LH 796 Lufthansa in der A340 – 600 Business Class von Hamburg (HAM) über Frankfurt (FRA) nach Hongkong (HKG), SAR China 🇭🇰

Der Lufthanse Flug LH 796 Lufthansa von Frankfurt nach Hongkong in der A340-600 Business Class: Ein Flug, der irgendwie nicht ganz in die Spur kam – alter Sitz, trockene Luft, langsamer Service – aber eben doch Lufthansa. Für Paare mit Sinn für Nähe und Retro-Charme vielleicht genau richtig, für Alleinreisende eher eine Frage der Toleranzgrenze. Warum ich trotzdem nicht so schlecht bewertet habe? Lest selbst.

Review #63

Abflug – geplant (aktuell)25.12.2024 – 21:40 (22:06)
Ankunft – geplant (aktuell)26.12.2024 – 15:45 (15:22)
Flugzeit – geplant (aktuell)11:50 (12:30)
Verspätung26 Minuten Verspätung bei Abflug
23 Minuten zu früh bei Ankunft
Flugzeugtyp (Kennung)A340 – 600 (D-AIHU)
ReiseklasseBusiness
Plätze7 K

Disclaimer

Leider wurden uns zwischen diesem Flug und der Veröffentlichung bei einem Einbruch der Laptop und unsere externe Datenbank mit sämtlichen Bilder des Fluges gestohlen. Glücklicherweise hatten wir aber alle Videos schon auf einem anderen Rechner gesichert.

Deshalb bleibt uns für diesen Beitrag leider nichts anderes übrig, als mit Screenshots aus den Videos zu arbeiten. Dementsprechend bitten wir beide die Qualität zu entschuldigen, die unserem Anspruch eigentlich nicht genügt und auch nicht mit dem Niveau der anderen Reviews mithalten kann. Trotzdem wollten wir Euch diese Review nicht vorenthalten.

Vielen Dank für Euer Verständnis & trotzdem viel Spaß beim lesen und entdecken!

Startflughafen

Der Helmut Schmidt Flughafen Hamburg ist der größte in Norddeutschland und hat ein Einzugsgebiet das ganz Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beinhaltet. Von hier aus werden hauptsächlich europäische Ziele, aber unter anderem auch internationale Destinationen, wie Dubai angeflogen.

Funfact übrigens: Viele Jahrzehnte lang war Hamburg der Heimatflughafen der Deutschen Lufthansa. Hier wurde sie auch gegründet und ist erst nach dem Krieg nach Frankfurt umgezogen. Die Stadt lag im damaligen Westdeutschland einfach perfekt zentral.

Flughafen Hamburg

Quelle: hamburg-airport.de

Anreise

Erreichbar ist der Hamburg Airport natürlich per Auto, es gibt genügend Parkmöglichkeiten in Parkhäusern direkt am Flughafen, aber auch in der Umgebung. Seit längerem ist er aber auch von der Hamburger Innenstadt aus super einfach per S-Bahn erreichbar, die unten in den Terminal fährt. Ich bin so angereist und habe von Altona aus mit der direkten Verbindung ohne Umsteigen in der S1 gute 40 Minuten gebraucht.

Check-in & Kofferaufgabe

Eingecheckt haben ich bereits einen Tag vor Abflug in der App. Das hat super geklappt, ging total schnell und ich konnte bereits meine Passdaten hinterlegen. Beim Check-in und der Kofferaufgabe im Terminal des Flughafens Hamburg musste ich zwar trotzdem nochmal meinen Pass vorzeigen, aber wirklich nur zum Abgleich und zur Sicherstellung, dass ich meine Reisedokumente für diesen internationalen Flug auch alle dabei habe und nicht in Frankfurt bei der Passkontrolle feststelle, dass es da Probleme gibt.

Bei mir war alles in Ordnung, ich war direkt dran und der Prozess hat inklusive Kofferaufgabe nur einige wenige Minuten gedauert

Helvetic LX 1053 Hamburg Zürich

Sicherheitskontrolle

Direkt gegenüber des Premium Check-ins der Lufthansa Gruppe befindet sich die Fast Lane, zu der Ihr als Business- & First-Class, sowie Statusmitglieder der Airline beziehungsweise von Miles & More Zugang habt.

