Direkt nach der Einführung haben wir für Euch den neuen FOX Service getestet.
100 Jahre Lufthansa – das bedeutet nicht nur eine eigens designte Praline, sondern auch einen brandneuen FOX, also Future Onboard Experience Service. Und genau den testen wir heute, in seiner leicht abgespeckten Form. In der A380 Business Class auf dem Weg nach Delhi.
Review #124
| Abflug – geplant (aktuell) | 12.05.2026 12:55 (13:15) |
| Ankunft – geplant (aktuell) | 12.05.2026 23:55 (23:41) |
| Flugzeit – geplant (aktuell) | 7:30 (6:55) |
| Verspätung | 20 Minuten bei Abflug 14 Minuten früher bei Ankunft |
| Flugzeugtyp (Flugzeugkennung) | A380-800 (D-AIMC) |
| Reiseklasse | Business |
| Plätze | 26A |
Inhalt
Anreise
Für diesen Trip sind wir mit dem Auto zum Flughafen Frankfurt Main angereist. Der Airport liegt direkt an der A3 und der A5 und ist damit hervorragend an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen – aus fast jeder Richtung kommt ihr schnell und unkompliziert hierher. Parken direkt am Terminal ist natürlich möglich, aber gerade bei längeren Reisen ordentlich teuer. Wer ein bisschen sparen will, bucht am besten im Voraus einen der Parkplätze etwas außerhalb – die meisten bieten einen kostenlosen Shuttle zum Terminal und sind über einen längeren Zeitraum deutlich günstiger als die Parkhäuser vor Ort.
Wer lieber mit der Bahn anreist, hat es am Flughafen Frankfurt besonders leicht: Direkt am Terminal liegt der Fernbahnhof, an dem auch ICE-Züge aus ganz Deutschland halten – ihr steigt quasi aus dem Zug aus und steht direkt im Terminal. Auch mit dem Regionalverkehr und der S-Bahn seid ihr von der Frankfurter Innenstadt aus in etwa 15 bis 20 Minuten am Airport. Und selbst mit dem Fernbus kommt ihr direkt zum Flughafen, da viele Linien hier auch einen Halt einlegen.
Für alle, die weder Auto noch Bahn nutzen möchten: Auch ein Taxi oder ein Ride-Hailing-Dienst bringt euch zuverlässig zum Terminal – gerade bei frühen Abflügen oder viel Gepäck oft die entspannteste Option.



Startflughafen
Als größter Flughafen Deutschlands verfügt der Frankfurt Airport über unzählige Direktverbindungen in die ganze Welt und bietet von ultra kurzen Strecken zum Beispiel nach Stuttgart und Nürnberg auch besonders weite Strecken bis nach Buenos Aires mit fast 14 Stunden Flugzeit an.
Der Flughafen wird ständig verbessert, um- und ausgebaut. Erst Ende April 2026 ist ein echter Meilenstein erreicht worden: Das neue Terminal 3 hat offiziell den Betrieb aufgenommen. Auf den drei Flugsteigen G, H und J werden künftig bis zu 19 Millionen Passagiere jährlich zusätzlich abgefertigt, und in den Wochen nach der Eröffnung ziehen nach und nach insgesamt 57 Fluggesellschaften aus dem bisherigen Terminal 2 dorthin um. Frankfurt zeigt sich damit gerade richtig im Wandel.
Insgesamt werden am Flughafen Frankfurt jährlich über 70 Millionen Passagiere abgefertigt, und die Deutsche Lufthansa nennt Frankfurt nach wie vor ihren Heimatflughafen. Deren Flüge, sowie auch die der Star Alliance Partner Airlines, werden auch weiterhin in Terminal 1 abgefertigt.



Check-in & Kofferaufgabe
Wir haben schon im Voraus von zu Hause aus online eingecheckt und konnten dabei bequem und ganz kostenlos unsere Sitzplätze auswählen. Das hat wie gewohnt super einfach über die App funktioniert.
Da wir aber Gepäck aufgeben wollten, sind wir am Flughafen trotzdem an den Schalter gegangen und haben unsere Koffer dort persönlich abgegeben. Die Business Class Schalter befinden sich in Terminal 1, Abflughalle A und waren schnell und einfach zu finden. Die Abgabe ging unkompliziert und mit nur wenig Wartezeit – alternativ hätten wir aber auch den Self-Service Baggage Drop nutzen können, der ebenfalls in Terminal 1 zur Verfügung steht: Dort scannt ihr einfach Euren Boardingpass und bringt Euren Kofferanhänger einfach selbst an bevor ihr das Gepäck direkt eigenständig aufgebt, was den ganzen Prozess nochmal ein Stück schneller macht. Aber natürlich auch super ist, wenn ihr mal keine Lust auf persönliche Interaktion habt.


