LH 760 Lufthansa in der Business Class von Frankfurt (FRA), Deutschland 🇩🇪 nach Delhi (DEL), Indien 🇮🇳

Neue Allegris Kabine, neuer FOX Service und ein Privacy Seat aus erster Hand. Wie schlägt sich Lufthansas frischeste Business Class im Testflug nach Delhi?

Kurzfristig auf die brandneue Allegris Kabine umgebucht, dazu noch kostenlos ein begehrter Privacy Seat am Fenster – so beginnt dieser Testflug mit Lufthansa nach Delhi fast schon wie ein kleiner Glücksfall. Man spürt förmlich die Vorfreude, mit der auch die Crew an diesem Tag ihren komplett neuen Service zum ersten Mal ausprobiert – zwischen echter Aufregung, kleinen Stolpersteinen und der Frage, ob unterm Strich noch die typisch herzliche Lufthansa-Note durchkommt. Wie sich das alles am Ende auf diesem Lufthansa Flug LH 760 in der Business Class zusammenfügt, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Review.

Review # 132

Abflug – geplant (aktuell)21.05.2026 13:20 (14:47)
Ankunft – geplant (aktuell)22.05.2026 0:55 (1:34)
Flugzeit – geplant (aktuell)8:05 (7:18)
Verspätung1:27 h bei Abflug
39 Minuten bei Ankunft
Flugzeugtyp (Flugzeugkennung)Boeing 787 – 9 (D-ABPM)
ReiseklasseBusiness
Plätze4 K

Anreise

Für diesen Flug bin ich mit der Bahn angereist und direkt am Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt ausgestiegen. Der Fernbahnhof liegt direkt neben den Terminals, über eine Brücke gelangt ihr in gut 5–10 Minuten zu Fuß bis in die Schalterhalle von Terminal 1. Die Beschilderung ist wirklich gut gemacht und selbst mit Gepäck ist die Strecke gut zu bewältigen – Rolltreppen und Aufzüge gibt es an jeder Ecke. Natürlich könnt ihr auch mit dem Fernbus anreisen. Die Haltestelle befindet sich direkt oberhalb des Fernbahnhofes.

Alternativ könnt ihr natürlich auch mit der S-Bahn aus den umliegenden Städten anreisen, die euch über den Regionalbahnhof direkt unter Terminal 1 bringt. Von dort seid ihr in wenigen Minuten oben in der Halle. Wer mit dem Auto kommt, findet direkt an beiden Terminals ausreichend Parkhäuser, allerdings sollte man hier – gerade zu Stoßzeiten – etwas Zeitpuffer für die Zufahrt einplanen. Außerdem ist das Parken direkt am Flughafen sehr teuer. Es empfiehlt sich also für solche Situationen sehr auf einen der Parkplatzdienstleister in der nahen Umgebung zurückzugreifen. Oft kann der Parkplatz auch schon vorab zu einem günstigeren Tarif gebucht werden.

Startflughafen

Der Flughafen Frankfurt Main ist der größte deutsche Flughafen und die Heimat der Deutschen Lufthansa. Von hier aus könnt ihr auf Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen mit knapp 100 Airlines in alle Teile der Welt reisen.

Seit diesem Jahr hat sich am Frankfurter Flughafen allerdings einiges verändert: Am 22. April 2026 wurde das neue Terminal 3 feierlich eröffnet, einen Tag später startete dort der reguläre Flugbetrieb. Bis zum 9. Juni 2026 sind in mehreren Wellen alle Airlines aus dem alten Terminal 2 dorthin umgezogen – zuletzt Air France und KLM. Terminal 2 ist seitdem für den Passagierbetrieb geschlossen und wird umfassend technisch saniert. Mit einer Wiedereröffnung wird frühestens Mitte der 2030er Jahre gerechnet – wer den Flughafen also noch aus früheren Jahren kennt, sollte vor der Anreise unbedingt checken, ob der Flug wirklich noch aus Terminal 1 startet.