Ihr müsst Euch also quasi nach der Kofferabgabe nur einmal umdrehen und steht schon direkt von der Sicherheitskontrolle. Am Einlass wird an vollautomatischen Gates per Boardingpass nochmal Eure Zugangsberechtigung gecheckt und dann seid ihr auch schon durch. Ich war ja für diesen Flug am 25. Dezember unterwegs, dementsprechend wenig war los und ich war in Null Komma Nix durch die Kontrolle und direkt schon auf dem Weg zu Lounge.

Helvetic LX 1053 Hamburg Zürich

Lounge Hamburg

Lufthansa bietet für Statusmitglieder und Premiumpassagiere am Flughafen in Hamburg je eine Business- und Senator-Lounge. Da ich mir für solche Momente die American Express Platinum Karte leiste durfte ich aber trotz fehlenden Statuses und eines Tickets „nur“ in der Business Class trotzdem die Senator Lounge besuchen. Grundsätzlich sind beide Lounges eigentlich relativ ähnlich. Die Senator meiner Einschätzung nach sogar eher noch ein wenig kleiner.

Das Verzehrangebot ist allerdings identisch. Der große Unterschied ist aber die frei zugängliche große Panorama Terrasse der Senator Lounge, die beste Ausblicke auf das Vorfeld des gesamten Flughafens bietet.

Während meines Besuches im Dezember war es natürlich zu kalt, aber ein paar Augenblicke die Aussicht genießen ist hier schon immer wirklich toll – auch im Winter!

LH 796 Lufthansa FRA HKG A340-600

Zubringerflug

Die Lounge befindet sich im mittleren Teil des Flughafen nahe beiden zentralen Gates, die Lufthansa normalerweise nutzt, um nach Frankfurt und München zu fliegen und die Fluggäste an ihre Transitflughäfen zu bringen von denen sie dann die Langstreckenflugzeuge der Airline besteigen.

So auch in diesem Fall. Der Flug nach Frankfurt wurde an Gate A17 quasi direkt gegenüber des Duty Free Ausganges abgefertigt. Der Weg von der Lounge war also sehr kurz und das Boarding startete pünktlich mit dem Priorityboarding zuerst mit Familien mit kleinen Kindern und Fluggästen, die Unterstützung beim Einsteigen brauchen und gefolgt von den Boardinggruppen 1 für HON beziehungsweise First Class Fluggäste, sowie 2 für Business Class Gäste & Senatoren. Die ersten beiden Gruppen sind in Hamburg immer sehr stark frequentiert und so ist nicht selten mindestens ein Drittel des Fliegers voll, wenn diese beiden Gruppen eingestiegen sind.

Ich war trotzdem einigermaßen schnell eingestiegen und nach einer kurzen Begrüßung an der Flugzeugtür an meinem Platz 3 F angekommen. Nach Beendigung des Einsteigeprozesses sind wir relativ schnell los gekommen und haben pünktlich abgehoben. Oben angekommen gab es ob der nachmittäglich kurzen Flugzeit für alle Business Class Gäste ein Stück Kuchen und dazu Getränke nach Wunsch.

Wie in allen Kurz- und Mittelstreckenflügen der Lufthansa ist auch auf diesem Flug die Sitzkonfiguration eine 3 – 3 Anordnung, bei der in den Reihen der Business Class lediglich der Mittelsitz frei bleibt. Dementsprechend ist der Komfort eher so mittel, aber für eine solch kurze Strecke total okay.

Lufthansa A320 seat map

Quelle: aeroLOPA.com

Es bleibt jedoch durchaus sehr spannend, wie sich Lufthansa auf dem Markt in diesem Segment für Premium Reisen entwickelt. Es ist schon seit Längerem die Rede davon, ob man nicht doch mal eine First auf diesen kürzeren Flügen nach amerikanischem Modell einführen sollte. Die kürzlich von der Lufthansa erworbene ITA macht es vor und hat einige Flugzeuge, die eine solche Konfiguration bereits mitbringen und es würde mich nicht wundern, wenn einige davon zur Muttergesellschaft gehen, um dort einige Tests mit den anderen Sitzkonfigutationen zu machen.

Nach diesem kurzen und positiv ereignislosen Flug sind wir sogar frühzeitig gelandet und nach einem für Frankfurt üblichen langen Taxi auch an einer Parkposition am Terminal angekommen. Das Aussteigen ging schnell und unproblematisch von Statten und ich war in keiner Zeit auf dem Weg zur Lounge.