Sicherheitskontrolle
Die Sicherheitskontrolle haben wir direkt im Bereich Terminal 1 A passiert. Ihr wisst ja wahrscheinlich schon, dass wir die meistens nehmen. Der Weg dorthin ist vom Business Class Check-in Bereich der kürzeste und dort gibt es außerdem einen eigenen Business Class Bereich, den wir nutzen konnten. Zur Mittagszeit war hier total wenig los, sodass wir in nur wenigen Minuten durch waren.
Besonders angenehm ist hier, dass dank der modernen CT-Scanner Flüssigkeiten und elektronische Geräte einfach im Handgepäck verbleiben können und nicht extra ausgepackt werden müssen – das hat den ganzen Prozess nochmal deutlich beschleunigt und vor allem aber sehr entspannt.


Lounge in Frankfurt
Zubringerflug
Um den Flug LH 762 nach Delhi nehmen zu können mussten wir allerdings erstmal nach München fliegen. Für diesen Zubringer wurden wir am Gate A17 abgefertigt. Der Prozess hat pünktlich gestartet und ist äußerst unproblematisch abgelaufen – geboardet wurde wie immer nach Boarding Gruppen, wobei zuerst die Fluggäste einsteigen durften die Hilfe benötigen; gefolgt von Premiumgästen.




Mit dem A 320 von Lufthansa ging es für uns also auf dem Flug LH 100 von Frankfurt in knappen 50 Minuten in die bayerische Landeshauptstadt.





Auf diesem kurzen Hüpfer gab es einen kleinen Snack bestehend aus einem herzhaften Blätterteig-Teilchen, einem Mini-Smoothie – der wirklich richtig lecker war – und noch einen fruchtigen Joghurt. Für die kurze Strecke mehr als ausreichend. Auch die anlässlich der 100 Jahre gereichte Jubiläums-Praline darf hier nicht unterschlagen werden. Und natürlich Getränke nach eigener Präferenz.



Transitflughafen
Der Flughafen München Erding, oder auch Franz Joseph Strauß ist für uns auf dieser Reise ja nur der Transitflughafen. Deshalb gibt es an dieser Stelle keine Infos zur Anreise und Check-in.
München (MUC) ist als Transitflughafen sehr gut organisiert und gilt als das zweitwichtigsten Drehkreuze Deutschlands. Umsteigen funktioniert hier grundsätzlich reibungslos und intuitiv, auch für Fluggäste, die zum ersten Mal hier umsteigen.
Der Flughafen ist grundsätzlich auf zwei Terminals aufgeteilt. Terminal 1 ist in mehrere Module gegliedert und dient vor allem dem Punkt-zu-Punkt-Verkehr internationaler Airlines außerhalb der Star Alliance. Erst im Herbst 2025 kam hier ein neuer, rund 360 Meter langer Flugsteig für den Non-Schengen-Verkehr hinzu, ausgestattet mit modernen CT-Scannern an der Sicherheitskontrolle.
Terminal 2 inklusive des angeschlossenen Satellitengebäudes ist dagegen exklusiv der Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern vorbehalten, bildet also damit das eigentliche Umsteige-Drehkreuz. Der Satellit ist landseitig nicht direkt erreichbar – ihr checkt einfach regulär im Terminal 2 ein und gelangt nach der Kontrolle mit einer flughafeneigenen U-Bahn unterhalb des Vorfeldes in unter einer Minute dorthin.
Zwischen den beiden Terminals liegt zudem das München Airport Center (MAC), eine Art Einkaufs- und Servicezone mit zahlreichen Shops, Restaurants und weiteren Angeboten, die beide Terminalbereiche miteinander verbindet.