Aktuell sind damit nur noch Terminal 1 und das neue Terminal 3 in Betrieb. Terminal 3 liegt südlich der bisherigen Terminalanlagen auf dem Gelände der ehemaligen Rhein-Main Air Base und umfasst die Flugsteige G, H und J. Die beiden Terminals sind mit der SkyLine-Bahn verbunden, die Euch in rund acht Minuten zwischen den Gebäuden hin- und herbringt. Außerhalb der Betriebszeiten der Bahn (aktuell zwischen 4 und 23 Uhr) übernehmen Shuttlebusse den Terminalwechsel.

Quelle: map.frankfurt-airport.com

Check-in & Kofferaufgabe

Bei meiner Buchung war klar, dass ich die Strecke in einer Boeing 787-9, die ursprünglich für Hainan Airlines ausgestattet wurden fliegen werde. Ehrlicherweise war ich ein wenig traurig, dass ich nicht schon die tolle neue Allegris Kabine ausprobieren kann, habe mich dann aber auch auf ein eher individuelles Flugerlebnis gefreut. Auch cool dachte ich!

Dann bekam ich etwa 5 Wochen vor dem eigentlichen Flug eine Mail von Lufthansa, die mir mitteilte, dass es einen Flugzeug Wechsel durchgeführt hatte und die Strecke jetzt von von einer Boeing 787 – 9 mit der neuen Allergis Kabine durchgeführt wird! Wow! Was für eine Überraschung! Und meine Freude war noch größer, als ich darauf hin entdeckt habe, dass die Wahl aller Sitze auf Grund des Wechsels auch noch kostenfrei war. So konnte ich mir einen der begehrten Privacy Seats sichern, ohne extra dafür zahlen zu müssen!

Bereits 23 Stunden vor Abflug könnt ihr bei Lufthansa über die App einchecken. Das habe ich natürlich direkt gemacht und wurde dort auch schon aufgefordert meine Visa und Pass Daten einzugeben. Ich hatte zwischendurch beim Eingeben immer mal wieder eine Fehlermeldung konnte mich aber letztendlich erfolgreich einchecken und meine Bordkarte generieren.

Am Flughafen angekommen hatte ich zwar nur einen kleinen Koffer dabei, den ich auch ohne Probleme mit in die Kabine hätte nehmen können, wollte aber nicht mit ihm hantieren müssen und ihn deshalb aufgegeben. Zusätzlich fand ich den Doppelcheck der Dokumente am Checkin auch nochmal sicherer.

Es war gar nicht mal so wenig los und ich musste beim Business Class Check-in Halle A des Terminals 1 ein paar Minuten in der Schlange stehen. Lustigerweise gibt es seit Kurzem am Ende der Schlange eine Anzeige, die einem sagt, wo der nächste freie Schalter ist und dann auch einen akustischen Gong abgibt. Hatte irgendwie schon was von Bürgeramt fand ich… 😉

Der Check-in an sich ging total schnell, die Dame war – wie eigentlich immer – super freundlich und wir haben sogar noch eine kurze Runde gequatscht. Nach wenigen Minuten war klar, dass meine Dokumente in Ordnung sind und ich hatte meinen Koffer aufgegeben.

Sicherheitskontrolle

Mein Abflugbereich war an den Flugsteigen Z und so habe ich mich dazu entschieden auf dem kürzesten Weg auch dorthin zu gehen. Vom Check-in geht ihr in Richtung A Gates und dann die Rolltreppe nach oben. Dort müsst ihr interessanterweise erst Euren Boardingpass scannen und geht danach erst durch die Passkontrolle. Für EU-Bürger geht das super einfach und schnell am Automaten. Danach kommt ihr erst zur Sicherheitskontrolle.

Dort gibt es jeweils eine Schlange für Premium und für Economy Fluggäste. Als Business Class Gast habe ich mich an der ersteren angestellt – was ein Fehler war. Dort gehen auch alle Familien mit Kindern, sowie Gäste deren Flug in unter einer Stunde abhebt durch. Dementsprechend voll, trubelig und langwierig war es dann auch. Ich habe locker 30 Minuten angestanden, bis ich an der Reihe war. Danach ging es dafür umso schneller und die eigentliche Kontrolle hat entspannt funktioniert. Ihr könnt hier problemlos Eure Flüssigkeiten und elektronischen Geräte in Euren Taschen lassen.

