander liegenden Sitze sind durch eine niedrige Trennwand voneinander abgeschirmt. Sollte auf der anderen Seite eine fremde Person sitzen könnt ihr diese Wand auch nach oben fahren und habt so ein wenig mehr Privatsphäre.



Bett
Selbstverständlich lässt sich der Sitz auch per Knopfdruck in ein komplett flaches Bett verwandeln. Dabei fährt die Sitzfläche nach vorne und die Rückenlehne in eine waagrechte Position. Die an der Kabinenwand liegende Armlehne fährt dabei mit nach unten und bietet so noch mehr Freiraum im Oberkörperbereich. Die Liegefläche ist dabei etwa 1,90 Meter lang.
Das Kissen war ziemlich prall und die Decke dafür aber umso dünner und nur sehr kurz – ich tippe auf eine Länge von 1,5 Metern. Dementsprechend ist es für große Menschen eher schwierig sich komplett zuzudecken.
An den Plätzen am Gang ist zu bedenken, dass die Privatsphäre wirklich gleich Null ist. Es gibt zum Gang hin absolut gar keine Abschirmung und in der Liegeposition liegt ihr quasi mit dem Kopf auf Fußhöhe Eures Gegenübers. Das ist natürlich vor allem bei langen Flügen durchaus zu bedenken!


Entertainment
Auf unserem Flug war leider komplett das IFE nicht funktionsfähig – glücklicherweise hatte ich Lesematerial dabei. Aber jetzt mal Scherz bei Seite. Das ist natürlich wirklich eigentlich ein Armutszeugnis. Der Umstand wurde mit keinem Ton erwähnt, oder gab es gar eine Entschuldigung. Der Flug war jetzt ja nicht sonderlich lang, aber auf einem Langstreckenflug hätte ich da durchaus ziemlich geflucht.
WIFI gab es an Bord dieser Hong Kong Airlines A330 – 300 leider nicht. Also gar nicht – auch nicht gegen Gebühr! Schon erstaunlich bei einer Airline, die aus einem so hoch technologisiertem Land kommt.

Amenities
Am Platz warteten auf uns schon ein Kissen und eine Decke, sowie eine kleine Flasche stillen Wassers. Darüber hinaus gab es leider nichts. Keine Slipper und auch kein Amenity Kit. Auch das ist bei kürzeren Flügen ja nicht so ungewöhnlich, aber trotzdem irgendwie immer schade.
Essen, Trinken & Snacks
Bereits vor dem Start wurden unsere Essenswünsche abgefragt. Es gab drei unterschiedliche Hauptspeisen – Omlett, eine asiatische Nudel Variante und Müsli als einfache & schnelle Möglichkeit. Es war leider nicht für alle Gäste genügend Essen geladen und so bekamen wir die Info, dass wir heute auf diesem Flug leider keines der Gerichte bekommen würden, sie aber schauen, was sie für uns machen können.
Erste Getränke kamen einzeln etwa 45 Minuten nach dem Start aus der Galley. Der Service funktioniert auf diesem Hong Kong Airlines Flug so, dass die Flugbegleiterin mit den Kaltgetränken auf dem Trolley durch die Kabine geht, die Bestellungen für die Heißgetränke aufnimmt und dann später direkt aus der Galley serviert. Wir konnten dann zu unseren Getränken ein wenig Gebäck haben und Fabi hat auch noch ein Gericht aus der Economy Class bekommen, das eher nicht so lecke war.
Es gab keinen weiteren Service mit dem Trolley durch die Kabine. Man konnte zwar immer im vorbeigehen auch noch weitere Getränke bestellen, aber proaktiv wurde nichts angeboten. Die Damen waren leider spätestens nach der Hälfte des Fluges quasi gar nicht mehr in der Business Class Kabine zu sehen. Und jedenfalls bei mir ging die Ruftaste am Controller nicht – dementsprechend musste ich zum bestellen aufstehen, oder eben halt warten bis eine der Damen vorbei kam.
Snacks
Zwischendurch Snacks sind auf diesem relativ kurzen Flug von 4:30 Stunden mit vollem Essens Service nicht verfügbar.


Waschräume
Die drei Toiletten der Business Class sind bei Hong Kong Airlines in keinster Weise anders ausgestattet, als in der Economy. Es gibt keine besonderen amenities oder ähnliches. Grundsätzlich waren die Waschräume sauber, aber bei weitem nicht super.
Die Toiletten im hinteren Teil der Kabine wurden auch von der Economy Class mitbenutzt. Eigentlich ist das glaube ich so nicht gedacht, aber kontrolliert hat das jetzt auch keiner. Die Toilette im vorderen Bereich der Kabine war jedenfalls ein wenig sauberer und neuer, oder einfach auch gepflegter.