Lounge in München
Vor unserem Flug von München nach Delhi haben wir noch die Senator Lounge am Flughafen München, direkt gegenüber von Gate L13, besucht. Wie es dort war und was euch dort erwartet, zeigen wir Euch in unserer separaten Review zum Flug LH 722 – schaut da gerne mal vorbei, es lohnt sich!
Boarding
Von der Lounge ging es für uns auf zu den H-Gates: Lufthansa kapert hier gleich die Gates H46 bis H48, um ihr größtes Flugzeug abzufertigen. Vor dem Boarding steht noch ein Dokumenten-Check an, den ihr unbedingt absolvieren solltet, sonst verzögert sich Euer weiterer Einsteigeprozess.
Zur Einreise nach Indien braucht ihr natürlich ganz klassisch den Reisepass. On top kommt ein Visum, das online als E-Visa in verschiedenen Varianten beantragt und gleich bezahlt werden kann. Zusätzlich ist eine digitale Arrival Card auszufüllen, was frühestens drei Tage vor Ankunft möglich ist.
Bei unserem Flug hat der Boardingprozess pünktlich begonnen und natürlich waren die als allererstes Familien mit kleinen Kindern, sowie Fluggäste die Hilfe beim Einsteigen benötigen aufgefordert zu boarden. Im Anschluss wurden die Premium Gäste am Gate H46 abgefertigt – also zuerst First Class Gäste und HON Circle, danach Business Class und Senatoren. Alle anderen Reiseklassen und Boarding Gruppen wurden an den beiden anderen Gates zum Einsteigen gebeten. Das ist natürlich besonders praktisch, weil so viel mehr Fluggäste parallel einsteigen können.
Das wirklich besondere an diesem Flug war tatsächlich, dass es gleich über drei Brücken an Bord des A380 ging – und das für die Business Class Gäste zum ersten Mal über die linke Tür, was schon an sich echt richtig cool war.






Welcome an Bord
An der Tür wurden wir freundlich begrüßt und dann ging es durch die First Class weiter nach hinten zur Business-Class, die Lufthansa gerade erst so frisch eingebaut hatte, dass die Kabine sogar noch nach neuem Auto roch!
Am Platz warteten schon die obligatorischen Nüssli als Welcome-Snack auf uns und wir konnten uns aus einer Auswahl an Willkommensgetränken bedienen. Wir entschieden uns für ein Glas Avionic und kurz darauf wurden die Menükarten ausgeteilt – inklusive eines kleinen, persönlichen Willkommensspruchs der Crew. Dazu wurde dann auch noch ein heißes Tuch gereicht.




Start & Routing
Wir sind pünktlich in München gestartet und ging von dort aus Richtung Südosten, zunächst über Österreich, Ungarn und Rumänien. Weiter führte uns die Route über das Schwarze Meer und die Türkei, vorbei an Georgien und Aserbaidschan, dann über Turkmenistan entlang der nördlichen Grenzen von Iran und Afghanistan bis nach Pakistan. Von dort ging es schließlich weiter nach Indien, wo wir unser Ziel Delhi erreichten.

Quelle: flightradar24.com
Kabine & Sitz
Der A380 – 800 der Lufthansa bietet im Upper Deck in ihrer neuen Business- und First-Class-Bestuhlung ganz vorne 8 First-Sitze und in zwei massiven Kabinen insgesamt 68 Business-Plätze in einer 1-2-1-Konfiguration. Ganz hinten sind noch 35 Sitze der Economy Class in einer angenehmeren 2-4-2-Bestuhlung eingebaut.
Das Main Deck hat im vorderen Bereich zwischen den beiden ersten Türpaaren die Premium Economy mit 52 Sitzen in einer 2-4-2 Anordnung, sowie 336 Sitze der Economy Class in einer 3-4-3-Konfiguration.


Quelle: aeroLOPA.com
Verbaut sind in der Business Class Thompson-Sitze in der bekannten 1-2-1-Konfiguration, wie man sie vielleicht schon von den A350ern der Philippine Airlines kennt, die Lufthansa übernommen hat – kleiner Sidenote: Genau mit so einem Flugzeug geht es später von Mumbai zurück nach München. Auch die Discover bekommt diese Sitze übrigens ab 2027 als Retrofit ihrer Ocean-Blue-Business-Class in 16 A330 spendiert, eventuell auch in kommenden A350ern.
Farblich bleibt sich Lufthansa hier treu: dunkles Blau, gepaart mit Grau und Braun. Eine Tür gibt es nicht, dafür aber die für den A380 typischen Staufächer an der Kabinenwand.