Lounge

Da ich Amex Platinum Karteninhaber bin, durfte ich trotz Business Class Ticket in die Lufthansa Senator Lounge im Bereich Z – normalerweise ist diese ja eigentlich Senator- und HON Circle-Mitgliedern sowie Reisenden der Ersten Klasse vorbehalten. Ein netter Bonus, den viele gar nicht kennen.

Die Lounge liegt im Non-Schengen-Bereich von Terminal 1, direkt in der Nähe von Gate Z50, gleich nach der Pass- und Sicherheitskontrolle. Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zu den umliegenden Z-Gates.

Die Lounge selbst liegt eine Ebene über der Business Lounge und ist spürbar hochwertiger: Im Vergleich zur normalen Business Lounge ist das Essensangebot deutlich größer – es gibt mehr warme Speisen, eine größere Auswahl an Snacks und generell wirkt das Ganze etwas exklusiver und weniger überlaufen. Auch Duschen sind vorhanden, was gerade auf Langstrecke oder nach einem frühen Anreisetag natürlich Gold wert ist.

Leider hatte ich diesmal keine Zeit, das alles wirklich zu genießen – ich bin direkt weiter zum Gate, ohne die Lounge ausgiebig nutzen zu können. Ich finde es ja immer schade, wenn ich die Lounge nicht nutzen kann, aber diese Mal hat es sich durchaus gelohnt schon zum Gate zu gehen,, denn dort wartete noch eine Überraschung.

Boarding

Unser Flug LH 760 nach Delhi wurde an Gate Z17 abgefertigt. Im vorderen Gate Bereich war ein Tresen aufgestellt, an dem nochmal von jedem Fluggast das Visum mit dem Pass abgeglichen wurde und nach erfolgreicher Prüfung hat jeder Passagier einen kleinen Zettel bekommen, der dann beim Boarding wieder abgegeben werden musste. Leider gab es zu dieser zusätzlichen Prüfung keine Ansage oder Information und auch ich habe das nur zufällig mitbekommen. Die meisten Gäste haben das einfach gar nicht gesehen und dementsprechend auch nicht frühzeitig erledigt.

Zusätzlich wurden neben und gegenüber des Gates auch noch die Fluggäste von United in die USA schon torgeprüft und alles zusammen hat ziemlich viel Unruhe und Unübersichtlichkeit in den gesamten Gatebereich gebracht.

Das eigentliche Boarding hat pünktlich gestartet mit dem Preboarding für Familien mit Kindern und Personen die gesonderte Hilfe beim Einsteigen benötigen. Diese wurden auch aktiv angesprochen und animiert schon einzusteigen. Das Chaos war relativ groß, weil eben an diesem Tresen im Boardingbereich alle Gäste nochmal vorbei und ihre Zettel abgeben mussten, bevor sie an den eigentlichen Boardinggates ihre Boardingpässe scannen konnten. Da ja aber einige Gäste die Prüfung noch gar nicht gemacht hatten wurde das dann auch noch parallel gemacht. Schwieriges Prozedere.

Nach den Boardinggastes ging es die Treppen nach unten und dort in den Bus. Unser Flugzeug stand so ziemlich an der allerletzten Parkposition – es hat locker 10 Minuten gedauert, bis wir dort angekommen waren.

Eingestiegen wurde dann über zwei Treppen am Flugzeug.

Welcome an Bord

Oben an der vorderen Treppe angekommen wurde ich freundlich begrüßt und zu meinem Platz gewiesen. Also zu 4 K – links nach der Galley. An meinem Platz wurde ich von der für mich zuständigen Flugbegleiterin total überraschend schon mit Namen begrüßt. Es gab quasi sofort schon das Willkommensgetränk, das ich mit gesalzenen Mandeln serviert bekam. Zur Auswahl standen neben Wasser und Champagner auch der Lufthansa Signature Drink Avionic. Und auch ein heißes Tuch hat seinen Weg zu mir gefunden.

Start & Routing

Das Busgate hatte leider zum Nachteil, dass das Boarding länger gedauert hat als geplant und zusätzlich gab es nicht so schnell wie geplant das GO zum Start von der Technikabteilung wie normal üblich. Dann hat zu allem Überfluss auch noch ein Trolley mit Essen und Material für die Business Class gefehlt, der erst aufwändig aus der Fertigung herbeigeschaft werden musste. Dementsprechend standen wir eine Stunde voll beladen an der Parkposition und konnten nicht los. Die Verspätung baute sich über die Zeit langsam immer weiter auf.