Transit & Passkontrolle

Von Hamburg aus kommend sind wir an Gate B10 angekommen und um zu den Z Gates zu gelangen musste ich durch den berühmten Tunnel. Der Weg ist echt ziemlich weit, war für mich aber kein Problem, weil ich ewig Zeit hatte. Solltet ihr es aber mal eilig haben, kann das auch mal kniffelig sein. Bedenkt das auf jeden Fall, wenn ihr in Frankfurt zum Transit seid.

Nach dem Tunnel bin ich im A Bereich zur Passkontrolle, die zu diesem Zeitpunkt komplett verweist war und ich alle 4 Kontrollschleusen sozusagen für mich alleine hatte. Wenn ihr nach der Kontrolle die Treppe nach oben geht steht ihr schon direkt bei den Z-Gates.

Quelle: map.frankfurt-airport.com

Lounge Frankfurt

Als Business Class Gast dürft ihr natürlich auch die entsprechenden Lounges am Flughafen in Frankfurt nutzen. Der Airport bietet dazu in allen Bereichen mehrere Lounges an. Da wir uns unter anderem genau für diese Momente eine American Express Platinum Karte gönnen dürfen wir allerdings auch mit einem Business Class Ticket die Senator Lounge benutzen.

Diese befindet sich bei den Z-Gates unterhalb der Business Lounge und ist wirklich extrem weitläufig. Hier ist immer viel Platz für alle Fluggäste. Schaut dazu auch gerne unsere YouTube Review. Dort wird die Weitläufigkeit dieser Lounge nochmal deutlicher.

Neben einem erweiterten Essensangebot, das unter anderem auch täglich wechselnde Spezialitäten anbietet könnt ihr in der Lounge sogar noch duschen. Ihr könnt Euch dazu einfach an der Rezeption anmelden und sollte nicht direkt eine Kabine frei sein bekommt ihr einen Pager, der Euch wissen lässt, sobald ihr dran seid. So könnt ihr Euch vor Eurem Langstreckenflug nochmal frisch machen und dann nach dem Essen an Bord direkt sauber und kuschelig schlafen.

Die Lounge bietet natürlich auch Monitore, auf denen ihr die Abflüge nachverfolgen und checken könnt, wie lange ihr zu eurem Gate braucht, um auch nicht zu spät zu kommen.

LH 796 Lufthansa FRA HKG A340-600

Boarding

Heute wurde unser Flug nach Hong Kong an Gate Z22 abgefertigt und auf Grund der Feiertage und des erhöhten Reiseaufkommens gab es eine endlose Warteliste, die äußerst aufwändig und zeitintensiv abgearbeitet werden musste. Dementsprechend startete unser Boarding etwa eine viertel Stunde zu spät.

Dafür ging es danach aber umso organisierter voran. Zuerst konnten alle Gäste mit PRE auf ihrem Boardingpass einsteigen – also diejenigen, die mit Kindern unter 5 Jahren reisen und/oder beim Einsteigen Hilfe benötigen. Das hat natürlich einige Zeit in Anspruch genommen, aber super funktioniert. Danach durften alle First Class Gäste und HON Status Mitglieder einsteigen. Das waren an diesem Tag tatsächlich erstaunlich wenige für einen Lufthansa Flug. Und direkt danach ging es los für die Gruppe 2 – also alle Business Class Gäste und dementsprechend auch für mich.

Tatsächlich mussten wir hinter dem Gate eine Treppe nach unten gehen und standen dort vor zwei Türen, wobei die linke für First und Business Class Gäste reserviert war und die Economy und Premium Economy Class Gäste die rechte Tür nutzen.

Welcome

Wir sind in der Business Class durch die vordere Tür der Maschine geboardet und mussten somit durch die First Class Kabine laufen. Das hatte den Vorteil, dass vor allem durch die vordere Business Class Kabine nich auch alle Gäste der Economy und Premium Economy Class gehen mussten, um zu ihrem Platz zu kommen. Diese Gäste sind durch die zweite Tür in der Mitte der Business Class Kabine eingestiegen.

Begrüßt wurden wir an der vorderen Tür sehr freundlich vom Purser und einer Flugbegleiterin und wurden in den richtigen Gang zu unseren Plätzen gewiesen.