Die Sitze sind immer versetzt angeordnet und sind an den Seiten der Kabine immer entweder direkt am Fenster oder Gang verbaut. In der Mitte der Kabine wechseln sich Gang- und Mittelplätze ab. Wir schauen uns heute hier den Sitz 26A mal genauer an. Dieser befindet sich direkt an der Kabinenwand und hat somit uneingeschränkten Zugang zu sogar gleich zwei Fenstern und bietet außerdem mit der Abtrennung auf der Gangseite eine tolle Abtrennung und super Privatsphäre.



Das Bedienpanel für den Sitz ist sehr reduziert und wirklich einfach zu verstehen – er lässt sich individuell ansteuern oder in 3 vorprogrammierte Sitzpositionen fahren.
In der seitlichen Konsole ist eine Steckdose sowie einen USB-A-Anschluss ( USB-C allerdings leider nicht) verbaut. Hier befindet sich auf die Aufhängung für den Kopfhörer, die Leselampe, sowie ein Haken zur Aufbewahrung der Brille und offener Stauraum. Rechts neben dem großen Monitor ist ein Zeitschriftenhalter und ein Kleiderhaken verbaut.
Unterhalb der Armlehne befindet sich die Fernbedienung für den Monitor und hier befindet sich auch der Tisch, der sich einfach ausfahren lässt.
Alles in Allem ist das Platzgefühl und Sitzbreite echt super und haben uns insgesamt gut gefallen. Der Sitz ist sehr aufgeräumt, einfach und verständlich.











Selbstverständlich lässt sich der Sitz auch kinderleicht per Halten des entsprechenden Knopfes in eine waagrechte Liegeposition bringen – auch hier zeigt sich die großzügige Beinfreiheit nochmal deutlich. Auch der Fußbereich ist ziemlich großzügig gestaltet und bietet viel Raum für die Füße.
Schon beim Einsteigen lagen Slipper, eine Bettdecke und ein Kissen zur Nutzung bereit – allerdings hat Lufthansa auf diesem Tagflug keine Matratzenauflage für die Fluggäste bereitgelegt. Ich persönlich finde das immer ein wenig schade, denn viele Fluggäste möchten ja den Sitz auch auf einem solchen Flug als vollständiges Bett nutzen.



Entertainment
Das Entertainment Programm fokussiert sich natürlich auch hier auf den Monitor. Dieser ist bei den neuen Sitzen ziemlich groß, brillant und lässt sich per Touchscreen sehr einfach bedienen. Wenn ihr aber nicht für jede Änderung ganz nach vorne im Sitz rutschen möchtet könnt ihr das natürlich auch über die Fernbedienung erledigen. Geboten werden neben Kinofilmen und Serien auch Dokumentationen, Musik, Spiele, Infos und natürlich auch eine Live Kamera.



Amenities
Natürlich darf auf einem solchen Flug ein Amenity Kit nicht fehlen. In diesem Fall gab es die 100 Jahre Sonderedition mit einer großen 100 und dem Lufthansa-Logo. Der Inhalt unterscheidet sich jetzt allerdings in Grunde nicht wirklich von anderen Kits – enthalten sind: Schlafmaske, Ohrstöpsel, Socken, Zahnbürste und -pasta, Minzbonbon sowie Kopfhörerschutz. Der einzige Unterschied: Die Cremes stammen nicht mehr von L’Occitane, sondern jetzt von Babor, in der First Class dann von Dr. Babor – es gibt also weiterhin eine klare Unterscheidung zwischen den Reiseklassen.



Essen, Trinken & Snacks
Wie bereits erwähnt konnten wir auf diesem Flug den neu eingeführten FOX Service als eine der ersten Gäste für Euch ausprobieren.
Die meisten Neuerungen von FOX finden eigentlich im Hintergrund statt: Das Essen ist nicht mehr tiefgekühlt, sondern wird frisch gekocht und an Bord nur noch erwärmt – laut den Pressemitteilungen zu FOX ist das wohl die größte Herausforderung, gerade in der Zusammenarbeit mit dem Caterer. Dazu gibt es neues Geschirr, einen Kuchenservice sowie beim Frühstück ab sofort die Möglichkeit, sich die Auswahl selbst zusammenzustellen, ähnlich wie bei der SWISS.
Der Kuchenservice ist übrigens nur ab Frankfurt oder München auf Flügen über 10 Stunden und ausschließlich bei Tagflügen verfügbar – auf diesem kürzeren Flug gibt es ihn aufgrund der Flugzeit dementsprechend leider nicht.
Schon im Voraus könnt ihr – so ihr das auch möchtet – Eure Hauptspeise wählen und somit sicher gehen, dass ihr auch wirklich das gewünschte Gericht bekommt und dieses nicht vergriffen ist. Außerdem gibt es zu den drei sowieso verfügbaren Gerichten auch noch drei exklusive Alternativen, die nur auf Vorbestellung erhältlich sind.