Danach wurden wir total spannend rückwärts aus unserer Standposition ausgeparkt und hatten dafür dann aber auch nur noch einen kurzen Taxi Weg bis zur Startbahn.

Vom Start in Frankfurt geht es zunächst in südlicher Richtung über Österreich, Ungarn und Rumänien Richtung Südosten, bevor die Route das Schwarze Meer streift und über Georgien und Aserbaidschan weiter nach Osten führt. Anschließend überquert der Flieger Turkmenistan und Afghanistan, bevor es über Pakistan schließlich Richtung Nordindien geht, wo wir dann mit noch knapp 40 Minuten Verspätung gelandet sind.

Insgesamt eine sehr direkte Route, die den kürzesten Weg über den europäischen und zentralasiatischen Luftraum nimmt – es waren also keine großen Umwege notwendig, dafür war das ein spannender Streckenverlauf – besonders der Abschnitt über den Kaukasus und Zentralasien sorgte bei mir für den ein oder anderen interessanten Blick aus dem Fenster.

Quelle: flightradar24.com

Kabine & Sitz

Wie bereits weiter oben erwähnt habe ich mich total darauf gefreut endlich in der neuen Lufthansa Allergis Kabine fliegen zu dürfen. Umso spannender finde ich auch den Umstand Euch diese neue Konfiguration und meinen Sitz heute zeigen zu können.

Ganz vorne im Flugzeug zwischen den ersten beiden Türpaaren bietet Lufthansa in der Allegris Kabine diesem Boeing 78 – 900 Dreamliner 28 Business Class Sitze inklusive der 4 Business Suiten in der ersten Reihe – alles in einer wechselnden 1 – 2 – 1 und 1 – 1 – 1 Konfiguration. direkt dahinter befindet sich die Premium Economy Class mit 28 Sitzen in einer 2 – 3 – 2 Bestuhlung, die nur durch eine optische Trennung am Kabinen Himmel von der eigentlichen Economy Class mit 231 Plätzen in einer 3 – 3 – 3 Bestuhlung getrennt ist.

Quelle: aeroLOPA.com

Die Kabine an sich wirkt sehr aufgeräumt und wohl auch auf Grund der gewählten Farben hellgrau und dunkelblau mit wenigen braunen Akzenten ruhig und kühl. In der Business Class gibt es in der Mitte keine Overhead Compartments, was den Raum natürlich zusätzlich auch noch größer wirken lässt.

Praktischerweise konnte ich ja sogar schon frühzeitig kostenlos einen Fensterplatz – bei Allergie jetzt privacy seat genannt – wechseln. Eigentlich wäre die vorherige Auswahl dieses Sitzes kostenpflichtig. Also Glück gehabt. Lasst uns also mal meinen Sitz 4 K gemeinsam genauer ansehen.

An meinem Sitz angekommen war ich total freudigüberrascht wie geräumig der eigentlich Sitz ist. Ihr müsst Euch zwar ganz schön durch den Zugang quetschen – der ist nicht sonderlich breit, aber dafür habt ihr natürlich auch das Maximum an Privatsphäre, die möglich ist, ohne eine Tür einzubauen. Wirklich super.

Der Sitz an sich ist mit einem Dreipunktgurt ausgestattet, der zum Start und zur Landung auch komplett angelegt werden muss. Während des Fluges kann aber das Schulterteil ausgehakt werden für mehr Komfort. Beim Einsteigen wartet am Sitz auch schon ein Kissen, eine Bettdecke, sowie eine Matratzenauflage.

Die Konsole, die den Sitz vom Gang abtrennt hat ein kleines, verschließbares Compartment in dem bereits eine Flasche Wasser bereitsteht und die den fest verbauten Kopfhörer beheimatet. Hier könnt ihr auch Eure kleineren persönlichen Gegenstände aufbewahren und es gibt auch einen Haken zum Aufhängen der Brille. Direkt darunter befinden sich die Steckdose und die Lademöglichkeiten, auf der Ablagefläche davor könnt ihr Euer Handy sogar induktiv Laden wenn ihr möchtet – klappt!