Noch als ich es mich an meinem Sitz eingefunden habe wurde ein heißes Erfrischungstuch und die erste Runde Getränke serviert, bei der ich aus Champagner, Orangensaft, Wasser und dem Unternehmenseigenen Drink Avionic wählen konnte. Für mich gab es natürlich zur Feier des Tages Champagner mit Wasser und dazu wurden uns allen auch noch je ein kleines Tütchen mit Nüssen serviert

LH 796 Lufthansa FRA HKG A340-600

Start & Routing

Unsere Reise führt uns quasi quer über den Globus immer weiter in den Osten. Wir fliegen also von Frankfurt aus direkt Richtung Ost Süd-Ost und Österreich, Ungarn, Rumänien und das schwarze Meer. Über Georgien und Azerbaijan, über das Kaspische Meer. An der nördlichen Grenze von Turkmenistan entlang und quer durch Usbekistan und Kirgistan und dann quer über das riesige China bis nach Hongkong.

LH 796 FRA HKG A340 - 600

Quelle: flightradar24.com

Kabine & Sitz

Die Kabine der Lufthansa A340 – 600 ist in 4 Klassen aufgeteilt. Neben der Business Class in der wir heute unterwegs sind, verfügt das Fluggerät auch noch über eine First-, eine Premium Economy- und eine Economy Class.

Die Business Class ist in zwei Kabinen aufgeteilt, wobei in der vorderen 5 volle Reihen verbaut sind und in der hinteren viereinhalb. Dabei sind in Reihe 10 nur die mittleren beiden Sitze verfügbar. Alle anderen Reihen sind in der aktuell noch am meisten bei Lufthansa verbreiteten 2 – 2 – 2 Konfiguration aufgeteilt.

LH 796 FRA HKG A340 - 600 seat map

Quelle: AeroLOPA

Mit der neuen Allegris Bestuhlung wird sich das noch ändern, aktuell sind aber noch die meisten Flugzeugen der Airline mit diesen Sitzen ausgestattet. Wenn Euch diese neuen Sitze interessieren könnt ihr gerne auch in unsere Review von Frankfurt nach Shanghai in der brandneuen Kabinenausstattung ansehen. da bekommt ihr schon einen super Eindruck – vor allem vom Einzelsitz in der Mitte – den Fabi für Euch getestet hat.

Sitz

Wenn ihr einsteigt wartet am Sitz schon eine Decke, ein Kissen, das amenity kit, die Schlappen und die Matratzenauflage auf Euch.

Die Doppelsitze teilen sich eine breite Armlehne in der Mitte, in der auch der Tisch, die Bedienkonsole, die Lademöglichkeiten und der Kopfhörer untergebracht sind. Seitlich ist jeweils eine Armlehne verbaut, die versenkbar ist, um nachts im Schulterbereich mehr Platz zu haben. Im Rückteil der vorderen Sitze ist jeweils ein Monitor verbaut, der sich ein wenig zur Seite schieben und und etwas zu Euch ziehen lässt, sodass der Bildschirm gerade zu Euch steht. Zwischen den Sitzen und an der Kabinenwand sind jeweils die Fußbänke verbaut, die im Bettmodus als Ablage für die Füße dienen und unter denen Eure Schuhe ihren Platz finden können.

Seitlich sind an den vorderen Sitzen noch an der oberen Kante kombinierte Haken für Eure Jacken und auch Brillen angebracht, sodass ihr während des Schlafens einen sicheren Ort dafür habt. Der Sitz an der Kabinenwand hat zusätzlich dazu auch noch eine Verstaumöglichkeit hinter der Armlehne in der auch der Kopfhörer seinen Platz gefunden hat.

Jeder Sitz hat noch eine eigene Leselampe integriert in die Kopfstütze und dazu auch noch eine Leuchte in der Kabinendecke verbaut, die aber eher den ganzen Platz erhellt. Eine eigene Luftdüse ist aber nicht eingebaut – diese hatte ich tatsächlich vor allem nachts sehr vermisst, weil die Kabine für meine Geschmack zu warm war, um gut schlafen zu können.

Der Tisch ist in der mittleren Armlehne verborgen. Ihr könnt ihn ausklappen indem Ihr die Abdeckung nach oben klappt und den darunter liegenden zusammengeklappten Tisch per Druck aussahen lasst. Dann müsst Ihr ihn noch das restliche Stück raus ziehen und zu Euch klappen. Wenn ihr ihn dann ausklappt könnt ihr die gesamte Fläche von Euch weg, oder auch zu Euch ziehen. Das besondere Feature ist aber, dass der Tisch sich auch um 90 Grad drehen lässt, sodass ihr auch noch aufstehen könnt, wenn der Tisch gedeckt ist.