Auf diesem Tagflug nach Delhi ist der Hauptservice natürlich das Mittagessen.
Los ging der neue Service mit einem Amuse-Bouche aus Buttermilch-Mousse und Caponata. Als Vorspeise entschieden wir uns für das Maishähnchen Tonnato mit Kapern und Zitrone – was wirklich sehr lecker war. Auffällig fanden wir dabei das neue Porzellan, es kommt jetzt aus dem Schwarzwald und sieht echt richtig chic aus.
Als Hauptgang gab es für Fabian die Kalbsfrikadelle, für Julia die Riesengarnele – beide Gerichte wurden über die Lufthansa-App vorbestellt. Zum Abschluss und als Nachtisch gab es ein wirklich sehr leckeres Erdbeer-Basilikum-Törtchen. Des Käse Zwischengang haben beide ausgelassen.





Der zweite Service – das Abendessen – lässt sich fortan flexibel aus der Sky Selection wählen – wann und was man möchte. Nach einem weiteren Erfrischungstuch, wieder im Schälchen serviert, gab es für uns beide das indische Curry.
Tatsächlich ist bei den meisten Fluggästen das System nicht so richtig angekommen – eigentlich alle haben ihren zweiten Service ganz normal während einer kompletten Servicerunde bekommen und irgendwie wurde es nicht besonders gut verständlich kommuniziert, dass man den Zeitpunkt für diesen Service frei wählen kann.


Hier nochmal das gesamte Menü für Euch zum nachlesen und durchblättern.
Waschräume
Für die Business Class Gäste stehen insgesamt 4 Waschräume zur Verfügung. 2 befinden sich vor der vorderen Kabine und zwei zwischen den beiden Kabinen. Die Waschräume selbst sind nicht besonders anders, als jeder reguläre Toilettenraum in Flugzeugen. Zusätzlich finden sich hier Mundwasser, Erfrischungstücher und die übliche und berühmte L’Occitane-Handcreme. Warum man hier nicht auf Babor umgestellt hat, um zur neuen Amenity-Kit-Marke konsistent zu bleiben, erschließt sich nicht ganz – wobei das natürlich auch eine wirklich sehr nischige Feinheit ist.






Service
Auf diesem Flug hatten wir natürlich unseren Fokus vor allem auf dem neuen FOX Service. Wie aber oben bereits geschrieben kommt davon bei den Gästen jedenfalls aktuell noch recht wenig an. Das wird sich aber wahrscheinlich auch noch ändern. Dass der zweite Essens Service zeitlich frei wählbar ist kam jetzt leider nicht so richtig rüber in der Kommunikation – was wir schade fanden.
Ansonsten war der Service des Kabinenpersonals, wie eigentlich immer bei Lufthansa, echt super. Die Flugbegleiterin, die uns bedient hat war total nett, hat uns auch noch ein paar Insider Tipps für Indien mit auf den Weg gegeben und war die ganze Zeit super präsent und bestens gelaunt.
Ankommen
Knapp 45 Minuten vor der Landung heißt es dann schon aus dem Cockpit: hier die aktuellen Informationen zu unserem Zielflughafen mit der geplanten Ladezeit und aktuellen Wetterinfos, bevor die Kabine für die Landung vorbereitet wurde. Knappe eine Viertelstunde zu früh sind wir dann auf dem Indira Gandhi International Airport in Delhi gelandet sind.

Nach der Ankunft am Gate hat es einige Zeit gedauert, bis die Fluggastbrücken am Airbus A380-800 angefahren wurden und wir über die vordere linke Tür oben aussteigen konnten.

