Zwischen ikonischer Nostalgie und einem Hauch von „in die Jahre gekommen“ fühlt sich dieser Flug LH 729in der Boeing 747-400 fast wie eine kleine Zeitreise an. Ganz vorne in der Nase – mit ungewöhnlich viel Platz und einem Blick, den man so heute kaum noch bekommt – trifft echtes Queen-of-the-Skies-Feeling auf ein Produkt, das längst nicht mehr ganz mithalten kann. Warum dieser Flug trotzdem etwas Besonderes war und uns noch lange im Kopf bleiben wird, erfahrt ihr in dieser ausführlichen Review.
Review #118
| Abflug – geplant (aktuell) | 12:00 (12:49) |
| Ankunft – geplant (aktuell) | 18:50 (19:15) |
| Flugzeit – geplant (aktuell) | 13:50 (13:26) |
| Verspätung | 49 Minuten bei Abflug 25 Minuten bei Ankunft |
| Flugzeugtyp (Flugzeugkennung) | Boeing 747 – 400 |
| Reiseklasse | Business |
| Plätze | 1 H & 1 K |
Inhalt
Anreise
Für uns war auf dieser Reise der Flughafen Shanghai Pudong nur ein Zwischenstopp auf der Heimreise von Bangkok. Am Vortag waren wir mit dem Ethiopian Airlines Flug ET 608 von Bangkok aus nach Hong Kong geflogen, um dann kurz darauf in der Premium Economy von Cathay Pacific weiter nach Shanghai PVG zu fliegen. Hier haben wir eine sehr kurze Nacht im Holiday Inn direkt am Flughafen übernachtet und waren äußerst positiv überrascht. Tags drauf ging es dann weiter zur letzten Etappe mit diesem Flug nach Frankfurt in der Business Class des Lufthansa in deren wunderschöner Boeing 747 – 400.
Ein kleines Highlight ist die Anbindung in die Stadt. Mit dem Transrapid (Maglev Train) geht’s in wenigen Minuten mit bis zu 430 km/h Richtung Innenstadt – allein dafür lohnt sich die Anreise schon fast.
Wir musste aber ja nur kanpp 10 Minuten vom Hotel aus durch diverse Gänge laufen, um im Terminalgebäude angekommen zu sein. Die kürzeste Anreise ever!



Startflughafen
Der Shanghai Pudong International Airport ist einer dieser Flughäfen, bei denen man direkt merkt: Hier läuft alles auf internationalem Großformat. Eröffnet wurde der Airport 1999, um den stetig wachsenden Flugverkehr in Shanghai zu bewältigen – und seitdem wurde ordentlich ausgebaut. Heute gehört Pudong zu den wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuzen Asiens.
Der Flughafen besteht aktuell aus zwei großen Terminals (T1 und T2), die durch Shuttlebusse miteinander verbunden sind. Beide sind modern, weitläufig und klar strukturiert – trotzdem gilt: Die Distanzen sind nicht ohne. Wer hier umsteigt oder ein weit entferntes Gate hat, sollte definitiv etwas extra Zeit einplanen.
Architektonisch ist alles auf Größe und Effizienz ausgelegt: viel Glas, breite Hallen, hohe Decken. Gerade Terminal 2 wirkt dabei nochmal etwas moderner und cleaner. Trotz der Dimensionen ist die Beschilderung gut verständlich – auch für internationale Reisende die nicht chinesisch sprechen.
Wie an vielen großen Airports in China gilt auch hier: Sicherheits- und Passkontrollen können Zeit kosten und sind in China oft etwas strenger organisiert. Also lieber entspannt planen und nicht auf den letzten Drücker kommen. Dafür erlebt ihr einen Flughafen, der perfekt zeigt, wie dynamisch und groß gedacht Shanghai ist.
Check-in & Kofferaufgabe
Wir hatten natürlich schon frühzeitig online eingecheckt und in der App auch unsere Plätze ausgewählt. Dementsprechend mussten wir unsere Koffer eigentlich nur noch am Baggage Drop off abgeben. In Shanghai müssen allerdings alle Passagiere nochmal zum Check-in Desk und so eben auch wir. Also auf zu Terminal 2, Reihe C wo tollerweise die einzelnen Reiseklassen mit Schlangen voneinander abgetrennt sind. Direkt beim Eingang jeder Schlange wird die jeweilige Klasse nochmal gecheckt, bevor ihr Euch überhaupt anstellen könnt.
Vor uns stand in der Business Class Reihe nur eine Person und so waren wir nach wenigen Minuten auch schon dran. Der Check-in an sich ging super schnell und der Agent am Desk war sehr freundlich. Innerhalb weniger Minuten waren also unsere Koffer aufgegeben und wir hatten unsere Boardingpässe in den Händen.