Steuern könnt ihr den Sitz über ein Tastenfeld in der linken Armlehne, wobei die Voreinstellung für meine Lieblingsposition – die entspannte halbliegende Position – nicht mehr dabei ist. Lediglich die aufrechte Sitzposition für Start und Landung, sowie die komplett flache Liegeposition sind voreingestellt. Zudem kann natürlich der Sitz und alle zusätzlichen Elemente, wie Licht und Monitor über das Tablet gesteuert werden.

Verstaumöglichkeiten sind leider aber auch an diesem Sitz eher wenige vorhanden. Eine Literaturtasche befindet sich an der Trennwand zur Kabine und direkt neben dem Sitz befindet sich eine offene Ablagemöglichkeit. Dafür könnt ihr jetzt oberhalb des Monitors auf einer relativ großen Fläche auch noch Dinge ablegen und vor dem Ottomanen könnt ihr super Eure Schuhe platzieren. Der Tisch lässt sich ganz einfach per Druck von unterhalb des Monitors ausfahren – leider aber nicht mehr zur Seite drehen. Aufstehen bei gedecktem Tisch ist wirklich leider kaum möglich!

Leider war aber wegen einer Verzögerung das Reinigungsteam offensichtlich in Eile und seitlich unterhalb des Tisches lief ein langer Schmutzstreifen bis zum Boden. Außerdem lag auf meiner Fußablage auch noch eine alte Socke. Schon nicht besonders appetitlich.

Natürlich lässt sich der Sitz auch per Knopfdruck in eine komplett flache Liegefläche fahren. Die an der Kabinenwand befindliche Armlehne lässt sich ebenfalls auf Knopfdruck nach unten drücken und damit bietet der Sitz noch mehr Bewegungsfreiheit im Schulterbereich. Für die neue Allergis Kabine hat Lufthansa auch die Matratzenauflage nochmal überarbeitet und dicker, also noch bequemer gemacht. Der Platz für die Füße ist auch deutlich größer und besser im Vergleich zu den alten Sitzen.

Entertainment

Das Entertainment Programm fokussiert sich natürlich auch hier auf den Monitor. Dieser ist bei den neuen Sitzen ziemlich groß, brillant und lässt sich per Touchscreen sehr einfach bedienen. Wenn ihr aber nicht für jede Änderung ganz nach vorne im Sitz rutschen möchtet könnt ihr das natürlich auch über die Fernbedienung erledigen. Geboten werden neben Kinofilmen und Serien auch Dokumentationen, Musik, Spiele, Infos und natürlich auch eine Live Kamera.

Amenities

Auf meinem Flug gab es dieses Mal ein besonderes Amenity Kit – die Lufthansa 100 Jahre Edition. Wirklich richtig cool, wie ich finde in grau, beiger Lederoptik. Die Zutaten sich aber die gleichen wie sonst auch. Also ein Erfrischungstuch, Zahnbürste, Socken, Schlafmaske, Oropax, ein Bombom und ein Hygieneüberzug für die Kopfhörer. Die einzige Änderung ist, dass mit dem neuen Fox Service auch die Marke der Pflegeprodukte geändert wurde. So gibt es jetzt eine hochwertige Handcreme und dazu passenden Lipbalm von Barbor.

Essen, Trinken & Snacks

Bereits zur Begrüßung hat die für mich zuständige Flugbegleiterin erwähnt dass der Essensservice für die Crew der erste, den sie nach dem neuen System Fox machen werden. Sie waren alle ein wenig aufgeregt und haben schon im voraus um Nachsicht gebeten, sollte es mal ein wenig länger dauern. Ich fand diese Info super, so wussten wir alle, woran wir sind und dass wir auch Teil von etwas Neuem sein dürfen.

Auf diesem Flug LH 760, der eigentlich gegen Mittag starten sollte, bot Lufthansa entsprechend ein Mittag- und ein Abendessen an. Seit einiger Zeit können Business-Class-Gäste zusätzlich aus einer exklusiven Auswahl an Hauptspeisen wählen – allerdings nur im Voraus. An Bord selbst stehen diese Gerichte dann nicht mehr zur Wahl. Sie sind also nur den Passagieren vorbehalten, die sich frühzeitig entschieden haben. Ich habe das ebenfalls getan und meine Auswahl bereits Wochen vor dem Flug getroffen.