Zielflughafen
Der Flughafen in Delhi ist ziemlich übersichtlich und gut beschildert. Trotz der frühen Morgenstunden gegen halb eins ist gar nicht so wenig los. Wenn ihr zum ersten Mal in Indien ankommt, sollte ihr zügig zur Erfassung der Fingerabdrücke an den entsprechenden Automaten gehen. Diese sind auf dem Weg zur Immigration an einigen Stellen prominent aufgestellt und es sind auf Flughafenmitarbeitende vor Ort, die nochmal darauf hinweisen, dass ihr dort erstmal alles abwickeln müsst, bevor ihr einreisen dürft. Wichtiger Tipp für die Immigration zur späten Stunde: NICHT zum First- und Business-Class-Schalter gehen, denn dort sitzen mitten in der Nacht nur zwei bis drei Personen. Am E-Visa-Schalter sind deutlich mehr Mitarbeitende im Einsatz – hier lässt sich also ordentlich Zeit sparen.


Nach der Einreise gelangt ihr direkt in die große Halle zur Gepäckabholung. Auf welchem Band Eure Koffer ankommen könnt ihr einem großen Monitor entnehmen. Bei unserer Ankunft war die Ausgabe allerdings eher random, hat ewig gedauert und vor allem wurde auf gar keinen Fall darauf geachtet, wer einen priority tag an seinem Koffer hat – alle Gepäckstücke kamen komplett durcheinander.




Die Abreise vom Flughafen ist eigentlich komplett unkompliziert. Es gibt alle üblichen Möglichkeiten des Transports. Solltet ihr allerdings vor Ort ein Uber oder ähnliches online bestellen wollen kann das schwierig werden. In meinem Fall war offensichtlich die Funkzelle des Flughafens irgendwie gestört und ich konnte weder auf das WiFi, noch die normalen Internet Dienste zurückgreifen. Also hieß es ganz oldfashioned: Geld abheben und Taxi nehmen. Wenn ihr Euch diesen Stress mitten in der Nacht sparen wollt empfehle ich für die Abholung einen vorher organisierten Transfer.
Indien Rundreise
Für uns geht es jetzt erstmal nur um die Ecke ins Andaz Delhi, bevor wir in der Stadt auch noch das JW Marriott, das Hyatt Regency, The Leela und das legendäre The Imperial für Euch testen. Danach geht es für uns ins Golden Triangel und dann weiter über Goa nach Mumbai. Bleibt also dabei – es wird noch spannend!
Fazit
Ist FOX nun der große Wurf? Ehrlicherweise müssen wir wohl sagen, dass sich die volle Stärke und Ideenvielfalt des Service wohl eher auf Tagflügen von über 10 Stunden erleben lässt, wenn unter anderem auch der Kuchenservice inklusive Eierlikör angeboten wird. Auf dieser eher kurzen Langstrecke von knapp über 7 Stunden lässt sich in der begrenzten Zeit einfach nicht so viel essen. Insgesamt war es damit eher eine Evolution als eine Revolution – ihr merkt aber sicherlich schon hier und da, dass sich etwas getan hat: neues Geschirr, frischeres Essen, eine neue Menükarte. Designtechnisch wirkt das Ganze schon runder als die eher fragmentierte Erfahrung von vorher.
Punkte
Wir vergeben diesem Lufthansa Flug LH 762 von München nach Delhi trotzdem wohl verdiente 10 von 10 möglichen Punkten.
Klar – toller wäre es gewesen, wenn eine Matratzenauflage und auch ein Schlafoberteil geboten worden wären, aber grundsätzlich ist diese Entscheidung von Unternehmensseite her verständlich. Wenn auch schade. Ansonsten war alles super. Netter Service, neue Bestuhlung, super Fluggefühl im A380. Passt!
Empfehlung
Diesen Flug, oder besser diesen A380 von Lufthansa mit der neuen Business Class Bestuhlung können wir eigentlichen allen Reisenden empfehlen. Sicherlich gibt es andere Sitzkonfigurationen, in denen ihr noch näher zusammensitzen könnt, wenn ihr zu zweit reist oder durch eingebaute Türen noch mehr Privatsphäre genießen könnt. Für uns ist diese Konfiguration aber echt schon ziemlich gut.
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YouTube Review
Du hast Lust noch mehr über diesen Flug zu erfahren und auch mal die aufheulenden Triebwerke zu hören. Dann schau doch auch noch unsere YouTube Review dazu an. Viel Spaß dabei!
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