Bett

Selbstverständlich könnt Ihr Eure Sitze auch ganz einfach per Knopfdruck zu einem komplett flachen Bett verwandeln. Innerhalb eines kurzen Augenblickes ist die Liegefläche ausgefahren und ihr könnt Euch mit der Matratzenauflage, dem Kissen und der Decke ein eigenes Bett herrischen.

Aber irgendwie ist für mich dieser Sitz als Bett einfach nicht wirklich bequem. Also klar – das ist jetzt wirklich Jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, aber ich finde ihn so zerstückelt beim Liegen. Teilweise liege ich mit der Hüfte oder der Schulter auf der harten Schale des Sitzes auf und dort, wo die Sitzfläche auf die Rückenlehne trifft ist gar keine Polsterung vorhanden.

Die Matratzenauflage ist da jetzt in Hinsicht auf die Polsterung auch keine wirkliche Hilfe, sie ist ja wohl auch eher als eine Art Hygieneauflage gedacht und war für diesen Sitz jedenfalls sehr viel zu kurz! Trotzdem bitte jetzt nicht falsch verstehen: ich finde die Auflage als hygienischen Aspekt richtig super! Aber sie ist eben dann doch keine zusätzliche Polsterung.

Richtig breit ist der Sitz jetzt auch nicht. Ich bin eher schlank und so wahnsinnig viel Luft war um mich rum jetzt nicht. Da sich mein Platz an der rechten Kabinenwand befindet konnte ich meine Beine nacht rechts nicht anwinkeln – das ging nur nach links.

Es war übrigens über längere Perioden in der Nacht ziemlich bumpy, allerdings war die während der gesamte Zeit kein einziges Mal das Anschnallzeichen angeschaltet. Das ist jetzt ja grundsätzlich auch kein Problem und auch super für die Bequemlichkeit, aber durchaus eher ungewöhnlich. Ehrlicherweise hatte ich den Eindruck, dass wenigsten in der gesamten vorderen Business Class Kabine die Leuchtsignets an der Kabinendecke einfach nicht gingen.

Seltsam war im übrigen auch die Lichtgestaltung. Während des gesamten Taxi war das Kabinenlicht noch an – das ist in meiner Erinnerung sonst anders. Während des Services war das Licht schön gedimmt, aber ging dann relativ schnell nach dem Service auch abrupt aus. Also nicht kurz runter dummen, sondern wirklich so zack – aus – gute Nacht.

Entertainment

Wie bei den meisten Airlines heutzutage konzentriert sich das Entertainment auf den Monitor. Bei Lufthansa ist dieser in den Rücken des Vordersitzes eingebaut und ein wenig ausklappbar, um besser sehen zu können. Die Programme reichen von Filmen und Fernsehprogrammen, über Spiele und natürlich die Flightmap mit verschiedensten Einstellungen.

Jedenfalls mein Monitor hat nicht auf Touch reagiert und konnte nur über die Fernbedienung gesteuert werden. Das machte es ein wenig träge. Die Flightmap zu finden war jetzt auch nicht besonders intuitiv und hat ein wenig gedauert. Die Auswahl ist aber durchaus okay.

Gäste der Lufthansa dürfen ja schon seit Längerem auf Kurzstreckenflügen umsonst Massenger Dienste nutzen, sobald die Reiseflughöhe erreicht ist. Nach längerem Probieren habe ich es dann allerdings mit meinem Handy aufgegeben mich mit dem Lufthansa FlyNet zu verbinden. Auf dem Rechner hat es allerdings interessanterweise ziemlich unproblematisch geklappt.

Tatsächlich kostet es aber trotz des Platzes in der Business Class immer noch mindestens 5 Euro für den Flug, wenn ihr auf Langstreckenflügen zumindest über Nachrichtendienste verbunden bleiben wollt. Lufthansa hat versprochen die kostenlose Variante auch auf die Langstrecke auszuweiten – mal sehen, wann das passiert!

Amenities

Das Amenity Kit wartet ja schon auf Eurem Sitz, wenn Ihr einsteigt und dieses ist am 25.12. natürlich die Weihnachtsedition und besteht aus einem weihnachtlichen kleinen Säckchen, das mit Schlafmaske, Socken, Zahnbürste und -pasta, sowie mit Lipbalm, Ohrstöpseln und Handcreme gefüllt ist.