Sicherheitskontrolle
Zentral in der Mitte des Terminalgebäudes gelegen werden auf dem Weg zu den Sicherheits- und Passkontrollen erstmal die Zugangsberechtigungen geprüft, in dem die Boardingpässe an vollautomatischen Gates gescannt werden müssen. Danach findet die Passkontrolle an ganz klassischen Kontrollpunkten mit Grenzbeamtinnen statt. Direkt danach wird die Sicherheitskontrolle durchgeführt – für Business Class Gäste gibt es dabei eine eigene Spur. Hier stand genau eine andere Person vor uns und wir waren innerhalb von wenigen Minuten durch und auf dem Weg zur Lounge.

Lounge
Wir konnten als Business Class Gäste natürlich auch eine der vielen Lounges nutzen, die die Star Alliance am Flughafen Shanghai Pudong anbietet. Neben vielen Partner Lounges hat hier aber natürlich auch Air China ihre Lounge, die wir für unseren Besuch gewählt haben. Der Zugang ist zwar etwas versteckt, aber gut ausgeschildert. Die zweistöckige Lounge bietet vor allem eines – wahnsinnig viel Platz. Auf unzähligen Sitzgelegenheiten, vor allem aber Sesseln könnt ihr es Euch hier gemütlich machen.











Neben einem ziemlich ordentlichen Angebot an warmen, vor allem natürlich asiatischen, Speisen könnt ihr Euch selbstverständlich mit Weinen, Sekt und Bier, sowie Heißgetränken und Softdrinks versorgen. Auch Meetingräume und Duschen stehen zur Verfügung. Einen wirklich schönen Ausblick hat man allerdings aus der Lounge leider nicht.









Boarding
Von der Lounge aus waren es nur wenige Meter zu Gate D77. Dort angekommen waren schon Schilder für die einzelnen Boardinggruppen aufgestellt und zur Vorbereitung des Einsteigevorgangs waren zwei Mitarbeitende zur Stelle, die ausschließlich alle Reisenden in die richtigen Schlangen wiesen. Zum pünktlichen Boardingbeginn wurden als erstes die Gäste mit kleinen Kindern bis 6 Jahre alt und die Personen, die Hilfe beim Einsteigen benötigen augerufen einzusteigen. Danach wurden die einzelnen Gruppen aufgerufen. Gruppe 1 war nicht vorhanden und so startete das reguläre Boarding mit der Gruppe 2, also den Business Class Gästen und Senatoren.




Nach der Boardingpasskontrolle am Gate Counter ging es links eine Rolltreppe nach unten, die direkt zur Fluggastbrücke führt. Dort durften wir als Business Class Gäste die erste Tür nehmen und Richtung Flugzeug gehen.





Welcome an Bord
An der Flugzeugtür wurden wir sehr freundlich begrüßt, unsere Boardingpässe nochmals geprüft bevor wir zu unseren Plätzen gewiesen wurden. Zur Begrüßung standen an den einzelnen Plätzen schon je eine Tüte mit gemischten Nüssen und getrockneten Beeren bereit, die ihr zu den sogleich servierten Getränken genießen könnt. Zur Auswahl stand Champagner, Wasser, Orangensaft oder der hauseigene Drink Avionic.


Start & Routing
Mit knapp 50 Minuten Verspätung sind wir in diesen 14-stündigen Tagflug in Richtung Deutschland gestartet. Nach einem ziemlich rumpeligen Start war es auch zwischendurch in der Kabine immer mal wieder ganz schön wackelig und unruhig. Auf Grund der geopolitischen Konflikte Anfang März 2026 gestaltete sich die Flugroute doch sehr interessant. Wir sind also erstmal eine ganze Weile in Richtung Nordwesten geflogen, bevor wir in einer sehr langgezogenen Schlangenlinie immer gen Westen über China, Kasachstan, das Kaspische Meer, Georgien, das schwarze Meer und quer über den Balkan bis nach Frankfurt unterwegs waren bevor wir dort mit einer knapp halbstündigen Verspätung gelandet sind..



