Der Flug SQ 937 mit Singapore Airlines von Denpasar nach Singapur war unser erster Leg auf dem Rückweg nach Thailand. Geflogen sind wir mit einem Airbus A350-900 in Business Class. Der Abflug erfolgte minimal früher als geplant, ebenso die Ankunft in Singapur. Die reine Flugzeit lag bei etwas über zwei Stunden, was diesen Flug zu einem klassischen Mittelstrecken-Hüpfer macht der aber ein Langstrecken Produkt bietet, bei dem Komfort, Ablauf und Service trotzdem eine große Rolle spielen.
Review #108
| Abflug – geplant (aktuell) | 12:05 (12:04) |
| Ankunft – geplant (aktuell) | 14:55 (14:16) |
| Flugzeit – geplant (aktuell) | 2:50 (2:12) |
| Verspätung | 1 Minute früher bei Abflug 29 Minuten früher bei Ankunft |
| Flugzeugtyp (Flugzeugkennung) | Airbus 350 – 900 (9V-SHW) |
| Reiseklasse | Business |
| Plätze | 17 A & 18 A |
Inhalt
Anreise
Nach unserem Aufenthalt im Nirjhara Resort machten wir uns bereits gegen 8 Uhr morgens auf den Weg zum Denpasar Airport. Uns war wichtig, genügend Zeit vor Abflug zu haben, um entspannt einzuchecken und die Lounge noch nutzen zu können. Der Transfer verlief reibungslos, sodass wir ohne Stress am Flughafen ankamen. Bedenkt auf Bali aber bitte immer, dass die Fahrzeiten mit dem Auto auf Grund der oft verstopften Straßen sehr viel länger dauern können, als ihr denkt. Macht Euch also frühzeitig auf den Weg.
Wir wurden an der Drop Off Zone rausgelassen und haben uns dann per Laufband in die große und offene Empfangshalle aufgemacht.




Startflughafen
Der I Gusti Ngurah Rai International Airport (DPS) wurde in den 1930er-Jahren als einfacher Flugplatz nahe Tuban eröffnet und entwickelte sich schrittweise zu Balis internationalem Hauptflughafen. Mit dem wachsenden Tourismus wurde die Infrastruktur mehrfach erweitert, zuletzt grundlegend modernisiert, um internationale Verbindungen und hohe Passagierzahlen abzuwickeln.
Heute ist DPS funktional und stark frequentiert, insbesondere zu Stoßzeiten und in der Hochsaison. Kapazitätsgrenzen sind oft deutlich spürbar, gleichzeitig bleibt der Flughafen das zentrale Tor zur Insel. Langfristig wird ein zweiter Flughafen auf Bali diskutiert, bislang jedoch ohne konkrete Umsetzung. Aktuell wird der Airport immer weiter ausgebaut und optimiert. Seit kurzem ist so die Gepäckkontrolle abgeschafft worden, die in den letzten Jahrzehnten immer durchgeführt wurde, bevor man in die Schalterhalle gelangen konnte.





Check-in & Kofferaufgabe
In der Abflughalle haben wir erstmal den Business-Class Check-in von Singapore Airlines gesucht, bis uns aufgefallen ist, dass sich dieser gegenüber den Economy-Schaltern befand – auch interessant. Am Business Class Schalter herrschte nahezu Leere und so waren wir ohne weitere Wartezeit direkt dran mit einchecken. Wir wurden freundlich empfangen, konnten unsere Koffer Wartezeit abgeben, erhielten die Gepäckbelege sowie erneut ausgedruckte Bordkarten und waren innerhalb weniger Minuten schon auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle.




Sicherheitskontrolle
Die Ausreise mit der Passkontrolle ist am Flughafen Denpasar mittlerweile auch vollautomatisch gesteuert und ihr könnt an Doppelgates einfach nur mit dem scannen Eures Passes ausreisen. Die danach befindliche Sicherheitskontrolle ist mit mehreren Schlangen ausgestattet und ging auch einigermaßen schnell von statten. Eine eigene Premium Station gibt es allerdings nicht.
Lounge
Nach der Duty Free Area führten Rolltreppen nach oben zu den Lounges. In Denpasar gibt es sowohl eine Priority-Pass-Lounge als auch die Airline-Lounge, die von mehreren Fluggesellschaften genutzt wird. Wir entschieden uns bewusst gegen die Concordia Lounge und gingen stattdessen in die Tujuan Lounge, die auch von Singapore Airlines genutzt wird. Die Lounge war ordentlich, ruhig und für die Wartezeit absolut ausreichend.










Essen und Getränke waren vorhanden, ohne herausragend zu sein, aber insgesamt solide. Es gab an einigen Theken kalte und warme Speisen, allerdings jetzt keine Live-Cooking Stationen, sondern lediglich Buffet.