Zusätzlich dazu liegen noch Slipper am Platz und es wird jedem Gast ein Schlafoberteil in S/M oder L/XL ausgeteilt. Die Oberteile sind von van Laak und werden von uns auch zu Hause noch sehr gerne zum Schlafen verwendet.

LH 796 Lufthansa FRA HKG A340-600

Essen, Trinken & Snacks

Schon einige Wochen vor Abflug konnte ich online in der Buchung wählen, ob ich für den abendlichen Hauptgang eine spezielle Speise wählen wollte, die nicht auf der Karte an Bord stehen würde und nur bei vorheriger Wahl verfügbar wäre.

Der Lufthansa Weihnachtsklassiker – Gans mit Klößen und Rotkohl – steht zwar immer auch auf der Karte an Bord, ist aber manchmal auch leider recht schnell aus. Glücklicherweise konnte ich auch dieses Gericht schon vorher wählen und mir somit für den Flug sichern.

Der Service war zu Beginn relativ zäh und es dauerte eine gute Stunde nach dem Start, bis die ersten Getränke und das Amuse Bouche bestehend aus Oliven, Käse und getrockneten Tomaten bei mir ankamen.

Die Flugbegleiterin, die meinem Sitz zugeteilt war bediente dann die Kabine, wie meist, von vorne nach hinten und fragte jeden einzelnen Fluggast ab welchen Wunsch sie für ihre Vor- und Hauptspeise haben, als die Person an der Reihe war. Ich habe die vegetarische Vorspeise gewählt und erwähnt, dass ich meine Hauptspeise vorbestellt hatte. Sie erinnerte sich und servierte auch gleich die Vorspeise. Bei der Hauptspeise war sie dann ein wenig irritiert und hatte die vegetarische und die vorbestellte Variante dabei. Sie wollte wohl sicherstellen, dass ich kein Vegetarier bin wegen der vegetarischen Vorspeise. Das hat mich wirklich beeindruckt und sie wirklich sehr gut mitgedacht!

Zum Nachtisch wurde, wie ich finde, sehr charmant beide Wahlmöglichkeiten auf einem Tablett angeboten und wir konnten so super wählen, was uns mehr zusagte.

Fast zwei Stunden vor der Landung hat der Frühstücksservice dann auch schon begonnen. Ich hatte Abends schon bei der Bestellung des Essens darum gebeten für morgens ein Crepe mit Apfelkompott für mich zu reservieren, weil ich die zweite Wahlmöglichkeit nicht mochte. Das hat super geklappt und so stand ohne weitere Erwähnung meine Bestellung am Morgen auf meinem Tisch. Auch hier wieder super gemacht!

Zum Abschluss gab es wohl als Weihnachts-Special nochmal Pralinen in einer festlichen Box.

LH 796 Lufthansa FRA HKG A340-600

Waschräume

Für die Business Class Gäste stehen insgesamt 3 Waschräume zur Verfügung. Alle sind um den zentralen Galley Bereich zwischen den beiden Kabinen gelegen. Für insgesamt 56 Gäste in dieser Klasse wird es allerdings zu den Stoßzeiten nach dem Abendessen und vor der Landung durchaus manchmal ein wenig eng und es kommt zu Wartezeiten.

Grundsätzlich sind die Toiletten nicht großartig anders ausgestattet, als die in anderen Klassen, aber es gibt zusätzlich noch eine Creme von L´occitane. Nach dem Service des Abendessens wurden in den Toiletten auch noch Schalen mit zusätzlichen Schlafmasken, Erfrischungstüchern, Mundspülung und Ohrstöpseln aufgestellt.

In den Waschräumen gibt es auch immer eine Wickelkommode, die oberhalb der Toilette an der Kabinenwand angebracht ist und die ich immer sehr gerne als Möglichkeit zur Ablage nutzen, wenn ich mich vor oder nach dem Schlafen umziehe.

Lufthansa Service

Auf diesem Flug war der Service zu Beginn irgendwie nicht besonders rund. Das klappt eigentlich bei Lufthansa immer von Anfang an super gut. Hier lief der Service mit dem beginnenden Abendessen aber sehr viel besser und ruhiger im Ablauf. Auch auf diesem Flug wieder war das Team super, entspannt und professionell. Genau so, wie man es sich wünscht und von Lufthansa auch kennt!