Gestartet wurde bei den meisten Gäste damit, dass sie schon vor dem Start (wegen der Verzögerung) ihre Speisen wählen konnten – ich leider nicht. Meine Wahl für die Vorspeise wurde erst nach dem Start abgefragt. Im Anschluss gab es ein leider sehr dünnes heißes Tuch gefolgt vom Amuse-Bouche mit dem ersten Getränkeservice.

Danach kam die vorher gewählte Vorspeise – hier wurde ich nochmal nach einem Getränk meiner Wahl gefragt. Danach dauerte es eine ganze Weile bis meine Hauptspeise gebracht wurde. Ich entschied mich also die Gunst der Stunde zu nutzen und bin kurz zur Toilette gegangen. Als ich wieder kam stand mein Essen schon auf meinem Tisch – das fand ich irgendwie komisch muss ich gestehen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Flugbegleiterin kurz wartet, bis ich wieder sitze.

Zum Nachtisch konnte ich aus drei angebotenen Varianten sogar zwei auswählen. Weitere Fragen zu Getränken – leider Fehlanzeige. Ich habe mir dann später proaktiv einen Kaffee bestellt. Das ist natürlich nicht schlimm und sicherlich auch dem neuen Service Konzept geschuldet, dass erst noch gelernt werden muss, aber schade ist es trotzdem gewesen.

Der neue Fox Service bietet vor allem die Neuerung, dass der zweite Service zeitlich frei gewählt werden kann. Irgendwie ist das bei den meisten Gästen nicht so richtig angekommen und dementsprechend wurde das Abendessen eigentlich wieder genauso als normaler Service durchgeführt und wir konnten aus vier Gerichten – eines davon warm – wählen. Mein gewählter Wrap war so okay, aber ehrlich gesagt auch nicht sonderlich lecker.

Hier das Menü des Fluges LH 760 für Euch:

  • Lufthansa LH 760 FRA DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL
  • LH762 Lufthansa MUC DEL

Waschräume

Für die Business Class Gäste stehen in der 787 – 900 der Lufthansa insgesamt 3 Toilettenräume zur Verfügung. Die beiden in der hinteren Galley sind ziemlich geräumig und hell. Im Vergleich zu den üblichen Waschräume fühlen sich diese frisch, neu und modern an. Der Deckel der Toilette ist gepolstert und kann auch als Sitzmöglichkeit genutzt werden, was zum eleganten Feeling noch beiträgt. Außerdem ist hier auch ein Fenster eingebaut, was dem Raum noch zusätzlich Helligkeit und irgendwie auch ein wenig Wohlfühlen Atmosphäre verpasst.

Service

Ich mag ja den Lufthansa Service generell sehr gerne und fühle mich mit den Crews immer wohl und vor allem auf weiten Strecken immer auch ein wenig zu Hause. Dieser Flug war natürlich für alle Beteiligten eher besonders und ich, sowie auch die Crew waren voll freudiger Anspannung. Zu Beginn hat alles super geklappt, aber mit dem ersten Essens Service war dann irgendwie niemand mehr zu sehen. Wahrscheinlich wurden in der Gally alle Hände gebraucht. Das ist natürlich total verständlich, aber wie gesagt, auch ein wenig schade. Mir hat das kurze Schwätzchen zwischendurch schon gefehlt muss ich zugeben!

Ankommen

Der Anflug auf Delhi ist wirklich besonders, wie ich finde, weil ihr echt lange über die Stadt fliegt und schon einen interessanten ersten Eindruck bekommt. Wir sind sanft gelandet uns mussten dann ziemlich lange noch bis zum Gate rollen. Auf dem Weg sind wir an der München Maschine vorbeigekommen, die einige Zeit vor uns angekommen war.

Die Fluggastbrücken waren dann auch recht schnell angefahren und das Aussteigen ging ziemlich fix.