Boarding
Unser Boarding fand am Gate 4 statt und es waren für die unterschiedlichen Reiseklassen schon eigene Bereiche abgetrennt, an denen sich die Fluggäste schon anstellen konnten. Als wir ankamen war der Airbus A350-900 gerade aus Singapur gelandet und wurde nach dem Aussteigen direkt für den Rückflug vorbereitet.
Der Einsteigeprozess startet dann rechtzeitig und klar nach Gruppen und Reiseklassen getrennt. Als Business Class Gäste gehörten wir zur Boarding Gruppe 1 und dürfen dann auch als erste an Bord gehen.
Hinter dem Counter am Gate ging es dann eine Rolltreppe nach unten und von dort aus in die Fluggastbrücke. Als Business Class Gäste durften wir schon am ersten Abzweig links abbiegen und dann über die vordere Tür einsteigen.









Welcome an Bord
Nach einem kurzen und freundlichen Check unserer Bordkarte und einem herzlichen willkommen wurden wir zu unseren Plätzen gewiesen und dann von der für uns zuständigen Flugbegleiterin direkt an unseren Plätzen nochmals begrüßt. Ich nahm Platz auf 17A, Micha saß auf 18A direkt hinter mir. Noch während wir uns in unseren Sitzen zurechtfanden wurden Champagner als Welcome Drink sowie ein heißes Tuch gereicht.


Start & Routing
Nach einem kurzen Taxi hoben wir pünktlich in Denpasar ab. Die Route führte quasi schnurstracks nach Singapur. Die Flugzeit wurde zu diesem Zeitpunkt aus dem Cockpit schon mit nur 2:15 Minuten angegeben, obwohl wir laut Flugplan eigentlich 2:50 brauchen sollten. Schlussendlich waren wir sogar noch schneller und haben es sogar in 2:12 geschafft.


Quelle: flightradar24.com
Kabine & Sitz
Dieser Airbus A350-900 von Singapore Airlines war in einer Mittelstrecken Konfiguration ausgestattet, was bedeutet, dass sich insgesamt 40 Business Class Sitze und 263 Economy-Class-Sitze an Bord befanden. Eine Premium Economy gab es auf diesem Fluggerät nicht.

Quelle: aeroLOPA.com
Die Business-Class-Kabine wirkte ruhig, aufgeräumt und typisch für Singapore Airlines sehr elegant und luxuriös. Dezente Adventsdekoration erinnerte daran, dass wir im November unterwegs waren und Weihnachten schon vor der Tür stand. Über allen Sitzen befinden sich auch Gepäckfächer im Kabinenhimmel, die etwas die Weite der Kabine wegnehmen.



Die Sitze sind in dieser Konfiguration versetzt angeordnet, sodass manche näher am Fenster und andere näher am Gang lagen. In der Kabinenmitte befinden sich die Sitze dann jeweils entweder am Gang und somit eher getrennt vom Sitznachbarn, oder ideal für Paare näher zusammen und mit mehr Abstand zum Gang. Auffällig fanden wir den großzügigen Abstand zwischen Sitz und Kabinenwand, der zwar Bewegungsfreiheit bot, aber auch etwas verschenkt wirkte.
Am Sitz direkt kann die Armlehne so abgesenkt werden, dass sie sich dann auf Sitzkissenniveau befindet. In der seitlichen Verschalung ist eine individuelle Leselampe eingebaut und hinter der Ablage befindet sich eine kleine Möglichkeit Dinge zu verstauen. Beim Einsteigen standen hier bereits eine Flasche Wasser, das Menü und auch die Kopfhörer bereit.
Außerdem befinden sich auch die Lademöglichkeiten, ein kleiner ausziehbarer Spiegel und ein Haken für die Kopfhörer oder natürlich alternativ auch die Brille oder ähnliches. Der Tisch lässt sich von unterhalb der Monitore ausziehen und selbstverständlich lässt sich der Sitz auch per Knopfdruck in verschiedene Positionen fahren. Außerdem lassen sich über die Knöpfe auch die Leselampe steuern, Flugbegleiter rufen, den Fernseher ein- und ausschalten, sowie das Do not disturb Zeichen einschalten.










Selbstverständlich lässt sich der Sitz elektrisch in eine komplett flache Liegeposition bringen. Für einen Flug von gut zwei Stunden war das durchaus angenehm, auch wenn der Sitz nicht zu den breitesten oder bequemsten gehört, die Singapore Airlines im Einsatz hat.



Entertainment
Das Entertainment-System wird über den Monitor ausgespielt und bot eine große Auswahl an Filmen, Serien, eine Moving Map sowie zusätzliche Informationen zur Airline. Während der Nutzung trat bei uns kurz ein Systemfehler auf, der jedoch schnell wieder behoben wurde.