Ankommen

Etwa eine halbe Stunde vor der Landung gab es eine kurze Info aus dem Cockpit zur verbleibenden Flugzeit, dem Wetter vor Ort und einem kleinen Dank. Danach wurde die Kabine zur Landung vorbereitet und nach einigen wirklich tollen Ausblicken auf das Südchinesische Meer und die atemberaubend schöne Inselwelt vor Hongkong waren wir schon gelandet. 

Zielflughafen

Der Hongkonger Flughafen liegt auf einer künstlich aufgeschütteten Insel im Südchinesischen Meer und wurde in Rekordzeit von internationalen Architektenteams. Pro Tag landen hier mehr als 1.100 Maschinen, während unter dem Rollfeld Hochgeschwindigkeitszüge in Richtung Innenstadt rauschen. Besonders beeindruckend: Das Terminalgebäude ist so effizient gebaut, dass selbst bei Höchstbetrieb niemand mehr als fünf Minuten zum nächsten Gate braucht.

Wir sind nach der Landung auf der Landebahn 07L und einem relativ langen Taxi am Hauptterminal angekommen und konnten dort relativ zügig über eine Fluggastbrücke aussteigen. Der Weg zur Immigration war überhaupt nicht weit und die Einreise ist momentan super einfach weil kein Visum notwendig ist. Die Abfertigung ging sehr schnell es waren sehr viele Schalter besetzt und der Prozess hat höchstens zehn Minuten gedauert.

Flughafen Hong Kong

Quelle: wikipedia.de

Direkt hinter der Einreise seid ihr schon in der wirklich riesigen Halle in der 15 Gepäckbänder auf Euch warten. Obwohl ich so schnell durch war, kam mein Koffer schon knappe 10 Minuten später an und ich war bereit für die Weiterreise.

Für mich geht es direkt weiter mit AirAsia nach Kuala Lumpur, wo ich auf Fabi treffen und von wo aus wir weiter zu unserer Enddestination Lombok in Indonesien weiterreisen. Für unseren Silvesterurlaub haben wir uns Hotels eben auf Lombok und auch auf Bali ausgesucht. Bleibt also dran, wenn Euch interessiert, wie die Hotels The Sira, Hyatt Regency Bali, The Laguna sowie unser Rückflug mit Turkish Airlines von Singapur über Istanbul aus so gewesen ist.

Fazit

Der Service war am Anfang nicht da, wo er hätte sein müssen, hat sich dann aber dann wieder gefangen. Wenn man bedenkt wie spät wir gestartet sind hat der Service des Abendessens vergleichsweise einfach zu lange gedauert.

Der Sitz ist einfach nicht meiner – ich kann auf diesen luftgepolsterten Sitzen einfach nicht gut schlafen und das Fluggerät ist echt auch einfach in die Jahre gekommen. Dazu kommt noch, dass die Luft die Kabine einfach unglaublich trocken war und im Vergleich die Lautstärke während des Fluges doch relativ hoch und dan war die Kabine vor allem nachts wirklich viel zu warm.

Alles in allem also ein eher durchwachsener Flug. Die Sitze ändert Lufthansa jetzt ja und auch die Auslieferung der neuen Flugzeuge hängt einfach aufgrund von Lieferproblemen weit hinterher. Ergo: die Airline kann bei vielem nichts dafür, aber muss eben trotzdem schauen, wie sie das Beste draus macht.

Punkte

Ich gebe diesem Flug 8 von 10 möglichen Punkten.

Der Flug an sich war solide. Und ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber dieser Flug hat einfach nicht das geliefert, was ich sonst so von Lufthansa in der Langstrecken Business Class gewohnt bin. Deshalb ziehe ich im Rating einen Punkt für das alte Fluggerät mit altem Sitz und einen weiteren Punkt für den schleppend langsamen Service ab.

Empfehlung

Also Lufthansa in dieser Sitzkonfiguration kann ich auf jeden Fall vor allem Paaren empfehlen, die zusammen verreisen. Mittlerweile ist so ein Doppelsitz ja in der Industrie fas Mangelware und nicht zuletzt gibt es bis heute Fluggäste die diesen Sitz heiß und innig lieben – ich kann es auch verstehen!

Geschäft- und Alleinreisende müssen sich eben dessen bewusst sein, dass quasi immer eine fremde Person direkt neben ihnen sitzt und Familien sind natürlich oft ein wenig über die Kabine verteilt. Wenn das kein Problem ist kann ich hier eine volle Empfehlung aussprechen.

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Lufthansa Airlines

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