Quelle: flightradar24.com
Kabine & Sitz
Die Lufthansa fliegt die Boeing 747 – 400 in einer einzigen Ausführung und zwar mit 45 Sitzen in der Business Class aufgeteilt im Haupt- und Oberdeck, sowie 32 Sitze in der Premium Economy mit einer 2 – 4 – 2 und 272 Sitze in der Economy mit einer 3 – 3 – 3 Konfiguration. Beide letztere Klassen befinden sich ausschließlich auf dem Hauptdeck.


Quelle: aeroLOPA.com
Die Queen of the Skies bietet bei der Lufthansa in der 747 – 400 Konfiguration eine wirkliche Besonderheit! In dieser Maschinenvariante ist keine First Class verbaut und so könnt ihr auch als Business Class Gäste nicht nur im berühmten Oberdeck, sondern auch ganz vorne in der Nase des Flugzeuges sitzen und damit sogar noch vor den Piloten. Diese sitzen vor dem Oberdeck und haben vorn dort auch ihren Zugang zum Cockpit. So steht auf dem Maindeck der komplette Platz für Sitzplätze zur Verfügung.
Links der vorderen Tür, also vorne in der Nase sind die Sitze jeweils rechts und links entlang der Kabinenwände in einer 2 – 2 Konfiguration angeordnet, wobei auf Höhe zwischen den Reihen 4 und 5 noch Platz für einen zusätzlichen Einzelplatz in der Mitte der Kabine bleibt. In der dahinter liegenden größeren Kabine sind die Sitze in einer wirklich überhaupt nicht mehr aktuellen 2 – 3 – 2 Anordnung eingebaut und im Oberdeck ist eine 2 – 2 Konfiguration verbaut. Dabei zeigen die Sitze immer leicht schräg versetzt in Richtung Kabinenwand und in der Mitte mit den Fußenden zueinander. Dementsprechend zeigen alle immer vom Gang weg und bieten so wenigstens ein bisschen mehr Privatsphäre.
Interessanterweise fanden wir es beide hier vorne in der kleinen Kabine ungleich ruhiger, als in der dahinter liegenden. Woran genau das liegen mag kann ich nicht sagen, aber wir empfanden das als wirklich sehr angenehm.


Die aktuelle (alte) Business-Class-Bestuhlung in der 747 – 400 von Lufthansa entspricht noch dem bekannten, inzwischen etwas in die Jahre gekommenen Sitzkonzept – ein Produkt, das gleichermaßen Stärken wie Schwächen mitbringt und deshalb auch immer wieder kontrovers diskutiert wird. Die neue Allergis Kabinenbestuhlung wird ja momentan mit Nachdruck in alle noch verbleibenden Flugzeuge eingebaut.
Diese Anordnung der Sitze sorgt für Nähe zwischen den beiden Sitznachbarn, was insbesondere für gemeinsam reisende Paare ein echter Vorteil ist. Gerade wenn man zu zweit am Fenster sitzt, entsteht ein angenehmes, kommunikatives Reisegefühl. Gleichzeitig ermöglicht die Sitzgeometrie auch dem Gangplatz noch einen Blick aus dem Fenster – ein Detail, das man so nicht in jeder Business Class findet. Wenn ihr allerdings alleine reist kann die Nähe zum Nachbarn natürlich gegebenenfalls auch stören.
Am Sitz selbst finden sich zahlreiche durchdachte Features. Besonders praktisch ist die doppelte Armlehne zwischen den Sitzen, die sich hervorragend als Ablage für Getränke, Smartphones oder kleinere Gegenstände eignet. In dieser Mittelkonsole sind zudem der Tisch sowie die kabelgebundene Fernbedienung für das Entertainment-System integriert.
Der Tisch lässt sich durch Anheben einer Abdeckung ausfahren und anschließend flexibel bewegen: vor- und zurückschieben sowie seitlich schwenken. Letzteres ist ein echtes Highlight, da man auch bei ausgeklapptem Tisch problemlos aufstehen kann, ohne ihn verstauen zu müssen.
Die Sitzverstellung erfolgt über ein Bedienfeld in der Mittelkonsole. Neben voreingestellten Positionen lassen sich auch individuelle Einstellungen vornehmen, inklusive Regulierung des Härtegrads. Genau hier zeigt sich allerdings auch das Alter des Produkts: Die Funktion zur Anpassung der Sitzhärte arbeitet nach all den Jahren nicht mehr bei jedem Sitz zuverlässig.
Das generelle Stauraumangebot ist allerdings überschaubar. Größere Gegenstände lassen sich nur eingeschränkt verstauen. Ein kleines Fach hinter den Monitoren ist vorhanden, reicht aber nur für Zeitschriften oder Laptops aus. Zusätzlich gibt es ein Schuh- bzw. Taschenfach unter dem Ottomanen sowie ein weiteres kleines Fach daneben in dem schon vor dem Start eine Flasche Wasser wartet.
Ein charmantes Detail ist der kleine Haken am Sitz – ideal, um Brille oder Jacke ordentlich zu verstauen. Gleichzeitig gibt es aber auch weniger gelungene Lösungen: Eine kleine Ablage unterhalb der Konsole lädt zwar dazu ein, Dinge wie Wasserflaschen abzulegen, wird jedoch schnell zur Falle. Sobald der Sitz verstellt wird, können diese Gegenstände unter die Sitzmechanik rutschen und im Bereich der Elektronik verschwinden. Ich habe zum Beispiel dem Sitznachbarn auf der anderen Seite des Ganges dabei geholfen seine Montblanc Füller aus den Eingeweiden des Sitzes zu fischen, nachdem er genau dort hinein gefallen war.
Ein klarer Nachteil ist aus unserer Sicht, dass auch in diesem Fluggerät der Lufthansa eigene Luftauslässe in der Kabinendecke fehlen komplett, was die individuelle Klimaregulierung erschwert.