Zielflughafen

Der Flughafen in Delhi ist ziemlich übersichtlich und gut beschildert. Trotz der frühen Morgenstunden gegen halb eins ist gar nicht so wenig los. Wenn ihr zum ersten Mal in Indien ankommt, sollte ihr zügig zur Erfassung der Fingerabdrücke an den entsprechenden Automaten gehen. Diese sind auf dem Weg zur Immigration an einigen Stellen prominent aufgestellt und es sind auf Flughafenmitarbeitende vor Ort, die nochmal darauf hinweisen, dass ihr dort erstmal alles abwickeln müsst, bevor ihr einreisen dürft. Wichtiger Tipp für die Immigration zur späten Stunde: NICHT zum First- und Business-Class-Schalter gehen, denn dort sitzen mitten in der Nacht nur zwei bis drei Personen. Am E-Visa-Schalter sind deutlich mehr Mitarbeitende im Einsatz – hier lässt sich also ordentlich Zeit sparen.

Nach der Einreise gelangt ihr direkt in die große Halle zur Gepäckabholung. Auf welchem Band Eure Koffer ankommen könnt ihr einem großen Monitor entnehmen. Bei unserer Ankunft war die Ausgabe allerdings eher random, hat ewig gedauert und vor allem wurde auf gar keinen Fall darauf geachtet, wer einen priority tag an seinem Koffer hat – alle Gepäckstücke kamen komplett durcheinander.

Weiterreise

Die Abreise vom Flughafen ist eigentlich komplett unkompliziert. Es gibt alle üblichen Möglichkeiten des Transports. Solltet ihr allerdings vor Ort ein Uber oder ähnliches online bestellen wollen kann das schwierig werden. In meinem Fall war offensichtlich die Funkzelle des Flughafens irgendwie gestört und ich konnte weder auf das WiFi, noch die normalen Internet Dienste zurückgreifen. Also hieß es ganz oldfashioned: Geld abheben und Taxi nehmen. Wenn ihr Euch diesen Stress mitten in der Nacht sparen wollt empfehle ich für die Abholung einen vorher organisierten Transfer.

Indien Rundreise

Fabi und Julia waren ja schon eine ganze Weile durch Indien unterwegs und haben für Euch das Andaz Delhi, das JW Marriott, das Hyatt Regency, The Leela New Delhi und das legendäre The Imperial New Delhi getestet. Zudem noch das The Oberoi Amarvilas in Agra und Alila Fort Bishangarh in Jaipur – beides im Golden Triangle.

Für uns beide geht es jetzt aber weiter nach Goa, wo wir das St. Regis Goa und das Grand Hyatt Goa für Euch testen, bevor wir weiter nach Mumbai reisen. Bleibt also dabei – es wird noch spannend!

Fazit

Also der neue Allegris Sitz ist echt super. Jedenfalls der Privacy Seat direkt am Fenster. Wie es mit den anderen steht werden wir mit Sicherheit auch noch für Euch testen! Ob der neue Fox Service jetzt wirkclih auch das bringt, was er verspricht weiß ich jetzt nicht so richtig. Auf diesem Flug hat mir jedenfalls definitiv die Lufthansa typische Offenheit & Freundlichkeit gefehlt. Das offene Gesicht und das Lächeln – das umsorgt sein. Das können die Crews eigentlich alles super. Hier ist das sicherlich leider auf Grund des neuen Service Konzepts untergegangen. Schade!

Punkte

Dementsprechend kann ich diesem Flug LH 760 von Frankuft nach Delhi nur 8 von 10 möglichen Punkten geben.

Leider muss ich für die Verschmutzung am Sitz und die liegengebliebene Socke einen Punkt abziehen. Sowas darf eigentlich nicht passieren. Außerdem ziehe ich einen Punkt ab für die nicht wirklich vorhandene Interaktion mit dem fliegenden Personal. Leider!

Empfehlung

Die neue Allegris Kabine ist super – finde ich zumindest. Tatsächlich glaube ich aber, dass dieses Produkt vor allem auf Allein- und Geschäftsreisende ausgelegt ist. Paare können zwar auf nebeneinander liegenden Sitzen reisen, aber trotzdem durch Konsolen getrennt und vor allem niemals gemeinsam am Fenster. Familien müssen ganz schön verteilt über die Kabine reisen.

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YouTube Review

Du hast Lust noch mehr über diesen Flug von Frankfurt nach Delhi zu erfahren und möchtest die neue Allegris Kabine noch ausführlicher erlebt? Dann schau doch auch unsere YouTube Review. Es lohnt sich!


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