Amenities
Aufgrund der kurzen Flugzeit gab es jetzt kein klassisches Amenity Kit. In den Waschräumen lagen stattdessen einzelne Pflegeprodukte bereit, darunter ein Erfrischungsspray und eine Lotion. Am Platz befanden sich bereits beim Einsteigen ein Kissen und eine Decke.
Essen, Trinken & Snacks
Wir sind ja gegen Mittag gestartet und so hat Singapore Airlines seinen Gästen auf diesem Flug natürlich ein Drei-Gänge-Mittagessen serviert. Alles kam auf einem Tablett angerichtet an den Platz und lediglich bei der Hauptspeise gab eine Auswahlmöglichkeit. Abgefragt wurde die Wahl direkt nachdem die Anschnallzeichen aus waren und direkt der erste Getränkeservice gestartet ist.


Als Vorspeise wurde ein marinierter Lachs serviert. Beim Hauptgang standen drei Optionen zur Auswahl: Seabass, Hähnchen oder eine lokale Biryani-Variante. Wir entschieden uns beide für den Fisch. Dazu gab es Garlic Bread sowie als Dessert ein Stück Milo-Kuchen.
Die Getränkekarte war echt umfangreich und neben Champagner von Piper-Heidsieck wurden aus Cocktails und weitere Mixgetränke ausgeschenkt. Geschmacklich fanden wir das Essen jetzt solide, aber eher durchschnittlich.
Waschräume
Für die Business Class Gäste standen insgesamt drei Toiletten zur Verfügung. Eine direkt vorne beim Cockpit, in der Galley zwei weitere. Die Waschräume waren funktional, aber nicht besonders groß. Wie gesagt standen hier auch einige Amenities zur Verfügung und Wickelmöglichkeiten waren auch vorhanden.







Service
Das ikonische Singapore Airlines Girl ist weltberühmt – genau wie der Service der Fluggesellschaft. Die für uns zuständige Flugbegleiterin, sowie das ganze Team waren freundlich, aufmerksam und professionell, ohne aufdringlich zu sein. Ganz genau so, wie wir es uns erhofft hatten. Während des gesamten Fluges fühlten wir uns sehr willkommen und bestens aufgehoben.
Ankommen
30 Minuten vor der Landung gab es nochmal die letzten Infos zum Flug und der bevorstehenden Ankunft, verbunden mit einem Dank mit Singapore Airlines geflogen zu sein. Danach wurde die Kabine auch schon wieder vorbereitet und nach einem kurzen Sinkflug durch dichte Wolken und starken Regen landeten wir in Singapur sogar noch deutlich früher als geplant.



Nach einem ziemlich langen Taxi um das gesamte Terminal waren wir an Gate F41 angekommen und die Fluggastbrücke war relativ schnell angefahren, sodass wir zügig aus der vorderen Tür aussteigen konnten.



Zielflughafen
Singapurs´ Changi Airport war für uns auf diesem Flug ja nur der Transitflughafen und es ging dann weiter nach Bali von Gate F60, ebenfalls in Terminal 2. Wir wollten aber sehr gerne während der Transitwartezeit zur Singapore Airlines Lounge und mussten dazu mit dem Skytrain zum Terminal 3 fahren. Die Lounge könnt ihr Euch in unserer Review zum Weiterflug nach Bangkok gerne ansehen.





Kosten
Gebucht hatten wir diesen Trip von Denpasar über Singapore nach Bangkok mit je 30.000 Miles & More Meilen und einer Zuzahlung von 21,91 Euro pro Person über die Miles & More Hotline Anfang Juli 2025. Da hatten wir für Flüge im November 2025 auch einiges zur Auswahl, weil Singapore Airlines gefühlt 10 mal am Tag zwischen Singapur und Bali hin und her shuttlet. Wir haben uns für diesen Flug schlicht wegen der Abflug- und Ankunftszeiten entschieden.
Fazit
Die Buchung über Miles & More verlief unkompliziert, ebenso der Check-in in Denpasar. Lounge, Boarding und Service waren gut organisiert. Kulinarisch war der Flug kein Highlight, dafür aber insgesamt sehr angenehm. Für einen kurzen Mittelstreckenflug in Business Class ist dieses Produkt absolut empfehlenswert – vor allem wenn Ihr die tollen Langstrecken Business Class Sitze bedenkt!
Punkte
Wir vergeben diesem Singapore Airlines Flug SQ 937 von Denpasar nach Singapore sehr wohlverdiente 10 von 10 möglichen Punkten. Es gab einfach nicht, was einen Punktabzug gerechtfertigt hätte.
Empfehlung
Wir können diesen Flug wirklich alle Arten von Reisenden empfehlen. Besonders wenn ihr für kurze Strecken innerhalb Asiens viel Wert auf Ruhe, Service und eine flache Liege legt ist das genau die richtige Verbindung für Euch!
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Alle Details dazu findest Du auf unserem Booking Hub.
YouTube Review
Ihr habt Lust noch mehr über diesen Flug zu erfahren und möchtet unter anderem den Originalsound hören, den die Triebwerke machen, wenn sie auf Vollgas gedreht werden? Dann schaut Euch doch auch noch unsere YouTube Review an. Ich kann Euch sagen, es lohnt sich!
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