Selbstverständlich könnt ihr Euren Sitz auch über das Touchpad in der Mittelkonsole per Knopfdruck in ein vollständig flaches Bett verwandeln. Der Sitz an sich ist mit Luft gepolstert und der Härtegrad kann ebenfalls per Konsole angepasst werden. Ich persönlich finde die Polster zum Schlafen so okay bequem.
Für mehr Bequemlichkeit und vor allem für mehr Komfort und Platz im Schulterbereich kann die jeweils äußere Armstütze auf Sitzkissen Niveau runtergefahren werden. Das etwa 2 Meter lange Bett kann mit der Matratzenauflage noch bequemer und vor allem wenigstens ein bisschen hygienischer gemacht werden.
Aber das wirklich, wirklich besondere an diesem Sitz ist eigentlich, dass in Reihe 1 die Fußablage einfach quasi als Bank von Kabinenwand zu Kabinenwand durchgezogen und nur von senkrechten Abtrennungen unterteilt wird. So ist hier echt richtig viel Platz für die Füße und die Fußbank kann auch als eine zusätzliche Ablagemöglichkeit genutzt werden. Bei allen anderen Sitzen ist der Fußbereich immer ein wenig beengt und so kann ich diesen Platz wirklich nur wärmstens empfehlen.
Entertainment
Das Entertainment fokussiert sich natürlich auch hier bei Lufthansa auf den Monitor, der entsprechend dem Alter des Fluggerätes durchaus gar nicht mal so groß ist. Das Inflight Entertainment System bietet dabei neben Filmen und Serien natrülich auch noch Musik, Spiele und Informationen über die Airline und auch eine moving map, bei der ihr Euren aktuellen Standort lokalisieren und den Flugverlauf nachverfolgen könnt.
Selbstverständlich stellt die Airline auch ordentliche Kopfhörer zur Verfügung, die für das Entertainment Programm genutzt werden können. Steuern könnt ihr das System leider hier nicht per Touchscreen sondern per verkabelter Fernbedienung. Diese hat auch ein Touchpad über das ihr Eure Maus auf dem Bildschirm navigieren könnt. Nicht ganz neu und auch nicht wirklich Fehlerfrei, aber okay in der Funktion.




Für alle Reisenden ist die Nutzung des onboard Wifi kostenlos möglich. Das Streamen ist allerdins aufgrund des hohen Datenverbrauches nicht möglich und so könnt ihr ausschließlich Soziale Medien und Mailprogramme nutzen. Wobei auf diesem Flug das Netz nicht besonders stark war und leider auch über längere Zeiträume nicht verfügbar.



Amenities
Schon beim Einsteigen liegen an jedem Platz der Business Class ein Kopfkissen, eine Decke, sowie Slipper und eine Matratzenauflage für Euch bereit. Zusätzlich ist das Amenity kit mit einer kleinen Flasche Wasser in dem kleinen Staufach unter der Fußablage verstaut. Das Amenity Kit beinhaltet neben Socken, einer Schlafmaske, Handcreme und Lipbalm auch noch eine Zahnbürste mit -creme, sowie Ohrstöpsel, ein Erfrischungstuch und Schutzüberzieher für den Kopfhörer. Interessanterweise gab es auf diesem Flug kein Pyjama Oberteil, wie es auf Langstreckenflügen mit Lufthansa eigentlich Tradition ist.