Service bei Hong Kong Airlines
Der Service bei Hong Kong Airlines war im Grunde genommen freundlich aber leider äußerst zurückhaltend. Alle Flugbegleiterinnen (und es waren ausschließlich Damen!) waren konsequent mit FFP2 Maske unterwegs – allerdings hat auch die komplette Kabine geschnieft und gehustet.
Die Purserette war sehr nett, die anderen aber leider alle wirklich sehr sparsam mit Emotionen und vor allem auch Freundlichkeiten. Ich kenne das von den meisten Flügen wirklich anders und habe das von dieser Hong Kong chinesischen Airline auch wirklich anders erwartet. Unsere Erwartungen wurden dementsprechend leider auch herbe enttäuscht.
Unsere allgemeine Wahrnehmung zum Service auf diesem Flug war eher die, dass die Fluggäste irgendwie gestört haben. Eigentlich wollten die Damen offensichtlich eher sprichwörtlich hinter zugezogenem Vorhang unter sich sein.
Ankommen
Eine halbe Stunde vor der Landung gab es nochmal eine Durchsage des Flugkapitäns zur verbleibenden Flugzeit von 30 Minuten und der geplanten Landezeit um 12:55. Dazu durfte natürlich die Wetteransage und die aktuelle Temperatur vor Ort in Hong Kong nicht fehlen.
An unserem Ankuftsgate D212 waren wir relativ zügig angekommen und auch die Passagierbrücke war schnell angefahren. Auch hier konnten die Gäste über zwei Türen aussteigen, sodass der Aussteige Prozess schnell von statten ging. Die Business Class Gäste durften als erste aussteigen.
Zielflughafen
Der Flughafen Hongkong ist dramatisch in die Bucht vor der Stadt gebaut und wird derzeit um einen zweiten riesigen Satelliten ergänzt. Auch hier reicht die aktuelle Kapazität nicht mehr aus und der Flughafen muss erweitert werden. Ich finde den Flughafen wirlich super. Er ist sauber und übersichtlich, sieht immer noch so aus, als wäre er gerade erst gebaut worden und ist natürlich top modern ausgestattet.




Quelle: Airportmaps.com
Für uns ging es mit dem Airport Express Train direkt vom Flughafen in die City. Der Zug fährt direkt vor dem Terminal ab und hat Haltestellen in Kowloon und Hong Kong. Es fährt etwa alle 10 Minuten ein Zug ab und braucht bis nach Central gute 20 Minuten und ihr könnt während der Fahrt schon mal erste fantastische Blicke auf diese großartige Stadt werfen. Tickets könnt ihr direkt am Durchgang zum Bahnhof noch im Terminal easy kaufen. Eine Fahrt kostete zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes etwa 25 Euro.
Selbstverständlich könnt ihr auch ein Taxi nehmen, oder mit dem Bus fahren. Ersteres ist aber durchaus kostspielig und zweitens zwar günstig, aber dauert eben auch am längsten. Wir übernachten hier im JW Marriott und im W Hotel – bleibt also dran und checkt mit uns die beiden Hotels aus!

Fazit
Flug HX 706 mit Hong Kong Airlines war an diesem Tag wirklich leider eher basic. Klar – es gab einen kompletten Business Class Sitz, der auch zu einem Bett umgewandelt werden konnte auf so einer relativ kurzen Flugstecke – immerhin-, aber der Rest hat leider ziemlich enttäuscht.
Das Fluggerät und die verbauten Sitze waren absolut nicht mehr up-to-date und der Service rudimentär da, aber von Gastfreundschaft oder sich gar an Bord willkommen geheißen fühlen konnte keine Rede sein. Die Frühstückssituation war schwierig und kein funktionierendes IFE ist schon eine Ansage.
Alles in allem also durchweg ein sehr mittelmäßiger Flug. Er hat grundsätzlich das geliefert, was notwendig war – sicherer Flug von A nach B in einer Premium Kabine – aber mehr eben auch absolut nicht!
Punkte
Wir geben diesem Flug HX 706 von Hong Kong Airlines auf der Strecke von Denpasar nach Hong Kong leider lediglich 5 von 10 möglichen Punkten.
Hier ist einfach wirklich viel zu viel schief gegangen. Von daher mache ich es heute mal anders und zähle einfach nur die einzelnen Themen auf, die für einen Punktabzug gesorgt haben:
- das IFE war nicht funktionsfähig
- der Service war absolut nicht freundlich
- der Check-in hat Ewigkeiten gedauert
- die Frühstückssituation war schwierig
- die Kabine inkl. Waschräume war wirklich alt und nicht besonders sauber
Empfehlung
Also – was soll ich hier schreiben. Wie gesagt, wir sind pünktlich und sicher an unser Ziel gekommen. Aber die Tatsache, dass ich mich quasi über den gesamten Flug wie ein Störfaktor gefühlt habe ist schon eine Aussage. Dementsprechend wäre ich hier eher vorsichtig mit einer Empfehlung. Klar – für die kurze Stecke in einer Wide-body Business Class Kabine zu sitzen ist super. Aber beim Rest hat es einfach nicht gepasst.
An dieser Stelle allerdings nochmal kurz der Hinweis: nur weil es bei uns nicht geklappt hat und wir enttäuscht waren von diesem Flug mit Hong Kong Airlines heißt das noch lange nicht, dass es bei Euch genauso sein muss. Vielleicht habt ihr ja ein neueres Flugzeug und eine fantastische Crew auf diesem Flug. Wir wünschen es Euch.
Schreibt uns doch mal in die Kommentare, wie Eure Erfahrungen mit Hong Kong Airlines – vielleicht sogar auf dieser Strecke – sind!
Airline Homepage
YouTube Review
Wenn ihr jetzt Lust habt noch mehr über diesen Flug zu erfahren, dann schaut doch einfach auch unsere YouTube Review. Viel Spaß!
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