Essen, Trinken & Snacks
Die Menükarten für diesen Flug waren schon zum Boarding an den Plätzen verstaut. Lufthansa bietet auf einem Langsteckenflug ja immer zwei Essensrunden an, bei der es zu Beginn immer das große Drei-Gänge-Menü gibt jeweils mit drei Auswahlmöglichkeiten für Vorspeise und Hauptgericht , sowie kurz vor der Landung nochmal eine Auswahl aus zwei warmen Speisen. In diesem Falle – einem Tagflug – bekamen wir also ein Mittag- und ein Abendessen serviert.
Kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe gab es für jeden Gast ein heißes Tuch und danach wurde die erste Getränke Runde mit einem Amuse-Bouche bestehend aus Kürbis mit Schafskäse serviert. Danach wurden die Bestellungen für das Mittagessen entgegengenommen, aber es dauerte noch etwa eine halbe Stunde bis die Vorspeise mit dem Salat gemeinsam auf einem Tablett serviert wurde. Hier haben wir uns beide für den Parmaschinken mit Spargel entschieden. Zusätzlich konnten wir aus verschiedenen Brötchen- und Brotvarianten wählen.
Das gewählte Hauptgericht – Rinder Short Ribs – wurde im Anschluss auf das gleiche Tablett serviert. Zwischen den Gängen gab es diverse Getränkerunden. Danach konnte ein Käse Zwischengang gewählt werden, den wir aber beide ausgelassen haben. Für uns gab es als krönenden Abschluss dann noch eine wirklich leckere Zitronentarte als Nachtisch. Bis alles abgeräumt war, waren allerdings tatsächlich schon sagenhafte 3 Stunden der Flugzeit vergangen. Fabi und ich haben mehrfach nachgerechnet – aber das stimmte so. Für einen sehr langen Tagflug wie diesen ja eigentlich kein Drama, aber irgendwie schon ziemlich langwierig der Service, oder was meint ihr?




Nach dem Mittagessen wurden alle Fluggäste quasi zu einem Zwangs Mittagsschläfchen versetzt, indem alle Fensterblenden in der Kabine geschlossen wurden. In der großen Galley hinter der Hauptkabine wurden danach einige süße und salzige Snacks für zwischendurch bereitgestellt. Interessanterweise haben Fabi und ich uns nach knapp 8 Stunden darüber unterhalten, dass es irgendwie auch hart ist, dass es auf einem 14 Stunden Flug zwischen den zwei Hauptmahlzeiten eigentlich grob 8 Stunde nichts mehr zu essen gibt – und schwups. Wurden uns auf einem Trolley kleine Häppchen serviert. Dieser Zwischenservice kam unerwartet – er stand nicht auf der Menükarte – war uns aber eine willkommene Überraschung.



Etwa 2 Stunden vor der Landung wurde dann das Abendessen serviert. Dabei gab es die beiden Gänge zusammen auf einem Tablett serviert und auch hier wieder eine Auswahl an Brötchen. Fabi hatte sich für den Lachs entschieden, ich für das Hähnchen, das geschmacklich ganz wunderbar an den zurückliegenden Aufenthalt in Thailand erinnerte. Wirklich besonders lecker war aber die Schokomouse.


Sollten Euch die Menüs interessieren könnt ihr diese in unserem YouTube Video sehen.
Nach dem Mittagessen gab es für alle Gäste auch noch zwei leckere Pralinen und kurz bevor die Kabine zur Landung vorbereitet wurden bekamen alle Passagiere auch noch eine kleine Schachtel mit Lufthansa gebrandeten Pralinen.



Waschräume
Für Business Class Gäste stehen insgesamt 5 Waschräume zur Verfügung. Auf dem Hauptdeck gibt es jeweils bei den beiden Türpaaren zwei Toiletten und auf dem Oberdeck auch nochmal eine vorne beim Cockpit. Die vier Waschräume unten haben spannenderweise keine typischen Falttüren, sondern richtige Türen – was die Nutzung ein wenig angenehmer macht. Grundsätzlich unterscheiden sich die Toiletten jetzt nicht wirklich von denen in der Economy Class. Es stehen hier lediglich noch Mundwasser, Bodylotion und Erfischungstücher für Euch bereit.



Service
Der für uns zuständige Flugbegleiter hat die vordere, kleinere Kabine alleine gerockt und war ganz schön am rotieren. Ich fand, er hat seine Arbeit sehr nett und freundlich, aber zurückhaltend gemacht. Klar – der Service beim Mittagessen war ziemlich langsam, aber wahrscheinlich alleine einfach nicht schneller machbar.
Ich habe mich während des gesamten Aufenthaltes sehr willkommen und gut aufgehoben gefühlt, aber finde trotzdem, dass häufiger ein Gang durch die Kabine mit dem Getränke Trolley angebracht gewesen wäre.
Ankommen
Nach einem gar nicht mal so langen Taxi, das eigentlich am Flughafen Frankfurt üblich ist standen wir schon am Gate und die Fluggastbrücken waren auch ziemlich schnell angefahren. Dementsprechend waren wir innerhalb weniger Minuten nachdem wir die Parkposition erreicht hatten auch schon auf dem Weg zum Gepäckband.

Zielflughafen
Noch während wir ausgestiegen sind hat Lufthansa eine Push Benachrichtigung mit der Information gesendet, dass unsere Koffer auf Gepäckband 20 ausgeliefert werden. Und sobald sich das Gepäckband mit den ersten Taschen und Koffer in Bewegung gesetzt hat gab es die zweite Benachrichtigung. Insgesamt sind ja alle Reisenden mit Zielflughafen Frankfurt einiges an Leid gewohnt, betreffend der Gepäckauslierferung. Aber bei diesem Flug hat alles ziemlich gut geklappt und wir mussten nur etwa 10 Minuten warten, bis wir unsere Koffer vom Band heben konnten.




Fazit
Was für ein Flug. Fast 14 Stunden in der ersten Reihe der Business Class ist ein wirkliches Erlebnis. Die Sitze sind alt – das braucht niemand mehr zu bemängeln. Lufthansa arbeitet ja auch mit Nachdruck daran, das neue Sitzprodukt Allergis schnellstmöglich in alle Flugzeuge einzubauen. Nach und nach gelingt das aktuell ja auch ganz gut. Der doch eher zurückhaltende Flugbegleiter, der für uns zuständig war hat sich zwar nett um uns gekümmert, aber das typische freundliche und warme Gefühl des Willkommenseins hat mir auf diesem Flug ein wenig gefehlt.
Beim Essen muss ich sagen, dass auf 14 Stunden Tagflug zwei Mahlzeiten mit einem kleinen Zwischensnack doch ein wenig dürftig sind. Noch dazu, da es auch zwischen den Mahlzeiten auch wirklich nur sehr begrenzt Möglichkeiten gab, sich in der Galley selbst mit Kleinigkeiten zu versorgen. Toll hätte ich gefunden, wenn der Fokus während des Fluges mehr darauf gelegen hätte die Fluggäste mit Getränken zu versorgen, um sie hydriert zu halten.
Tatsächlich muss ich aber auch sagen, dass mir dieser Flug in der Queen of the Skis und dann auch noch in der ersten Reihe wirklich in Erinnerung bleiben wird. Ich hatte viel Spaß und ein wahrlich besonderes Erlebnis!
Punkte
Wir vergeben diesem Lufthansa Flug LH 729 von Shanghai nach Frankfurt 9 von 10 möglichen Punkten.
Für den manchmal eher hölzernen und trägen Service, sowie das nur eher durchschnittlich lecke Essen ziehen wir je einen halber Punkt ab.
Empfehlung
Empfehlen können wir diesen Flug LH 729 mit Lufthansa vor allem für Paare. Die 2 – 2 – 2 Sitzkonfiguration ist eben einfach schwierig, wenn ihr als Allein- oder Geschäftsreisende direkt neben einer fremden Person sitzt. Das ist natürlich ein absolutes Luxus Problem, aber eben doch auch ein Makel. Familen, vor allem mit zwei Kindern können hier aber natürlich auch super gemeinsam reisen. Vor allem aber die 3-er Sitzreihen in der Mitte der hinteren Business Class Kabine auf dem Hauptdeck sind sicherlich toll für Familien, aber ehrlicherweise möchte ich jetzt nicht alleine den Mittelsitz zwischen zwei Fremden haben.
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